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Wärmepackungen und Fango – Thermotherapie Moor Munari

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Arten der Wärmetherapie

Verschiedene Arten der Wärmetherapie finden seit Jahrtausenden Anwendung im medizinischen sowie physiotherapeutischen Bereich. Eine Art der Anwendung sind sogenannte Wärmepackungen. Schon bei den Römern in der Antike waren Wärmebehandlungen mit Hilfe von Wärmepackungen bekannt. Und auch heute noch kommen Wärmepackungen gerne bei körperlichen Symptomen zum Einsatz, deren Linderung oder Weiterbehandlung durch Wärme positiv bedingt wird. Die Behandlung mit Wärmepackungen muss nicht zwingend vom behandelnden Arzt oder Physiotherapeuten durchgeführt werden. Unter Beachtung einiger Anwendungsregeln, kann die Applikation auch zu Hause erfolgen. Dies sollte allerdings immer unter dem Gesichtspunkt des individuellen Behandlungsfalls bewertet werden und im Zweifelsfall mit einem Arzt Rücksprache gehalten werden.

Was sind Wärmepackungen?

Der Begriff Wärmepackung steht als Oberbegriff für eine Behandlungsform, bei der dem Patienten wärmespeichernde Substanzen auf die Haut aufgetragen werden. Die Substanzen können je nach Anwendungsfall direkt auf die Haut aufgetragen werden oder indirekt. Bei einer indirekten Auftragung werden meist Leinentücher oder Folien verwendet, in denen die erwärmten Substanzen eingewickelt sind. Ziel der Anwendung ist eine Übertragung der Wärme von den Substanzen auf die gegebenenfalls zu behandelnden Körperstellen des Patienten. Da durch den Wärmeeinfluss eine Aktivierung der behandelten Körperstelle erfolgt, spricht man auch von Reiztherapie. Die Größe und das Volumen der Wärmepackung ergibt sich aus dem jeweiligen Anwendungsfall. Kleinere Wärmepackungen eignen sich für eine punktuelle Behandlung, während mit großvolumigen Packungen auch großflächigere Anwendungen möglich sind. Durch die Anwendungsart sowie die verwendeten Substanzen, kann die Wärme bis tief in die Gewebe eindringen. Hierdurch ist ein bedeutender Unterschied zu bekannten Behandlungsmethoden der Hausmedizin gegeben, bei denen Kirschkernkissen, Wärmflaschen, Wärmekompressen oder ähnliches benutzt werden. Im Unterschied zu Wärmepackungen kann die Wärme bei vorgenannten Hilfsmitteln nicht in die tiefen Regionen der Gewebe vordringen, sondern verbleibt oberflächlich.

Als Füllung der Wärmepackungen werden üblicherweise natürliche organische sowie mineralhaltige Substanzen verwendet. Am bekanntesten sind Anwendungen mit sogenannten Peloiden wie Moor oder Fango. Bei Fango handelt es sich um einen vulkanischen Mineralschlamm. Lehm und Kreideschlamm gehören ebenfalls zu den Peloiden. Auch das sogenannte Munari ist eine bekannte Form der Anwendung bei Wärmepackungen. Bei Peloiden handelt es sich um fein gemahlene Gesteine, die zur Herstellung von Schlämmen verwendet werden. Diese feinen Gesteine, sind über die Jahrtausende durch natürliche Einflüsse wie geologische, biologische und physikalische Besonderheiten der Natur entstanden. Neben organischen Peloiden sind auch anorganische Peloide bekannt. Bei der Auswahl der für den jeweiligen Fall geeigneten Substanz kommt es vor allem auf die Verträglichkeit bei dem Patienten sowie die Wärmeleitfähigkeit an. Grundsätzlich ist von einer höheren Wärmeleitfähigkeit auszugehen, je höher der Wasseranteil in der verwendeten Substanz ist.

Die meisten der für Wärmepackungen notwendigen Mittel sind im Handel erhältlich. Bestandteile wie Moor, Fango und Munari können in den meisten Apotheken käuflich erworben werden. Die Herstellung von Wärmepackungen ist somit grundsätzlich auch zu Hause möglich.

