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Maßnahmen in der Schwangerschaft gegen Allergien – Stillen Beikost Impfungen

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Maßnahmen in der Schwangerschaft gegen Allergien
Die gute Nachricht zuerst: Während der Schwangerschaft dürfen Sie essen, was Ihnen schmeckt und was Ihnen gut bekommt.

Es macht keinen Sinn, Nahrungsmittelallergene zu meiden und bestimmte Diäten einzuhalten, denn nach heutigem Erkenntnis-stand haben Auslassdiäten keinen schützenden Effekt. Wenn Sie auf eine ausgewogene Ernährung achten, reicht das völlig aus.

Auf etwas sollten Sie jedoch unbedingt verzichten: auf das Rauchen. Aus mehreren Untersuchungen geht hervor, dass Kinder deutlich häufiger an Allergien erkranken, wenn ihre Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben. Grundsätzlich neigen Kinder rauchender Mütter stärker zu überschießenden Immunreaktionen als Kinder von Nichtraucherinnen. Bei einer erblichen Vorbelastung für Allergien steigt das Krankheitsrisiko des Kindes um das 20-fache. Auch Passivrauchen ist gefährlich. Meiden Sie deshalb Raucherzonen in öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln, und sorgen Sie dafür, dass weder an Ihrem Arbeitsplatz noch in Ihrer Wohnung, Ihrem Auto oder Ihrem sonstigen Umfeld geraucht wird.

Wissenschaftliche Untersuchungen des Umweltforschungs-zentrums Leipzig-Halle wiesen nach, dass eine erhöhte Konzentration von Chemikalien in der Raumluft das Immunsystem des ungeborenen Kindes beeinflussen und sein späteres Allergierisiko erhöhen kann. Die Schadstoffkonzentration ist häufig infolge von Renovierungsarbeiten deutlich erhöht. Damit die Ausdünstungen aus Anstrichen, Klebstoffen, Möbeln, Teppichen und anderen Einrichtungsgegenständen entweichen können, sollten werdende Eltern das künftige Kinderzimmer wenige Woche vor oder nach der Geburt ihres Kindes nicht renovieren.

Die richtige Ernährung Stillen – das A und 0
Stillen ist ein hochwirksames Mittel, um das Risiko einer atopischen Allergie also einer Allergie, bei der die erbliche Veranlagung eine Rolle spielt, zu senken – darauf deuten viele Studien hin. Die Wissenschaftler vermuten, dass bestimmte Immunfaktoren in der Muttermilch den Säugling vor Allergien schützen. Wenn Sie Ihr Kind volle vier – besser sechs – Monate ausschließlich stillen, geben Sie ihm die beste und gesündeste Ernährung. Verzichten Sie während dieser Zeit auf jegliche Zufütterung von Fremdeiweiß (beispielsweise Kuhmilch).

Sollte sich bei dem Baby während der Stillphase eine Neurodermitis bilden oder verstärken, ist es wichtig, den Kinderarzt zu informieren. Möglicherweise muss dann ein RAST-Test auf Nahrungsmittelallergien durchgeführt werden.

Falls Sie nicht oder nur teilweise stillen können, sollten Sie Flaschennahrungen wählen, die kaum Allergene enthalten, sogenannte hypoallergene Säuglingsnahrungen (HA-Nahrungen) – zum Beispiel Aletemil HA.Aponti HA, Aptamil HA, Humana HA, Hipp HA, Milasan HA, Milumil HA, Nestle Alfare, Nutramigen und andere. Dies gilt aber nur für stark allergiegefährdete Kinder. Gesunde Eltern sollten ihrem Kind nicht „vorbeugend“ HA-Nahrung füttern. Der behandelnde Kinderarzt wird Sie bei der Wahl der geeigneten Flaschennahrung beraten.

Normalerweise dürfen auch stillende Frauen (mit Ausnahme der Nahrungsmittel, gegen die sie selbst allergisch sind) alles essen. Trägt ein Kind ein sehr hohes Allergierisiko, kann es sinnvoll sein, während der Stillphase hochallergene Nahrungsmittel zu meiden, da diese in die Muttermilch übergehen können.

