Start Babypflege Krankheitssymptome Impfungen und Hausapotheke – Baby Wehwehchen

Krankheitssymptome Impfungen und Hausapotheke – Baby Wehwehchen

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Ausgefallene Trauringe und Eheringe mit Diamanten!

Was kann ich denn tun, um mein Baby bei Husten und Schnupfen zu unterstützen?
Grundsätzlich verlaufen die Infekte mit Husten und Schnupfen beim Säugling unproblematisch und man muss keine starken Medikamente geben. Diese grippalen Infekte werden durch Viren hervorgerufen, gegen die es keine ursächlich wirksame Arznei gibt. Aus diesem Grund muss das eigene Immunsystem des Babys die Infektionskrankheit bekämpfen.

Die wichtigste Unterstützung heißt: genug Flüssigkeit. Das Baby sollte immer wieder trinken. Hier ist Muttermilch oder Säuglingsmilch genauso wertvoll wie Wasser oder Fencheltee.

Zusätzlich sollten im Schlafraum des Babys vier oder fünf feuchte Handtücher aufgehängt werden (oder stellen Sie doch gleich den Wäscheständer hinein), um die Atemluft anzufeuchten. Dies verhindert das Austrocknen der kindlichen Atemwege. Im Übrigen tut frische Luft gut. Sie sollten deshalb die Räume immer wieder gut lüften oder mit dem warm eingepackten, vor Zugluft geschützten Baby einen kleinen Spaziergang machen. Selbstverständlich kann das Baby auch mit grippalem Infekt das Haus verlassen.

Als homöopathische Arznei ist bei Beginn eines grippalen Infekts die Gabe von Aconitum C30 zu empfehlen: 3 Globuli als Einzelgabe, mit Wiederholung von je 3 Globuli nach zwei und nach vier Stunden.

Hustet mein Baby weniger, wenn ich Hustensaft gebe?
Husten ist eigentlich eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion. Sie hat den Sinn, den im Kehlkopf- und Bronchialbereich gebildeten Schleim nach oben zu befördern, der dann runtergeschluckt wird. Somit ist dies also ein Selbstreinigungsvorgang, der dem Körper nützlich ist, indem er einen Sekretverhalt in den Bronchien und in der Lunge verhindert und damit einer Lungenentzündung vorbeugt. Aus diesem Grund sollte der Husten im Normalfall nicht unterdrückt werden.

Die üblichen Hustensäfte sind eigentlich Schleimlöser. Deshalb wird Ihr Baby durch die Gabe eines Hustensaftes nicht weniger, sondern allenfalls lockerer husten, was wünschenswert ist. Somit kann die Gabe eines Hustensaftes in den ersten Krankheitstagen neben viel Trinken durchaus sinnvoll sein, um den Husten zu lockern, ist aber nicht unbedingt notwendig.

Nur bei sehr hartnäckigem, lang anhaltendem nächtlichem Husten und dadurch extrem beeinträchtigter Nachtruhe können (frühestens im zweiten Lebenshalbjahr) hustendämpfende Mittel (Hustenblocker oder Hustenstiller) gegeben werden, jedoch nur in Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt. Dann sollte auch eine asthmoide Bronchitis ausgeschlossen werden, die eventuell mit bronchienerweiternden Mitteln behandelt werden muss.

Woran merke ich, dass mein kleiner Schatz bei einem Infekt genug trinkt?
Solange die Schleimhäute schön feucht sind, viel Speichel im Mund ist und die Windeln mehrmals am lag schwer sind, ist genug Flüssigkeit im Körper. Denn die Nieren drosseln sofort die Urinproduktion, wenn ein Wassermangel droht. Außerdem unterschätzt man häufig die Flüssigkeitsmenge, die ein Baby zu sich nimmt. Denn natürlich ist auch Milch Flüssigkeit, und in breiiger Kost steckt ebenfalls eine Menge davon. Mein Kind ist elf Monate alt und hat jetzt im Winter fast ohne Unterbrechung Schnupfen und Husten.

Kommt das von den Kontakten in der Krabbelgruppe oder hat mein Baby ein schwaches Immunsystem?
Bei einem echten Immundefekt kommt es fast immer zu schwereren Komplikationen. Solange dies bei Ihrem Kind nicht so ist, hat das Immunsystem die Viren eigentlich recht gut im Griff. Mit hoher Wahrscheinlichkeit besteht auch kein chronischer Husten, sondern es kam durch die Kontakte mit den anderen Kindern immer wieder zu neuen viralen Infekten mit fast unmerklichem Übergang vom einen zum nächsten. So erklärt sich auch der mal stärkere und dann wieder schwächere Husten und Schnupfen. Und falls Ihr Kinderarzt bei der Untersuchung Ihres Kindes nichts anderes feststellt, dann wird er Ihnen dies bestätigen. Meist ist die Zahl der Infekte einerseits im Sommer deutlich geringer, andererseits ab dem Alter von vier bis sechs Jahren immer seltener. Und unter den Experten für Infektiologie und Immunologie ist man sich einig, dass diese Infekte einen wichtigen Beitrag zum Aufbau unserer Immunabwehr leisten.

Darf mein Kind mit Husten und Schnupfen andere Kinder treffen?
Grundsätzlich ist fast jeder Husten und Schnupfen ansteckend, weil ein viraler Infekt dahinter steckt. Somit besteht natürlich eine recht große Wahrscheinlichkeit, dass dieser Infekt weitergegeben werden kann. Wenn man aber gerade im Winter in der Hauptinfektzeit alle Kinder bei jedem Schnupfen voneinander getrennt zu Hause lassen würde, wären die Straßen und Spielplätze unserer Dörfer und Städte leer und alle Kindergärten und Kinderkrippen verwaist. Natürlich sollte man sich offen mit den anderen Eltern absprechen, aber häufig kann man nach der Faustregel Vorgehen: Kinder mit Husten und Schnupfen, die kein Fieber haben oder mindestens 24 Stunden fieberfrei sind, können auch mit anderen Kindern Kontakt haben. Herumgehende Infekte sollten dann in Kauf genommen werden.

Wenn ich dem Baby Nasentropfen geben will, sollen es dann abschwellende Tropfen sein oder reicht auch eine Kochsalzlösung oder sogar Muttermilch?
Bei Schnupfen reicht es, das Sekret, das aus der Nase läuft, wegzuwischen und mit physiologischer Kochsalzlösung das später oft festere Sekret (Popel) zu erweichen. Diese Kochsalzlösung lässt sich selbst immer frisch zubereiten (siehe Kasten), kann aber auch in der Apotheke als Nasen-tropfen gekauft werden. Genauso gut ist Muttermilch, falls Sie stillen.

Geben Sie also immer wieder, bei Bedarf ruhig alle 30 bis 60 Minuten, ein paar Tropfen Kochsalzlösung oder Muttermilch in die Nase des Babys, damit das Sekret entweder in den Rachenraum rutscht (von größeren Kindern wird es hochgezogen) und hinuntergeschluckt wird. Oder es kann dann leichter herausgeniest werden.