Wie werden Wärmepackungen angewendet?

Die möglichen Anwendungsarten sowie die Formen der Wärmepackungen sind sehr vielfältig. Eine Anwendung in Form von Wickeln oder Umschlägen stellt eine der meist genutzten Applikationen dar. Hierbei wird die Wärmepackung um die entsprechende Körperstelle gewickelt, wodurch eine gleichmäßige Übertragung der Wärme von der Packung auf den Körper erwirkt wird. Bei einer direkten Auftragung auf die Haut bietet sich eine Zubereitung der Packung in Salbenform an. Dies ist insbesondere bei kleinflächigen Auftragungen sinnvoll und kann vom Patienten auch selbst gemacht werden. Bei großflächigen Behandlungen können Teil- oder Vollbäder zum Einsatz kommen. Hierbei wird die Masse der Packung in eine Wanne gegeben, in die sich anschließend der Patient begibt. Ziel ist eine gleichmäßige Überdeckung eines Teils des Körpers oder des ganzen Körpers. Bekannt sind diesbezüglich vor allem Moorbäder. Auch eine orale Einnahme als Nahrungsergänzung bestimmter Peloide ist denkbar. Dies sollte allerdings zunächst mit dem zuständigen Arzt abgestimmt werden.

Für gewöhnlich werden die für die Wärmepackung verwendeten Substanzen mit Wasser vermischt und zu einem Brei verrührt. Die Wärme des Wassers hängt von der jeweiligen Anwendung ab, sollte aber auf keinen Fall 50 Grad Celsius überschreiten. Bei Anwendungen als Packungsbad, werden die Substanzen direkt in die Wanne gegeben und dort mit Wasser vermengt. Bei direkten Anwendungen, wird die Masse mehrere Zentimeter dick auf die zu behandelnde Körperstelle aufgetragen. Bei indirekten Anwendungen, wird die in Tücher oder Folie gewickelte Masse auf die Körperstelle aufgelegt. Wichtig ist es eine ausreichende Einwirkungsdauer einzuhalten. Diese kann je nach Anwendungsfall zwischen 15 bis 120 Minuten betragen. Um den Körper nach der Anwendung nicht zu überanstrengen, sollte nach der Behandlung zudem eine Ruhephase eingeplant werden. Achten Sie auf Ihren Kreislauf und trinken Sie bei ausgedehnten Behandlungen genug, damit ihr Körper stabil bleibt. Bei der anschließenden Waschung, sollte zu starke Reibung vermieden werden. Spülen Sie die Wärmepackung sanft ab, damit keine Irritationen oder Risse in der Haut entstehen. Zur Förderung der Durchblutung kann beispielsweise bei Wärmepackungen mit Munari auch eine Wärmelampe zum Einsatz kommen, die zusätzlich stimulierende Wirkungen haben kann.

Eine alternative Anwendungsform ist beispielsweise bei großflächigen Fangopackungen möglich. Hierzu wird zunächst eine Fangopackung vorbereitet und auf einer stabilen Unterlage gleichmäßig ausgebreitet. Der entkleidete Patient kann sich sodann direkt auf die Packung legen und die Masse, die sich in den Leinentüchern befindet, um den Körper modelliert werden. So findet eine optimale, großflächige Wärmeübertragung statt.

Wozu werden Wärmepackungen verwendet?

Wärmepackungen werden überwiegend zur Förderung der Durchblutung der zu behandelnden Körperregionen eingesetzt. Hierbei macht man sich die Zirkulation des Blutes im Körper zu Nutze. Denn die Blutzirkulation hilft die Wärme durch den Körper zu transportieren. Ähnlich wie bei Kälte reagiert der Körper sowie dessen Gefäße auch bei Wärmeeinwirkung. Die erhöhte Temperatur wird im Körper von den sogenannten Thermorezeptoren registriert. Diese Nerven geben daraufhin einen Impuls auf die Gefäße ab. Registrieren die Rezeptoren einen Anstieg der Temperatur, wird eine Erweiterung der Gefäße ausgelöst. Durch die nun erhöhte Blutzirkulation ergibt sich eine verbesserte Durchblutung.