Das ist jedoch nur in Ausnahmefällen erforderlich. Halten Sie deshalb vor jeder Auslassdiät zunächst Rücksprache mit dem Kinderarzt.

Während der Stillphase nicht rauchen
Nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch während der Stillzeit sollten Sie nicht rauchen, um das Allergierisiko Ihres Kindes zu senken.

Besonders wichtig: Allergene meiden und Stillen in der Schwangerschaft
Nach den derzeit vorliegenden Studien sind das Stillen und das Vermeiden von potenten Allergenen in der Säuglingszeit besonders wichtig. Mit diesen Maßnahmen können Sie das Risiko für Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien bei Ihrem Kind (zumindest während der ersten beiden Lebensjahre) verringern.

Geeignete Beikost
Nach dem vierten, möglichst erst nach dem sechsten Lebensmonat sollte allmählich Beikost zugefüttert werden, denn ab diesem Zeitpunkt können Muttermilch oder Milchersatznahrung den Nährstoffbedarf des wachsenden Kindes nicht mehr decken. Die Säuglinge benötigen dann Beikost aus verschiedenen Lebensmittelgruppen (Gemüse, Obst, Getreide, Fleisch, Fette und Getränke).

Keine hochallergenen Lebensmittel während des ersten Lebensjahres
Bestimmte Nahrungsmittel haben eine hohe allergene Potenz und rufen häufig Sensibilisierungen oder Unverträglichkeiten hervor: Dazu zählen vor allem Eier, Fisch, Nüsse und Soja(-Produkte). Diese sollten Sie Ihrem Kind erst schrittweise nach dem ersten Lebensjahr geben und dann darauf achten, ob es sie verträgt.

Gut als Beikost geeignet sind allergenarme Nahrungsmittel, die selten Sensibilisierungen hervorrufen, zum Beispiel bei
• Gemüse: Kartoffeln, Kürbis, Blumenkohl, Broccoli, Zucchini, Karotten, Spinat, Mangold, Gurken,
• Obst: Äpfel, Birnen, Bananen, Beeren,
• Getreide: Hirse, Hafer, Dinkel, Reis, später dann Roggen und Weizen,
• Fleisch: Geflügel, Lamm, Kalb und Rind,
• Fetten: Raps-, Sonnenblumen-, Maiskeimöl, Butter und Margarine.

Empfehlenswerte Getränke sind Mineralwasser, das zur Säuglingsnahrung geeignet ist, verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sowie Tee (besonders Kamillentee und Stiefmütterchentee). Gehen Sie bei der Einführung von Beikost am besten schrittweise vor und geben Sie Ihrem Baby die einzelnen Lebensmittel zunächst in gegarter Form und löffelweise, später als vollständigen Brei. Nachdem Sie ein neues Nahrungsmittel eingeführt haben, müssen Sie mindestens zwei (besser drei bis vier) Tage abwarten, um zu sehen, wie Ihr Kind darauf reagiert. Bei guter Verträglichkeit können Sie die Kost anschließend auf weitere Produkte ausdehnen. Kommt es dagegen zu Unverträglichkeiten (zum Beispiel zu Blähungen oder zu Neurodermitis), muss das
jeweilige Lebensmittel abgesetzt und das weitere Vorgehen mit dem behandelnden Kinderarzt (oder einer Ernährungsfachkraft) besprochen werden.