Abschwellende Nasentropfen, die bei längerer Gabe (länger als fünf bis sieben läge) die Schleimhaut schädigen können, haben nur bei stark beeinträchtigter Nasenatmung und dadurch behindertem Schlaf oder erschwerter Nahrungsaufnahme einen Sinn (und bei Mittelohrentzündung zur Belüftung des Mittelohres durch den Verbindungsgang zum Nasenraum).

Physiologische Kochsalzlösung
Selbstherstellung zum Einträufeln in Babys Nase
:
1l Wasser 5 Minuten abkochen, 1 Teelöffel Salz zufügen, abkühlen lassen. Davon immer wieder ein paar Tropfen mit einer Einmalspritze ohne Nadel oder einer Pipette in die Nase träufeln. Die Lösung ist 24 Stunden verwendbar.

Ab welcher Temperatur spricht man bei Babys von Fieber?
Bei den Kleinen kann durch äußere Einflüsse die Körper-temperatur zwischen 36,5 und 37,9 °C schwanken, ohne dass eine Krankheit dahinter stecken muss. Erst ab 38,0 °C spricht man bei Babys von Fieber.

Ich höre immer wieder, dass man Fieber nicht unbedingt senken muss. Stimmt das?
Fieber ist eine normale und sogar nützliche Abwehrreaktion des Körpers und braucht nur gesenkt zu werden, wenn es 40 °C oder mehr erreicht oder wenn es dem Kind schlecht geht und es leidet. Zwar gibt es keine Beweise dafür, dass fiebernde Kinder schneller wieder gesund werden als Kinder, die fiebersenkende Mittel bekommen, jedoch können sich im Laborversuch Bakterien bei 40 °C nur langsamer bewegen und vermehren als bei 37 °C.

Wenn Ihr Kind also beispielsweise 39,8 °C Fieber hat, dabei aber recht lustig und fit wirkt, dann lassen Sie es ruhig fiebern. Hat es hingegen nur 38,8 °C Fieber, wirkt aber sehr schlapp und krank, dann senken Sie das Fieber, insbesondere abends, denn die meisten Kinder können dann auch besser schlafen.

Zum Fiebersenken dienen als Erstes eine leichte Bekleidung und das Zudecken mit nur einer dünnen Decke, damit der Körper die Wärme auch abstrahlen kann. Nützlich können auch Brustwickel oder Wadenwickel sein. So genannte Fieberzäpfchen oder Fiebersäfte mit den Wirkstoffen Paracetamol oder Ibuprofen senken nicht nur das Fieber, sondern haben noch den zusätzlichen Effekt, begleitende Kopf- oder Gliederschmerzen zu lindern. Beachten Sie aber die Mindestabstände (sechs bis acht Stunden). Homöopathisch empfiehlt sich die Gabe von 3 Globuli Belladonna C6 alle sechs bis acht Stunden.

Ich habe furchtbare Angst vor einem Fieberkrampf bei meinem Baby. Wenn ich das Fieber senke, kann das dann auch passieren?
Entscheidend ist die individuelle Bereitschaft des einzelnen Kindes, zu Fieberkrämpfen zu neigen oder nicht. Und leider kann Ihnen im Voraus niemand sagen, ob Ihr Kind zu der einen oder zu der anderen Gruppe gehört. So kann ein zu Fieberkrämpfen neigendes Kind im Fieberanstieg bereits bei 38,5 °C einen Fieberkrampf bekommen, ein anderes Kind übersteht sogar 40,5 °C ohne Probleme. Glücklicherweise verlaufen die meisten Fieberkrämpfe harmlos und hören von allein nach wenigen Minuten wieder auf. Versuchen Sie, in einer solch außergewöhnlichen Situation die Ruhe zu bewahren, achten Sie darauf, dass Ihr Baby sich bei den Zuckungen nicht durch Anstoßen weh tut und rufen Sie den Notarzt. Bei dessen Eintreffen ist meist bereits alles wieder in Ordnung. Und im Rahmen der anschließenden Diagnostik im Krankenhaus zeigt sich in der Regel keine schwerwiegende Ursache. Typischerweise treten Fieberkrämpfe auch bei Kindern, die dazu neigen, nach dem fünften Lebensjahr nicht mehr auf. Richtig ist, dass Sie das Fieber großzügiger senken sollten (ab 38,5 °C), falls bei Ihrem Kind bereits einmal ein Fieberkrampf aufgetreten ist. In diesem Fall verschreibt Ihnen der Kinderarzt auch ein Notfallmedikament, das als Mini-Einlauf gegeben werden kann.

Meine Nachbarin hat ein tolles Fieberthermometer, das ganz einfach auf der Stirn oder im Ohr misst. Soll ich mir auch so eines kaufen?
Nein. Studien haben gezeigt, dass die wahre Temperatur zum Teil um bis zu einem Grad verfehlt wird. Dies kann Ihre Nachbarin auch selbst ausprobieren, indem sie mehrere Messungen an beiden Ohren oder verschiedenen Stellen der Stirn macht und mit einer Messung im Po vergleicht. Somit können Sie sich diese Investition sparen. Ein vorsichtig mit etwas Creme in den Po eingeführtes Fieberthermometer stört Ihr Baby nicht im Geringsten und ist die mit Abstand genaueste Methode. Man kann zwar mit einem Ohr- oder Stirnthermometer Fieber messen, ohne ein schlafendes Baby zu wecken, aber wenn Ihr Baby trotz Fieber gut schläft, dann ist es sowieso nicht notwendig, die genaue Temperatur zu kennen, denn dann müssten Sie das Fieber auch nicht senken.

Darf ich mit meinem fiebernden Kind nach draußen an die frische Luft?
Selbstverständlich spricht nichts dagegen, auch bei Fieber oder bei einem grippalen Infekt für eine halbe Stunde das Haus zu verlassen. Wenn Ihr Baby allerdings leidet, dann verabreichen Sie gegebenenfalls vorher ein fiebersenkendes Mittel, denken Sie je nach Außentemperatur an ausreichend warme Kleidung und vermeiden Sie Zugluft. Dann tut die frische Luft Ihrem Kind sicher gut.

Mein Kleines niest häufig, sonst fällt mir aber nichts Besonderes auf. Ist das ein Infekt oder eine Allergie?
Nein. Niesen hat bei Babys, wenn sonst keine weiteren Symptome bestehen, nichts mit einem Infekt oder einer Allergie zu tun. Das Niesen dient der Reinigung der Nase und der Luftwege.

Meine Schwiegermutter sagt immer: Speikinder sind Gedeihkinder. Mein Kind spuckt oder erbricht jedoch nach jeder Mahlzeit, z. T. beim Aufstoßen.

Das kann doch nicht normal sein?
Doch, solange sich Ihr Kind wohl fühlt und normal an Gewicht zunimmt. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihre Hebamme, ob sie Ihr Baby wiegen kann, oder gehen Sie zu Ihrem Kinderarzt, damit Sie sich bezüglich der Gewichtszunahme sicher sein können.

