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Welche COVID-19 Impfstoffe sind sicher Pfizer Moderna AstraZeneca Johnson Sputnik V

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Welche COVID-19 Impfstoffe sind sicher?
Seit dem Bekanntwerden des ersten Covid-19 Falls hat sich der Virus zu einer weltweiten Pandemie ausgebreitet. Mit enormen sozialen und wirtschaftlichen Folgen haben Regierungen aller Länder versucht die Ausbreitung des Covid-19 Virus durch unterschiedliche Regeln und Pflichten einzudämmen. Ein Blick auf die Daten ließ jedoch schnell nur einen Schluß zu: Eine wirksame Vorgehensweise gegen den Virus kann nur in Kombination mit einem wirksamen Impfstoff gelingen. Schnell haben sich die größten und renommiertesten Wissenschaftler und Unternehmen an die Entwicklung von möglichen Impfstoffen gemacht. Bis heute gibt es mehrere zugelassene Impfstoffe, die den Bevölkerungen der Länder nach und nach verabreicht werden sollen. Doch welche Impfstoffe gibt es eigentlich und woher kommen diese? Wie funktioniert die Impfung praktisch und welche Überlegungen spielen eine Rolle, wenn man sich für eine Impfung entscheidet? Diesen und anderen wichtigen Fragen wollen wir in diesem Artikel nachgehen.

Wie funktioniert der AstraZeneca Impfstoff?
Ein Name der in diesen Tagen oft auftaucht ist AstraZeneca. Doch was ist AstraZeneca eigentlich und wie funktioniert der Impfstoff? Bei AstraZeneca handelt es sich um ein britisch-schwedisches Pharmaunternehmen, das auf verschiedenen Gebieten der Biotechnologie forscht und Produkte entwickelt. 1999 gegründet hat das Unternehmen seinen heutigen Hauptsitz in Cambridge, England.

Der von AstraZeneca entwickelte Impfstoff bewirkt eine Stimulation des menschlichen Immunsystems, um die Produktion von Antikörpern anzuregen. Die Antikörper wirken sodann gegen eine mögliche Covid-19 Infektion. In Fachkreisen spricht man auch von der Adenovirus-Vektor-Technologie, die dem AstraZeneca Impfstoff zugrunde liegt. Hierbei wird dem menschlichen Körper eine spezielle Art einer Virusvariante verabreicht, die die Produktion der Antikörper auslöst. Sollte es dann zu einem späteren Zeitpunkt nach der Impfung zu einer Berührung mit dem Covid-19 Virus kommen, sollen sich die Antikörper gegen den Virus zur Wehr setzen und eine Infektion verhindern.

Um die Produktion der Antikörper auszulösen setzt AstraZeneca eine Variante eines Erkältungsvirus ein, der üblicherweise unter Schimpansen auftritt. Dies ist notwendig, um die einzigartigen Eigenschaften der zu bildenden Antikörper zu aktivieren und somit für die hohe Wirksamkeit des Impfstoffes zu sorgen.

Wie funktionieren die Moderna und Pfizer-BioNTech Impfstoffe?
Zwei weitere Impfstoffe, die derzeit in den Medien sehr präsent sind, sind Moderna und Pfizer-BioNTech. Während es sich bei Moderna um ein US-amerikanisches Pharmaunternehmen mit Sitz in Cambridge handelt, wird das Präparat Pfizer-BioNTech in Kooperation des deutschen Forschungsunternehmens BioNTech sowie des US-amerikanischen Pharmaproduzenten Pfizer auf den Markt gebracht. Beide Impfstoffe verfolgen einen anderen Ansatz, als es bei AstraZeneca der Fall ist. Konkret basieren die Impfstoffe Moderna und Pfizer-BioNTech auf der sogenannten mRNA Technologie. Hierbei werden keine anderen Virenstämme verabreicht, die sodann das Immunsystem zur Produktion von Antikörpern anregen, wie es bei Moderna praktiziert wird. Vielmehr enthält der Impfstoff einen genetischen Code, der den menschlichen Körper dazu anregt Antikörper zu bilden, die bei einer Infektion den Covid-19 Virus angreifen und bestehen können. Da eine Impfung nicht ausreicht, muss nach circa drei Wochen eine zweite Impfdosis verabreicht werden, um einen entsprechenden Schutz zu gewährleisten. Moderna und Pfizer-BioNTech gehören zu den Impfstoffen, die von der WHO und den US-amerikanischen Aufsichtsbehörden als erste eine Zulassung für die Anwendung auf dem Markt erhalten hatten.