Das häusliche Umfeld in der Schwangerschaft
Allergieauslösende Substanzen stecken nicht nur in Nahrungsmitteln, sie schwirren auch durch die Luft und verbergen sich unter anderem in Einrichtungsgegenständen, Reinigungs- und Körperpflegeprodukten und nicht zuletzt im Fell von Haustieren. Achten Sie auf die folgenden Allergiequellen und versuchen Sie, diese zu meiden – so gut es geht:
• Die Haut von Säuglingen ist sehr empfindlich und braucht deshalb eine sanfte, schonende Pflege. Verwenden Sie zum Waschen und Baden reines, nicht zu warmes Leitungswasser und wählen Sie zur Hautpflege nur solche Produkte, die keine Zusatzstoffe enthalten. Hat Ihr Kind besonders trockene Haut oder bereits Ekzeme, benötigt es die vom Arzt empfohlenen oder verordneten Mittel.
• Hausstaubmilben zählen zu den häufigsten Allergieauslösern. Sorgen Sie deshalb dafür, dass die Milben möglichst wenig „Nahrung“ in Ihrer Wohnung finden.
• Beugen Sie Schimmelpilzen vor. Das schützt sowohl die Gesundheit Ihres Kindes als auch die aller anderen Familienangehörigen
• Halten Sie Ihr Kind von Tabakrauch fern. Auch Passivrauchen wirkt sich negativ auf die Atemwege aus. Erklären Sie Ihre Wohnung, Ihr Haus und Ihr Auto zur rauchfreien Zone und sorgen Sie dafür, dass jeder Rücksicht auf die Gesundheit Ihres Kindes nimmt.
• „Schmücken“ Sie Ihr Kind nicht mit Modeschmuck, der häufig Spuren von Nickel und/oder anderen Metallen enthält, die Kontaktekzeme hervorrufen können. Ohrstecker und Piercings sind für kleine Kinder ein absolutes Tabu.
• Haustiere können, müssen aber keine Allergien auslösen. Es gibt unterschiedliche Studienergebnisse: Einige deuten daraufhin, dass Haustiere (insbesondere Katzen) grundsätzlich problematisch sind, andere, dass der Umgang mit bestimmten Tieren sogar einen schützenden Effekt haben kann.

Aller Wahrscheinlichkeit nach kommt es auf die Tierart an: Hunde sensibilisieren deutlich seltener als Katzen, Meerschweinchen, (Gold)Hamster, Kaninchen und andere Nagetiere. Ob ein Kind allerdings eine Allergie entwickelt, lässt sich kaum Vorhersagen. Sicherheitshalber sollten Sie aber besser auf Haustiere verzichten, wenn bereits ein Mitglied der Familie an einer allergischen Erkrankung (allen voran an Asthma) leidet.

Ein bisschen Dreck darf sein
Eine Reihe von Studien weist nach, dass Kinder, die in extrem sauberen Haushalten aufwachsen, ein deutlich höheres Risiko haben, an einer erblich bedingten Allergie zu erkranken, als Kinder, die in einer weniger sterilen Umgebung groß werden. Schuld daran ist vermutlich ein „verweichlichtes“ Immunsystem, das in den ersten Lebensjahren zu selten mit Bakterien und Viren konfrontiert wird – und deshalb später überempfindlich auf harmlose Substanzen wie Blütenpollen, Nahrungsmittel oder Tierhaare reagiert.

Da unser Immunsystem offenbar ein gewisses Training im Umgang mit Keimen und Viren braucht, stiftet zu viel Sauberkeit mehr Schaden als Nutzen. Übertreiben Sie es deshalb nicht mit der Körperpflege. Wenn sich Ihr Kind nach dem Besuch der Toilette, nach dem Kontakt mit Menschen, die eine ansteckende Erkrankung haben, und vor dem Essen die Hände wäscht, reicht das völlig aus. Lassen Sie es ruhig auf dem Boden sowie in Sand und Matsch spielen. Selbst wenn es gelegentlich etwas davon in den Mund bekommt, richtet das in aller Regel keinen Schaden an. Schnuller, die auf den Boden gefallen sind, brauchen Sie nicht zu desinfizieren, sondern nur mit Wasser abzuspülen oder abzuwischen. Im Kontakt mit solchen Stoffen „lernt“ das Immunsystem, Krankheitskeime abzuwehren. Dann wird es auch mit anderen Fremd- und Reizstoffen, die von außen auf den Körper einwirken, besser fertig.

Verzichten Sie beim Hausputz auf aggressive Putz- und Desinfektionsmittel (zum Beispiel mit Triclosan), die allergische Reaktionen hervorrufen können und deshalb nur in Ausnahmefällen, aber nicht routinemäßig in Haus und Wohnung verwendet werden sollten. Auch Dämpfe aus Lösungsmitteln in Farben oder Lacken können die Entstehung von Allergien begünstigen. Achten Sie darauf, dass vor allem Babys nicht in Kontakt mit solchen Stoffen kommen.