Es gibt mehrere Gründe für das Spucken, das typischerweise im ersten Lebenshalbjahr auftritt: Einerseits ist die Milch sehr flüssig, andererseits liegen die Kinder in dieser Zeit noch viel. Beides führt dazu, dass die Milch leichter nach oben schwappen kann. Außerdem funktioniert in den ersten sechs Monaten die Ventilfunktion der unteren Enge der Speiseröhre noch nicht so gut wie später, sodass Milch, die sich bereits im Magen befindet, wieder zurücklaufen kann.

Aber Vorsicht: Wenn Ihr Baby nicht richtig zunimmt oder krank und unzufrieden wirkt, suchen Sie unbedingt Ihren Kinderarzt auf.

Mein Baby hat seit drei Tagen Durchfall, aber es geht ihm eigentlich ganz gut. Was kann der Grund dafür sein?
Magen-Darm-Infektionen werden durch Viren oder Bakterien verursacht. Der Durchfall ist die Reaktion des Darms, um die Keime wieder loszuwerden. Wenn man den Durchfall durch darmlähmende Medikamente abzukürzen versucht, verlängert sich also die Verweilzeit der Keime im Darm und dadurch auch die Krankheit. Aus diesem Grund dürfen sie bei Kindern nicht eingesetzt werden. Es gibt kein Medikament, für das durch zuverlässige Studien bewiesen wäre, dass es die Dauer einer Durchfallerkrankung wesentlich abkürzt. Der Darm und das eigene Immunsystem müssen die Keime also selbst bekämpfen.

Was kann ich denn bei einer Durchfallerkrankung mit Erbrechen meinem Baby Gutes tun?
Da Ihr Baby durch den Durchfall oder durch begleitendes Erbrechen viel Flüssigkeit verliert, ist die wichtigste Therapiemaßnahme, Ihrem Kind viel Flüssigkeit zuzuführen, damit es nicht austrocknet!

Als Flüssigkeitsersatz bei wässrigen Stühlen oder Erbrechen sollte eine spezielle Elektrolytlösung aus der Apotheke gegeben werden (fragen Sie Ihren Kinderarzt).

Wichtig dabei ist, dass das Kind nur minimal abnehmen sollte. Gleichzeitig sollten voll gestillte und teilgestillte Säuglinge weiter Muttermilch bekommen, nicht gestillte Babys sollen begleitend bereits bald die übliche Säuglingsmilch unverdünnt erhalten, um einer weiteren Schädigung der Darmschleimhaut durch Energiemangel vorzubeugen. Falls das Kind bereits Beikost bekam, kann auch die Beikost bald wieder gegeben werden. Homöopathisch kann Okoubaka C6 versucht werden, 3-mal täglich 3 Globuli. Durch Studien ist eine Wirksamkeit nicht bewiesen. Bei Allergiegefahr sind so genannte Heilnahrung und Reisschleim nicht zu empfehlen.

In den Apotheken gibt es eine Unmenge Medikamente gegen Durchfall. Helfen die denn nichts?
Es gibt den probiotischen Keim Lactobacillus GG (rezeptfrei in der Apotheke), bei dem eine gewisse Wirkung bewiesen ist bei wohl keinerlei Nebenwirkungen. In großen Studien wurde jedoch lediglich eine Verkürzung der Durchfallerkrankung um etwa 0,7 Tage gezeigt. Ein anderes Präparat (Racecadotril) scheint zwar recht gut zu wirken, jedoch hemmt es ein Enzym im Darm, das auch fast überall im Rest des Körpers vorhanden ist und somit dort auch beeinflusst werden kann. Für alle anderen Medikamente gibt es keine überzeugenden Beweise. Also macht es wenig Sinn, Ihrem Schatz diese Medikamente zu verabreichen.

Wie kann ich meinem Baby das Zahnen erleichtern?
Zunächst einmal sollte man in dieser Phase dem Baby besonders viel Zuwendung schenken. Ein Beißring, leicht gekühlt (Vorsicht: nicht zu kalt), kann etwas Linderung verschaffen, ebenso kann man ein Zahnungs-Gel (aus der Drogerie oder Apotheke) auf die Zahnleiste auftragen (nach den Mahlzeiten oder vor dem Schlaf), was die Schmerzen etwas nehmen kann. Manche Eltern schwören auf Bernsteinketten, hier ist die Wirkung sicher fraglich, und die Kinderärzte sehen Ketten wegen der Unfallgefahr sehr ungern an Babys.Schließlich kann man die Gabe von Chamomilla C6, 3 Globuli 3-mal täglich, versuchen.

Ich tue alles dafür, dass so etwas nie passiert, aber wie reagiere ich richtig, falls sich mein Baby doch einmal verbrennt oder verbrüht?
Das Allerwichtigste ist, die Stelle der Verbrennung oder Verbrühung so schnell wie möglich mit fließendem Wasser zu kühlen, und zwar mindestens zehn Minuten lang. Falls es zu einer leichten Blasenbildung gekommen ist, sollten Sie (gegebenenfalls nachdem Sie gegen die Schmerzen ein Paracetamol-Zäpfchen gegeben haben) zu Ihrem Kinderarzt fahren, bei einer größeren Verbrennung oder Verbrühung sollten Sie den Notarzt rufen.

Wichtig: Auf keinen Fall dürfen Sie Öl, Mehl oder Salbe darauf verteilen. Das schadet dem Gewebe nur und muss vom Arzt anschließend wieder entfernt werden, was sehr schmerzhaft ist.

Ich habe bei unserem Baby im Mund einen weißlichen Belag entdeckt. Kann das ein Pilz sein?
Ja, das ist sehr wahrscheinlich ein Pilz, auch Mundsoor genannt. Pilze gibt es überall auf unserer Haut und sie gehören zur normalen Keimflora der Mundhöhle. Bei manchen Babys können diese Pilze dann ohne besonderen Grund zu Soor führen, der auch beim Trinken Beschwerden verursachen kann. Ihr Kinderarzt wird Ihnen ein spezielles Mundgel verschreiben, das innerhalb weniger Tage zur Abheilung führt. Behandeln Sie, falls Sie stillen, Ihre Brustwarzen mit und kochen Sie alle Schnuller und Sauger ganz besonders gründlich aus.

Mein Baby hat leichte trockene Schüppchen auf dem Kopf, aber die scheinen keineswegs Beschwerden zu machen. Ist das vielleicht eine beginnende Neurodermitis?
Nein, sehr wahrscheinlich ist das nur ein so genannter Kopfgneis. Solange die Haut unter und neben den weißlich gelben bis bräunlichen Schuppen nicht wesentlich gerötet ist oder entzündet scheint, ist dieser Gneis völlig harmlos. Er kommt bei sehr vielen Babys vor und besteht oft sogar bis ins zweite Lebensjahr hinein. Ursache ist eine Überproduktion der Talgdrüsen. Grundsätzlich muss man gar nichts tun, gegebenenfalls kann man, nachdem man die Kopfhaut mit etwas Olivenöl über Nacht eingeweicht hat, vorsichtig versuchen, die Schuppen mit einer weichen Babybürste zu entfernen.