Oft kommen Wärmepackungen daher bei physiotherapeutischen Behandlungen zum Einsatz, um Muskulaturen zu entspannen oder Blockaden zu lösen. Dies geschieht zum Beispiel vor Massagen, um Verspannungen vorab zu lockern. Zusätzlich können auch Wärmelampen oder warme Luft zum Einsatz kommen. Ziel ist es die Wärme in die Gewebeschichten zu transportieren, um diese geschmeidiger zu machen. Das Lösen von Krämpfen oder Verspannungen wird hierdurch erleichtert und die Massur gleichzeitig weniger schmerzhaft.

Die Größe der Wärmepackung sowie die verwendeten Substanzen richten sich nach dem individuellen Anwendungsfall. Sowohl punktuelle Behandlungen als auch großflächige Anwendungen sind möglich. Andere Krankheitsbilder, bei denen Peloide in Verbindung mit Wärme angewendet werden sind Osteoporose, Rheuma, Nervenentzündungen oder auch Arthrose. Auch bei Gicht greifen einige Ärzte zu einer unterstützenden Behandlung mit Wärmepackungen. Bei Verletzungen oder bei Schmerzen als Folge nach einem Unfall können Wärmepackungen zum Heilungsprozess beitragen. Ähnliches gilt während der Rehabilitationsphase nach orthopädischen Operationen. Auch hier kann der Einsatz von Wärmetherapien dem Genesungsprozess zuträglich sein. Inwieweit die Wirk- und Mineralstoffe der Peloide dabei tatsächlich in die Haut eindringen und eine medizinische beziehungsweise heilende Wirkung entfalten, ist unter Fachleuten nicht immer ganz eindeutig. Eine Wirkung, die über die Reaktion des Körpers auf die Wärme hinausgeht, ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen.

Was ist bei der Anwendung von Wärmepackungen zu beachten?

Bei der Verwendung von Wärmepackungen gilt es einige Aspekte zu beachten, um eventuellen Komplikationen vorzubeugen. Bei Behandlungsbeginn kann es zu Schmerzen kommen. Zum Beispiel weil die schmerzenden Regionen des Körpers mit der Wärme reagieren. Bei Schmerzempfindlichkeit sollte besondere Obacht gegeben werden. Frauen in den Wechseljahren oder mit Hormonschwankungen sollten daher zunächst mit einem Facharzt Rücksprache halten. Insbesondere bei einem niedrigen Spiegel des weiblichen Hormons Östrogen, kann es zu einer verstärkten Schmerzempfindlichkeit kommen, wodurch sich eine Therapie mit Wärmepackungen als ungeeignet darstellen kann.

Besondere Vorsicht sollte auch bei schwachem Kreislauf oder Herzkrankheiten geboten sein. Die Wärmezufuhr kann im Körper zu einer Belastung des Kreislaufs und des Herzens führen, da die Blutzirkulation angeregt wird. Betroffene Patienten mit Kreislaufbeschwerden oder Herzkrankheiten sollten daher unter Umständen von einer Anwendung absehen. Gleiches gilt bei Tumorerkrankungen oder Hautentzündungen. In diesen Fällen sollte gänzlich auf eine Anwendung von Wärmepackungen verzichtet werden.

Sollten die Patienten besonders empfindliche Haut haben, sollte dies bei der Abwägung einer direkten oder indirekten Auftragung der Wärmepackung berücksichtigt werden. Eventuell in der Packung enthaltene Partikel können die Haut reizen oder gar zu Rissen führen, wenn nicht vorsichtig genug vorgegangen wird. Zudem kann es bei empfindlicher Haut zu Hautirritationen aufgrund der reizenden Wirkung der Wärmepackungen kommen.

Sollte wiederum eine verminderte Schmerzempfindlichkeit vorliegen, so ist dies bei besonders hohen Temperaturen der Packung zu berücksichtigen. Insbesondere bei Diabetikern kann dies der Fall sein. Eine verminderte Schmerzempfindlichkeit kann dazu führen, dass der Patient negative Auswirkungen der Wärme im sowie auf dem Körper gar nicht oder erst zu spät wahrnimmt. Eine entsprechende Beobachtung ist daher wichtig.

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