Machen Sie sich keine übertriebenen Sorgen, wenn sich Ihr Kind zum Beispiel im Kindergarten oder in der Vorschule mit Husten, Schnupfen oder einer anderen harmlosen Infektionskrankheit ansteckt. In der Regel besteht kein Grund, das Kind zum Beispiel während einer Erkältungswelle vom Kindergarten fernzuhalten. Eine gewisse Einschränkung ist nur erforderlich, wenn Ihr Kind zu Asthma neigt: Dann sollte es sich nicht unnötig häufig und lange in der Nähe von Kindern aufhalten, die an einer Virusinfektion erkrankt sind.

Grundsätzlich gilt: Ein früher Kontakt mit Mikroben schützt vor späteren Allergien. Aus mehreren wissenschaftlichen Studien – unter anderem an der Berliner Charite – geht hervor, dass kleine Kinder, die häufig Schnupfen und Fieber haben, im Schulalter seltener Asthma und andere allergische Erkrankungen entwickeln.

Antibiotika mit Bedacht einsetzen
Kinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten mit Antibiotika behandelt werden, erkranken bis zum siebten Lebensjahr häufiger an Allergien und Asthma. Das ist das Resultat einer US-amerikanischen Untersuchung. Die Forscher stellten fest, dass diese Kinder im Alter von sieben Jahren 2,5-mal häufiger Asthma bekamen als diejenigen, die keine Antibiotika erhalten hatten. Ähnliche Ergebnisse liefert die Auswertung mehrerer kanadischer Studien: Die Behandlung mit einem Antibiotikum verdoppelt offensichtlich das Asthmarisiko, und mit jeder zusätzlichen Therapie steigt das Krankheitsrisiko weiter an.

Antibiotika, so die Forderung der Mediziner, sollten deshalb bei Kleinkindern nur in begründeten Fällen eingesetzt werden – und nicht etwa gegen Viruserkrankungen wie Erkältung oder Grippe, gegen diese Mittel ohnehin wirkungslos sind.

Schutzimpfungen
Eine Zeitlang ging man davon aus, dass Impfungen das Allergierisiko von Kindern erhöhen. Neuere wissenschaftliche Studien haben diese Annahme jedoch widerlegt.
Deshalb raten Kinderärzte und Allergologen, unbedingt so-wohl allergiegefährdete Kinder impfen zu lassen als auch solche, die bereits allergische Reaktionen gezeigt haben. Jedes Kind hat ein Recht auf Impfschutz. Darunter fallen Maßnahmen gegen
• Diphtherie,
• Keuchhusten,
• Kinderlähmung (Poliomyelitis),
• Masern,
• Mumps,
• Röteln sowie
• Tetanus.

Schluckimpfungen gegen Allergien
Die „Dreckhypothese“ veranlasste die Forscher, beim Vorbeugen von Allergien neue Wege einzuschlagen: Wenn Kinder, die auf traditionellen Bauernhöfen aufwachsen und früh Kontakt mit Tieren und Schmutz in Ställen haben, später tatsächlich seltener an Allergien erkranken, was liegt dann näher, als das Immunsystem gefährdeter Kinder von Anfang an mit Bestandteilen von Bakterien aus Stallschmutz zu stimulieren?

Erste Tierversuche, bei denen schwangere Mäuse Bestandteile von Stallstaub einatmeten, waren erfolgreich: Das Immunsystem der Mäuseembryos wurde gegen Allergien trainiert. Zurzeit wird in mehreren Ländern getestet, ob Schluckimpfungen mit bestimmten Stallbakterien Kinder vor Allergien schützen können. Dazu zählen auch zwei größere Studien an der Berliner Charite. Bei der ersten bekamen Säuglinge, die bereits an Neurodermitis erkrankt waren, Lactobazillen (Lactobazillus GG) auf die Zunge. Dabei zeigte sich, dass die Bazillen den natürlichen Krankheitsverlauf nicht günstig beeinflussen konnten.

Eine zweite Studie wird derzeit an gesunden Babys durchgeführt, deren Eltern Allergiker sind. Erste Ergebnisse dieser Studie liegen voraussichtlich Ende 2007 vor.

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