Mit dem Kopfgneis darf nicht der echte Milchschorf verwechselt werden, der mit einer deutlicheren Rötung, nässenden Stellen und einer Krustenbildung einhergeht. Meist juckt die Kopfhaut dann auch und die Veränderungen ziehen sich bis in die Stirn hinein. Im Zweifel zeigen Sie Ihr Baby Ihrem Kinderarzt.

Mein vier Monate alter Schatz hat an den Wangen, in den Ellenheugen und in den Kniekehlen oft rote, raue und trockene Stellen. Wird er jetzt ein Leben lang unter Neurodermitis leiden?
Nein, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht. Zwar sind die Stellen und der Charakter der Hautveränderungen typisch für eine leichte Neurodermitis, aber auch wenn Ihr Kinderarzt die Diagnose Neurodermitis bestätigt, ist die Chance sehr gut, dass spätestens im Alter von zwei bis drei Lebensjahren die Neurodermitis komplett ausheilt. Außerdem haben die meisten Kinder leichte Verläufe, bei denen nie starke Medikamente wie Cortison notwendig sind. Übrigens hat die Neurodermitis nur etwa bei einem Viertel der davon betroffenen Kinder etwas mit einer echten Allergie zu tun.

Sie sollten über die Behandlung der Neurodermitis ausführlich mit Ihrem Kinderarzt sprechen, denn dieses Thema würde ein eigenes Buch füllen. Unbestritten ist heutzutage allerdings, dass das Wichtigste im Rahmen der Neurodermitisbehandlung eine konsequente, zweimal tägliche Basispflege ist. Ihr Kinderarzt wird Sie beraten.

Impfungen
Mein Baby ist doch noch so klein. Ich will es eigentlich nur ungern belasten. Ist Impfen überhaupt nötig?

Es gibt kaum etwas in der Medizin, das einerseits so gut und so lang erforscht ist und andererseits als vorbeugende Maßnahme so wirksam ist wie Impfungen. Dies zeigt sich nicht nur durch wissenschaftliche Studien, sondern auch durch millionenfache Erfolge bei der Bekämpfung lebensbedrohlicher oder gefährlicher Erkrankungen in der ganzen Welt. Durch Impfungen ist es gelungen, die Pocken auszurotten, und vor kurzem konnte gemeldet werden, dass Europa frei von Kinderlähmung ist, ebenfalls alleiniger Verdienst der Impfung.

Eine Impfung soll Ihr Baby vor einer ansteckenden Krankheit schützen. Man impft entweder gegen heute zwar seltenere, aber nicht behandelbare und extrem gefährliche Krankheiten (Beispiel Wundstarrkrampf und Diphtherie) oder gegen häufig auftretende Erkrankungen, die zwar meistens problemlos überstanden werden, aber mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit schwere Komplikationen verursachen können (Beispiel Masern). Als dritte Möglichkeit impft man gegen eine Krankheit, die dem ungeborenen Kind während der Schwangerschaft gefährlich werden kann (Beispiel Röteln).

Ich höre immer wieder von Impfgegnern, die alle Impfungen grundsätzlich ablehnen. Gibt es hierfür nachvollziehbare Argumente?
Grundsatzdiskussionen über Nutzen und Risiko von Impfungen ziehen sich immer wieder durch Presse, Rundfunk und Fernsehen. Dabei werden durch unseriöse und unverantwortliche Veröffentlichungen die Ängste der Eltern geschürt, die ja für ihre Babys die beste Entscheidung treffen wollen und dadurch stark verunsichert werden. Wenn man die Wahrscheinlichkeit bedenkt, in welche Gefahr man sich begibt, wenn man impft und wenn man nicht impft, also welche Nebenwirkungen das Impfen und das Nichtimpfen jeweils haben können, gibt es keinen vernünftigen Grund, grundsätzlich gegen das Impfen zu sein.

Gibt es zu den Impfungen keine sanften Alternativen, die genauso gut schützen?
Gerade bei der Immunität des Körpers gegenüber einer speziellen Krankheit kennt man die Ursache dieser Immunität sehr genau: die spezifischen Antikörper infolge der Impfung, die man im Blut messen kann. Nach alternativen Impfungen ist jedoch kein Anstieg dieser Antikörper nachzuweisen, das heißt, jeder kann zwar behaupten, es sei ein Schutz vorhanden, dies kann aber niemand beweisen. Dies gilt leider auch für die Homöopathie.

Welche Impfungen werden derzeit (2008) von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Kinder allgemein empfohlen?
Von der STIKO wird ab der neunten Lebenswoche die kombinierte Sechsfach-Impfung (drei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen) gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Pertussis (Keuchhusten), Hämophilus-B-(HiB)-Bakterien (Hirnhautentzündung), Polio (Kinderlähmung) und Hepatitis B (Infektiöse Gelbsucht) empfohlen. Gleichzeitig empfiehlt die STIKO zu diesem Zeitpunkt auch die Impfung gegen Pneumokokken (Blutvergiftung und Hirnhaut-, Lungen- und Mittelohrentzündung). Ab dem zwölften Lebensmonat folgen dann zwei Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR), die Impfung gegen Windpocken, die Impfung gegen Meningokokken (Hirnhautentzündung und Blutvergiftung) und die Auffrischung der Sechsfach-Impfung. Die Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten-Impfung wird mit fünf und zehn fahren und die Polio-Impfung mit zehn Jahren wiederholt. Schließlich wird ab dem 12. Geburtstag für alle Mädchen die dreimalige Impfung gegen HPV- Viren (Gebärmutterkrebs) empfohlen.

Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, damit ich mein Baby impfen lassen kann? Und wann sollte ich lieber nicht impfen?
Ihr Baby muss mindestens acht Wochen alt sein. Am Impftag und in der Woche davor soll Ihr Kind weitgehend gesund sein, d. h. frei von akuten Erkrankungen mit Fieber über 38,0 °C oder anderen schwereren Beeinträchtigungen. Ansonsten sollte die Impfung um ein bis zwei Wochen verschoben werden, was dann die Ausbildung des vollständigen Impfschutzes entsprechend verzögert. Außerdem darf keine echte Immundefektkrankheit (wie zum Beispiel Aids) vorliegen oder eine Chemotherapie durchgeführt werden. Falls Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt beraten.

Ich lese immer wieder über mögliche Gefahren des Impfens. Mit welchen Reaktionen meines Babys muss ich denn wirklich rechnen?
Die modernen Impfstoffe sind sehr gut verträglich, und etwas problematischere Impfstoffe sind in jüngerer Zeit durch viel besser verträgliche ersetzt worden (beispielsweise die Keuchhusten- und die FSME-Zecken-Impfung). Nach allen Impfungen können bei etwa jedem zehnten Kind innerhalb von ein bis zwei ‚lägen (nach Masern- und Windpockenimpfung nach ein bis zwei Wochen) allgemeine Reaktionen auftreten, die sich in Unruhe, Fieber, Durchfall, vermehrter Müdigkeit oder grippeähnlichen Krankheitszeichen äußern können. Gelegentlich kommt es an der Impfstelle selbst zu schmerzhaften Verhärtungen, kleinen Blutergüssen oder einer Entzündungsreaktion mit Schwellung und Rötung. Diese Nebenwirkungen sind ungefährlich, von kurzer Dauer und können mit einfachen Maßnahmen (kühlende Umschläge, gegebenenfalls Fieberzäpfchen) gelindert werden. Fine umfangreichere Aufklärung sollten Sie zudem von Ihrem Kinderarzt erhalten, möglicherweise auch in Form eines ausführlichen Informationsblattes.

Kinderkrankheiten wie Masern, Mumps oder Röteln sind doch harmlos. Warum soll ich mein Kind dagegen impfen lassen?
Der Ausdruck Kinderkrankheit wurde vor der Einführung von Impfungen geprägt, denn damals waren diese Krankheiten wegen der fehlenden Möglichkeit einer Impfung so häufig, dass sie eigentlich jeder im Kindesalter durchgemacht hat. Aber der Ausdruck bedeutet nicht gleichzeitig harmlos. Weil viele Eltern glauben, Masern seien harmlos, sind immer noch viele Kinder nicht dagegen geimpft. Die Folge ist, dass allein in Deutschland jährlich Tausende erkranken und immer wieder schwere Komplikationen auftreten. Die Wahrscheinlichkeit, durch Masern eine Gehirnentzündung durchzumachen, ist 1:5000 bei Kleinkindern, deutlich höher bei Älteren und Erwachsenen. Und bei einer solchen Gehirnentzündung, die durch kein Medikament behandelbar ist, sterben etwa 30 Prozent der Erkrankten oder tragen schwere geistige Behinderungen davon. Die Impfung dagegen birgt maximal ein Risiko von etwa 1:1 Million. Zusätzlich kann es noch Jahrzehnte nach durchgemachten Masern (und nicht nach der Impfung) zu einer gefürchteten, nicht behandelbaren Gehirnentzündung mit Zerstörung der Nervenzellen (vergleichbar mit der BSE-Rinderwahn-Folgekrankheit Creutzfeldt-Jakob) kommen.

Pro Jahr kommen in Deutschland bedauerlicherweise ca. 40 bis 50 Kinder zur Welt, die durch eine Rötelnerkrankung der Mutter schwer behindert sind. Wenn alle unsere Babys gegen Röteln geimpft werden würden, dann könnten bald diese 50 Kinder pro Jahr gerettet werden, weil es dann in Deutschland keine Röteln mehr geben würde. Gelegentlich wird gesagt, dass der Impfschutz viel unsicherer sei als die Immunität nach durchgemachten Röteln. Es ist jedoch eine absolute Rarität, dass eine Mutter, die selbst zweimal gegen Röteln geimpft wurde, ein rötelngeschädigtes Kind zur Welt gebracht hätte.

Die Mumpserkrankung kann neben Hirnhaut- und Gehirnentzündungen mit nachfolgenden Hörstörungen und Eierstockentzündungen bei Frauen vor allem bei Jungen und Männern zu einer Entzündung der Hoden mit späterer Sterilität in einem Viertel der Fälle führen. Kinderkrankheiten verlaufen also nicht immer harmlos, die Gefahren geraten aber sehr leicht in Vergessenheit. Direkt nach der Masernkrankheit hat unser Nachbarssohn einen großen Entwicklungsschub gemacht. Wäre es für die Persönlichkeitsentwicklung nicht besser, Kinderkrankheiten wie Masern tatsächlich durchzumachen statt dagegen zu impfen?

Grundsätzlich hilft jede überstandene Krankheit dem Immunsystem zur Reifung, aber mit welchem Risiko? Die Krankheit muss erst einmal ohne Komplikationen überstanden werden. Und das Immunsystem entwickelt sich durch den täglichen Kontakt mit einer Vielzahl von harmloseren Erregern und durch die vielen unproblematischeren banalen Infekte bei weitern genug.

Es wird tatsächlich immer wieder beobachtet, dass Kinder während und nach fieberhaften Infektionen einen Entwicklungsschub zeigen. Dies hat wahrscheinlich mit der außergewöhnlichen Situation des Krankseins und der an-schließenden Gesundung zu tun, die dem Kind insbesondere ein großes Maß an Aufmerksamkeit und Zuwendung bringt. Aber das geschieht auch im Rahmen der vielen harmlosen fieberhaften Virusinfekte, die ein Kind in den ersten Lebensjahren durchmacht (etwa zehn bis zwölf pro Jahr), und dafür sind sicherlich nicht die Masern mit ihren Komplikationsmöglichkeiten nötig.

Ist mein Baby denn im dritten Lebensmonat nicht noch viel zu klein für die ersten Impfungen?
Nein, denn bereits sechs Stunden nach der Geburt ist beispielsweise der Darm des Neugeborenen mit Darmkeimen besiedelt, und das Baby kommt tagtäglich mit einer Vielzahl von Keimen in Kontakt, ohne zu erkranken. Mit drei bis sechs Monaten endet der natürliche Nestschutz, den das Kind von der Mutter mitbekommen hat, und ab diesem Zeitpunkt hat Ihr kleiner Liebling keinen Schutz mehr. Und gegenüber den meisten bakteriellen Krankheiten wie zum Beispiel Keuchhusten oder HIB, die für Säuglinge besonders gefährlich sind (drohender Atemstillstand bzw. Hirnhautentzündung), gibt es gar keinen Nestschutz. Deshalb sollte so früh wie möglich gegen folgenschwere Erkrankungen ein Schutz aufgebaut werden, und Ihr Baby und sein Immunsystem sind in diesem Alter nicht labiler als später. Beispielsweise werden auf Intensivstationen extreme Frühgeborene, die besonders gefährdet sind, zum Teil sogar vor dem errechneten Termin, nämlich wie empfohlen nach acht Lebenswochen, geimpft, damit sie einen frühen Impfschutz aufbauen können. Sogar diese Früh-geborenen vertragen die Impfungen genauso gut wie alle anderen Babys.

Wird mein Liebling denn nicht besonders stark belastet, wenn gleichzeitig gegen bis zu sechs Krankheiten geimpft wird?
Nein, denn von Geburt an setzt sich der kleine Körper täglich mit bis zu Hunderten von Krankheitserregern gleichzeitig auseinander. Mehrere Bestandteile in einer Impfung sind deshalb nichts Außergewöhnliches für das kindliche Immunsystem. Zudem sind die neuen Mehrfachimpfstoffe nicht weniger gut verträglich als die einzelnen Komponenten. Denn es ist insbesondere in den letzten Jahren mehr und mehr gelungen, nebenwirkungsärmere Zusätze (Adsorbatstoffe und Stabilisatoren) zu verwenden, die weniger Probleme verursachen als früher. Somit würde Ihr Baby durch Einzelimpfungen deutlich mehr und häufiger belastet werden: Einerseits müsste Ihr Schatz viel häufiger eine Spritze ertragen (und damit auch jedes Mal Impfstoffzusätze) und andererseits besteht jedes Mal die Möglichkeit einer Nebenwirkung wie Fieber oder Schmerzen.

Ich habe gelesen, dass Thiomersal (Quecksilber), das in den Impfstoffen enthalten ist, den Körper stark belastet. Stimmt das?
Einerseits haben neueste Studien immer wieder zeigen können, dass Thiomersal keine nachweisbaren Schäden im kindlichen Organismus anrichtet, andererseits erledigt sich dieses umstrittene Thema glücklicherweise ganz von selbst: Thiomersal ist nur noch in ganz wenigen Einzelimpfstoffen enthalten. Somit sind Sie diesbezüglich mit den modernen Kombinationsimpfstoffen, die alle thiomersalfrei sind, auf der sicheren Seite.

Wie sieht das mit den echten Impfschäden aus, über die man immer wieder hört. Kann ich beruhigt sein, dass mein Baby von so etwas verschont bleibt?
Das Risiko, dass in engem zeitlichem Zusammenhang mit einer Impfung eine schwerwiegende Erkrankung mit bleibender Schädigung oder gar ein Todesfall auftritt, ist weniger als 1:1 Million, aber nicht Null. Bei solchen Einzelfallen ist es dann aber meistens unklar, ob wirklich die Impfung Schuld trägt, auch wenn zum Teil aus Versorgungsgründen für die betroffenen Familien ein Impfschaden anerkannt wird. Beweisen lässt sich ein ursächlicher Zusammenhang so gut wie nie. Auch müsste man bei einem grundsätzlich erhöhten Risiko viel häufiger solche tragischen Schicksale erwarten.

Zum Beispiel entwickeln sich Epilepsien oder schwere neurologische Erkrankungen schon immer sehr häufig in den ersten Lebensjahren. Und eine zufällig zeitnah erfolgte Impfung ist (bei Millionen Geimpften) da durchaus möglich, ohne ursächlichen Zusammenhang. Gleichzeitig ist die Gesamtzahl der Epilepsien und neurologischen Erkrankungen trotz millionenfacher Impfung nicht angestiegen. Zudem haben viele gut durchgeführte Studien bewiesen, dass statistisch kein ursächlicher Zusammenhang besteht.

In meiner Familie und in der meines Mannes gibt es einige Allergien. Werden durch Impfungen Allergien (Asthma und Neurodermitis) ausgelöst?
Nein, alle Statistiken und gut durchgeführten Studien sprechen dagegen. Im Gegenteil, in der ehemaligen DDR, wo vor 1989 wegen staatlicher Impfpflicht alle Babys geimpft wurden, gab es viel weniger Allergien als damals in der Bundesrepublik. Jetzt lässt auch dort die Impfbereitschaft nach und die Zahl der Allergien steigt. Natürlich kann man nicht folgern, dass Impfungen vor Allergien schützen. Anscheinend sind aber andere Ursachen für die ansteigende Allergierate in den neuen Bundesländern verantwortlich. Allerdings kann, genau wie durch einen viralen Infekt, auch durch eine Impfung in seltenen Fällen eine bestehende allergische Erkrankung etwas beeinflusst und aktiviert werden. Deshalb sollte im Rahmen von akuten Erkrankungsschüben eine geplante Impfung für ein bis zwei Wochen aufgeschoben werden.

Genauso kann aber auch eine Verbesserung durch eine Impfung eintreten. Meist ist es jedoch so, dass die Impfung den Zustand beispielsweise einer Neurodermitis in keiner Weise beeinflusst.

Ich habe gehört, dass Impfungen schwere Krankheiten auslösen können. Ist das wahr?
Nein. Zwar tauchten in der Vergangenheit nach Einzelfällen mit zeitlichem Zusammenhang einer schweren Erkrankung und einer Impfung immer wieder solche Vermutungen auf, doch bei genaueren Untersuchungen bestätigten sich die Befürchtungen nicht. So sollte die Masern-Mumps-Röteln-Impfung Autismus und die Hepatitis-B-lmpfung Multiple Sklerose auslösen. Für folgende Krankheiten ist der ursächliche Zusammenhang mit Impfungen durch große, gut durchgeführte Studien inzwischen definitiv widerlegt: Plötzlicher Kindstod, Epilepsie, Hirnschädigung, Zuckerkrankheit, Allergien, Autismus, chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Multiple Sklerose. Bei den sehr seltenen Einzelfällen von Impfung und nachfolgender schwerer Erkrankung ist deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen anzunehmen ohne ursächlichen Zusammenhang.

Ich stille mein Baby. Ist es durch die Abwehrstoffe, die in der Muttermilch enthalten sind, nicht vor den Krankheiten geschützt, gegen die man impfen soll?
Leider nein. Die Muttermilch enthält zwar Substanzen, die Keime in ihrer Ausbreitung hemmen, und durch die positiven Einflüsse auf den Darm kann der eine oder andere virale Darminfekt verhindert werden, aber einen gezielten und ausreichenden Schutz gegen die Krankheiten, gegen die man impft, verleiht sie nicht.

Es gibt doch eigentlich Krankheiten wie Diphtherie oder Tetanus bei uns heute gar nicht mehr. Ist eine Impfung überhaupt nötig?
Einerseits nimmt die Reisetätigkeit heute immer mehr zu, andererseits leben wir in einer Zeit, in der die Grenzen so offen sind wie nie zuvor. Gerade unter diesen Gesichtspunkten ist der Schutz gegen diese unheilbaren Krankheiten so wichtig wie nie zuvor, in den großen Städten des deutschsprachigen Raums reisen pro Jahr Hundert Millionen Passagiere aus allen Gegenden der Welt ein. 1994 gab es in Osteuropa eine fürchterliche Diphtherie-Epidemie, bei der mehrere Tausend Menschen starben. Die Diphtherie ist eine schwere Entzündung der oberen Luftwege, bei der durch die Giftstoffe der Diphtheriebakterien Nerven- und Herzmuskelentzündungen auftreten und die meist einen extrem schweren Verlauf nimmt. Trotz des hohen medizinischen Standards im deutschsprachigen Raum verläuft die Diphtherie in 20 Prozent der Fälle tödlich. Tetanus-Bakterien sind auch in Deutschland überall im Boden und im Schmutz vorhanden, und ungeschützte Personen können sich durch kleinste Hautkratzer oder andere geringfügige Wunden infizieren.

Bakterienbestandteile verursachen Nervenlähmungen, die zum Wundstarrkrampf führen und meist sehr schwer verlaufen. Trotz guter intensivmedizinischer Maßnahmen kommt es in bis zu 30 Prozent zum Tode. Diese Krankheiten sind also extrem gefährlich, weshalb ein fehlender Impfschutz eine unnötige Lebensgefahr darstellen würde.

Die Pharmaindustrie hat ja ein großes Interesse daran, ihre Impfstoffe zu verkaufen. Geraten die Schulmediziner deshalb nicht in eine Abhängigkeit und verschließen die Augen vor den Nebenwirkungen der Impfungen?
Nein, kein Arzt, der den Eid des Hippokrates geschworen hat, würde absichtlich gegen besseres Wissen ein Risiko für Ihr Baby eingehen. Außerdem ist die STIKO eine von der Pharmaindustrie völlig unabhängige Kommission, die auch bei konkurrierenden Firmen keine speziellen Impfstoffe, sondern nur die Impfungen empfiehlt. In der Vergangenheit zeigte sich zudem immer wieder, dass die Impfkommission auf zahlenmäßig relevante Nebenwirkungen reagiert hat. Hier einige Beispiele: Es wurde die Empfehlung der Impfstelle wegen vereinzelter Nervenverletzungen vom Gesäß auf Oberschenkel und Oberarm geändert. Eine Säuglings-Impfung gegen Rotaviren (Durchfallerreger) wurde wegen statistisch relevanter gefährlicher Darmabschnürung erst mit jahrelanger Verzögerung zugelassen (jetzt unbedenklich). Der frühere FSME-Impfstoff (Zecken) wurde wegen häufigen und hohen Fieberreaktionen zunächst vom Markt genommen, seit 2002 gibt es neue Impfungen ohne den fieberaus- lösenden Inhaltsstoff. Und schließlich eine Änderung der Polio-Impfung (Kinderlähmung): Wegen des mit dem früher üblichen Schluckimpfstoff verbundenen geringen Erkrankungsrisikos für den Geimpften und seine Umgehung wird seit Anfang 1998 im deutschsprachigen Raum die Impfung mit einem als Spritze zu verabreichenden Impfstoff durchgeführt, der diese Gefahr nicht birgt.

Ist die Hepatitis-B-lmpfung wirklich wichtig?
Hepatitis B wird doch nur über Geschlechtsverkehr übertragen. Es stimmt keineswegs, dass Hepatitis B nur über Geschlechtsverkehr übertragen wird. Richtig ist zwar, dass das Virus genau wie HIV (Aids) über Blutkontakte übertragen wird, aber im Vergleich ist das Hepatitis-B-Virus etwa 100-mal ansteckender als HIV. Das bedeutet, dass winzigste Blutspuren (kleine Kratzer oder Wunden) für eine Übertragung von Mensch zu Mensch ausreichen können. Dies zeigt sich auch darin, dass etwa bei der Hälfte der Hepatitis-B-Erkrankungen im deutschsprachigen Raum der Weg der Infektion unklar ist (kein Sexualkontakt mit Hepatitis-B-positiven Personen). Es müssen also tatsächlich Bagatellverletzungen verantwortlich sein. Dies ist ein Grund gewesen, warum die STIKO seit einiger Zeit die Impfung von Babys empfiehlt. Außerdem: Je jünger die Erkrankten sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Hepatitis B chronisch wird (bei Babys und Kleinkindern etwa 90 Prozent). Dann macht die Krankheit das ganze Leben lang Probleme und es besteht ein erhöhtes Risiko für eine Leberzerstörung (Leberzirrhose) und Leberkrebs. Und ein weiteres Argument für eine frühe Impfung ist die Tatsache, dass gerade in Großstadtregionen immer wieder sogar auf Kinderspielplätzen Kanülen gefunden werden, von denen eine große Infektionsgefahr ausgeht. Deshalb macht eine frühe Hepatitis-B-Impfung und somit eine Sechsfach-Impfung Sinn, insbesondere weil sie nicht schlechter vertragen wird als andere Impfungen.

Es soll ein Betäubungspflaster geben, das auf die Haut geklebt wird, damit die Impfung nicht wehtut. Warum verwendet das mein Kinderarzt nicht?
Weil es bei Impfungen leider nicht wirkt. Wie alle Salben und Cremes erreicht der Wirkstoff nur die Haut, wird aber in der darunter liegenden gut durchbluteten Fettgewebsschicht abtransportiert. Bei einer Impfung schmerzt aber nicht so sehr der Einstich durch die Haut, sondern vielmehr das Einspritzen der Flüssigkeit (meist 0,5 bis 1 ml) in den Muskel. Und dort kann das Pflaster nicht wirken. Das Betäubungspflaster hilft lediglich bei oberflächlichen Eingriffen wie beim Entfernen von Dellwarzen oder auch bei Blutabnahmen.

Kann ich mein Baby homöopathisch unterstützen, damit es Impfungen eventuell besser verträgt?
Ja. Ist Ihr Baby kräftig und wohlgenährt, geben Sie direkt vor der Impfung 3 Globuli Thuja C30. Wenn Ihr Kind dagegen eher zart und zerbrechlich wirkt, dann geben Sie besser Silicea C30, ebenfalls 3 Globuli.

Sollte ich, nachdem mein Baby geimpft worden ist, in den folgenden 24 Stunden am besten zu Hause bleiben?
Aber nein, überhaupt nicht. Das einzige, was man vielleicht nicht am gleichen Tag machen sollte, ist schwimmen gehen. Gegen normale Ausflüge und Spaziergänge spricht überhaupt nichts, solange es Ihrem Schatz gut geht. Bedenken Sie, in der überwiegenden Zahl der Impfungen werden Sie keine wesentliche Wirkung oder Nebenwirkung an Ihrem Liebling bemerken. Und nur für den Fall, dass tatsächlich Fieber oder Schmerzen an der Impfstelle auftreten, sollten Sie (neben der Gabe eines Fieberzäpfchens) einen größeren Ausflug durch einen kleinen Spaziergang von 30 bis 60 Minuten ersetzen.

Das Kind meiner Nachbarin hat nach einer Impfung einen Fieberkrampf bekommen. Davor habe ich große Angst. Wie soll ich mich entscheiden?
Nur wenn Ihr Baby zu Fieberkrämpfen neigt, kann ein solcher durch eine Impfung auch ausgelöst werden. Ob dies so ist, weiß aber niemand im Voraus. Die Statistik zeigt aber eindeutig, dass geimpfte Babys genauso häufig Fieberkrämpfe haben wie ungeimpfte. Die Bereitschaft eines Kindes zu Fieberkrämpfen wird also nicht durch Impfungen verursacht, sondern durch andere Gründe, die wahrscheinlich genetisch bedingt sind. Dies bedeutet, dass einem Kind, das nach einer Impfung einen Fieberkrampf bekommt, durch Nichtimpfen dieser Fieberkrampf nicht erspart geblieben wäre, sondern es hätte ihn ein andermal im Rahmen eines fieberhaften Infektes bekommen. Deshalb gibt es keinen Grund, Ihren Schatz aus Angst vor einem Fieberkrampf nicht impfen zu lassen.

Hausapotheke
Babys werden ja meist Freitagabends oder am Wochenende krank. Ich möchte gern Vorsorgen. Gibt es empfehlenswerte Medikamente, die ich zu Hause haben sollte?
Ja, es gibt auf jeden Fall ein Paar Dinge, die Sie für den Fall der Fälle haben sollten. Diese Arzneien ersetzen selbstverständlich grundsätzlich nicht den Besuch beim Kinderarzt. Spätestens wenn die häusliche Behandlung keine Besserung bringt, gehen Sie mit Ihrem Kind zum Arzt; je jünger das Kind, desto dringlicher.

Arzneimittel für die Hausapotheke
► Kochsalz- oder Meersalz-Nasentropfen für Babys (bei Schnupfen, kann man auch selbst zubereiten. Muttermilch kann aber genauso gut verwendet werden.
► Paracetamol-Zäpfchen für Säuglinge (wenn es Ihrem Schatz bei höherem Fieber nicht gut geht).
► Elektrolytlösung für Säuglinge (bei starkem Durchfall und/oder Erbrechen).
► Gegebenenfalls abschwellende Nasentropfen für Säuglinge (wenn Ihr Baby so starken Schnupfen hat, dass es nicht mehr richtig trinken oder schlafen kann).
► Octenisept® (Haut-Desinfektionsmittel, das so gut wie nicht brennt und deshalb bei Babys und Kleinkindern bei verunreinigten Schürfwunden und Kratzern optimal ist).
► Kühlendes Gel wie Fenistil®-, Systral®- oder Soventot®-Gel (bei Insektenstichen).
► Gegebenenfalls sekretlösender Hustensaft (chemisch oder pflanzlich) oder pflanzliche Hustenzäpfchen (zum Unterstützen des Abhustens).
► Bunte Kinderpflaster (denn ab einem bestimmten Alter wirken neben Streicheln oder Pusten auf einen blauen Fleck Kinderpflaster oft Wunder für das kindliche Gemüt).

Ich möchte gern anfangs bei leichteren Erkrankungen Homöopathie einsetzen. Können Sie einige Empfehlungen geben?
Es macht Sinn, einige wichtige homöopathische Arzneien zu Hause zu haben. Die allerwichtigsten sind sicherlich Aconitum, Belladonna, Arnica, Chamomilla und bei Kindern, die zu Mittelohrentzündung neigen, Pulsatilla. Im Kasten unten stehen noch einige weitere Vorschläge, und individuell können für das eine oder andere Kind weitere Arzneien sinnvoll sein. Angemerkt sei aber, dass bei komplexeren Problemen ein Kinderarzt mit klassischer Homöopathieausbildung aufgesucht werden sollte, der in ausführlichen Gesprächen die individuell genau zu Ihrem Kind passende Arznei auswählt. Diese Arznei wird dann Konstitutionsmittel genannt. Auch an dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass Sie natürlich zum Kinderarzt gehen sollten, wenn Ihr Baby schwerer krank ist oder wenn nach homöopathischer Selbstbehandlung keine Besserung zu erkennen ist.

Homöopathische Hausapotheke
▶ Aconitum C30 oder D30 (Eisenhut)
Anfangsmittel bei den ersten Anzeichen eines Infekts, Pseudokrupp:
3-mal im Abstand von je 2 Stunden 3 Globuli.
Plötzlicher stürmischer Beginn einer Erkrankung, plötzliches Fieber, trocken, Schüttelfrost, Unruhe, Angst, Aufregung, Folge von kaltem Wind/Gewitter/Zugluft
▶ Arnica C30 oder D30 (Bergwohlverleih)
Bei Verletzung jeder Art:
1 Einzelgabe 3 Globuli.
Schnittwunden, Prellungen, Verbrennung, Verstauchung, Knochenbruch, auch Gehirnerschütterung, Muskelkater, Operationen, Nasenbluten nach Verletzung
▶ Belladonna C6 oder D6 (Tollkirsche)
Bei Infekt, hohem Fieber, Folgemittel nach Aconitum: 3-mal täglich 3 Globuli (Beginn 1 Stunde nach letzter Aconitum-Gabe).
Rot, warm, feucht, heftig, schwitzend, dampfend, hohes Fieber mit rotem Kopf und kalten Fländen/Füßen, Fantasieren im Schlaf, pochender/pulsierender Schmerz
▶ Cantharis C30 oder D30 (Spanische Fliege)
Bei akuter Verbrennung oder Verbrühung:
Alle 10 Minuten 3 Globuli, bis eine Besserung eintritt. Bei starkem Sonnenbrand:
1 Einzelgabe 3 Globuli, Wiederholung bei Bedarf alle 12 Stunden für 2 bis 3 Tage, bis eine Besserung eintritt.
▶ Chamomilla C6 oder D6 (Echte Kamille)
Bei Zahnen, Blähungen, Infekt mit Ohrenschmerzen: 3-mal täglich 3 Globuli.
Kind ist unruhig, laut-zornig, will hochgenommen werden, aber auch wieder runter, man kann nichts recht machen, ist gereizt, Wange/Ohr einseitig rot
▶ Colocynthis C6 oder D6 (Koloquinte)
Bei Bauchkoliken/Dreimonatskoliken:
3-mal täglich 3 Globuli.
Besserung durch Anziehen der Beine oder durch Abgang von Winden, Massage und Wärme tut gut
▶ Dulcamara C6 oder D6 (Bittersüß)
Bei Infekten nach Nässe/Kälte, Blasenentzündung:
3-mal täglich 3 Globuli.
Folge von Nässe/Kälte/Durchnässung, Folge von Sitzen auf kaltem Steinboden, zu lange im Wasser am heißen Sommertag, inneres Kältegefühl, Infekt mit Husten oder Durchfall, Schmerzen beim Wasserlassen
▶ Euphrasia C6 oder D6 (Augentrost)
Bei Bindehautentzündung:
3-mal täglich 3 Globuli.
Augen gerötet, tränen, gelbliches Sekret

▶ Ferrum phosphoricum C6 oder D6 (Eisenphosphat)
Fieber- und Entzündungsmittel im akuten oder mittelakuten Stadium:
3-mal täglich 3 Globuli.
40 °C Fieber, spielt dabei vergnügt, guter Allgemeinzustand, Infekt der Luftwege mit lästigem Reizhusten, Fließschnupfen mit Niesen, Ohrenschmerzen
▶ Hepar sulfuris C6 oder D6 (Schwefelleber)
Bei eitrigen Infekten, Krupphusten:
3-mal täglich 3 Globuli.
Schnupfen mit dick-gelbem Sekret, z.T. übelriechend, gelber Auswurf, kälteempfindlich, Flalsschmerzen wie durch einen Splitter, Heiserkeit, beitender Husten, Krupphusten, eitrige Fieberbläschen, Furunkel
▶ Lycopodium C30 oder D30 (Bärlapp)
Bei Bauchkoliken/Dreimonatskoliken:
1-mal 3 Globuli am Nachmittag oder abends. Schreiendes Baby am Nachmittag nach 16 Uhr oder abends, geblähter Bauch
▶ Pulsatilla C6 oder D6 (Küchenschelle)
Bei Infekt mit Ohrenschmerzen/bei beginnender Mittelohrentzündung:
3-mal täglich 3 Globuli.
Schleimig-milde Absonderungen aus der Nase, Kind ist weinerlich-jammrig, will getröstet werden, Ohrenschmerzen, schlimmer nachts, Besserung an der frischen Luft, wenig Durst
▶ Sambucus nigra C6 oder D6 (Schwarzer Holunder)
Bei verstopfter Nase wegen Schleimhautschwellung bei Säuglingen:
3-mal täglich 3 Globuli
Schnorchelnde Atmung des Säuglings, hörbares Sekret

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