Wie funktioniert der Johnson & Johnson Impfstoff?
Mittlerweile gibt es einige weitere Anbieter, die ebenfalls Impfstoffe gegen den Covid-19 Virus auf den Markt bringen. Mit Johnson & Johnson hat ein weiteres US-amerikanisches Pharmaunternehmen einen Impfstoff bis zur Marktreife entwickeln können. Maßgeblich beteiligt an der Entwicklung waren die Forschungsabteilungen des Unternehmens, die in den Niederlanden sowie in Belgien ansässig sind. Bis zur Zulassung musste der Impfstoff, genau wie andere Präparate ebenfalls, strikte medizinische Tests der zuständigen Gesundheitsbehörden durchlaufen, um Wirksamkeit und mögliche Nebenwirkungen zu eruieren. Während der für Johnson & Johnson durchgeführten Studien ist aufgefallen, dass sich schwere Krankheitsverläufe um 85% reduzieren lassen. Für Patienten bedeutet dies eine wesentlich höhere Wahrscheinlichkeit, sich nicht stationär behandeln lassen zu müssen. Während der Johnson & Johnson Impfstoff nur eine Impfung erfordert, um das volle Potential des Präparates zu garantieren, bedarf es bei den meisten anderen Impfstoffen zwei Impfungen.

Ist der russische Impfstoff Sputnik V sicher und wie funktioniert er?
Der russische Impfstoff Sputnik V basiert auf einem ähnlichen Ansatz wie der Impfstoff von AstraZeneca. Durch die Verabreichung eines abgewandelten Grippeviruses, wird das Immunsystem zur Produktion von Antikörpern angeregt. Diese Antikörper sollen den menschlichen Körper vor der Infektion durch den Covid-19 Virus schützen. Ähnlich wie bei dem AstraZeneca Impfstoff sind auch bei Sputnik V zwei Impfdosen erforderlich. Die übliche Zeitspanne, die zwischen den beiden Impfterminen liegen sollte, beträgt laut Hersteller drei Wochen. Allerdings gibt es im Vergleich zu AstraZeneca einen Unterschied. Während mit AstraZeneca bei beiden Impfeinheiten die gleiche Zusammensetzung des Impfstoffes verabreicht wird, setzt man bei Sputnik V auf die Kombination zweier unterschiedlicher Impfstoffe. Die zweite Einheit enthält eine veränderte Form des Grippevirus, das bei der ersten Dosis zum Einsatz kommt. Hierbei ist die Annahme, dass der Einsatz zweier unterschiedlicher Zusammensetzungen zu einem verbesserten Schutz der Geimpften vor dem Corona-19 Virus und dessen Mutationen führt.

Zunächst gab es unterschiedliche Auffassungen über die Sicherheit des Sputnik V Impfstoffes aufgrund des Zulassungsprozesses. Nach Ansicht einiger Länder, darunter die Mehrheit der EU-Staaten, erhielt der Impfstoff seine Zulassung ohne ausreichend getestet worden zu sein. Die russischen Gesundheitsbehörden hatten diesbezüglich weniger Bedenken und erlaubten die Verabreichung des Impfstoffes. Mittlerweile ist Sputnik V lange genug auf dem Markt und es konnten ausreichend Daten zu seiner Zuverlässigkeit gesammelt werden, sodass sich das Präparat in die Reihe der international zugelassenen Impfstoffe einreihen konnte.

Welcher Covid-19 Impfstoff ist besser und sicherer?
Bei all den verschiedenen Impfstoffen gegen Covid-19 stellt sich oft die Frage, welcher der Impfstoffe am besten wirkt und den besten Schutz vor einer Infizierung mit sich bringt. Es lässt sich nicht bestreiten, dass einige der Impfstoffe anders, besser oder effektiver wirken, als ihre Konkurrenzprodukte. Dies ist schon allein durch die unterschiedlichen Ansätze hinsichtlich der Wirkungsweise begründet. Fraglich ist, ob man vor oder während des Impftermins überhaupt eine Wahlmöglichkeit hat, welcher der zur Verfügung stehenden Impfstoffe verabreicht wird. Mögen die individuellen Präferenzen der zu Impfenden doch aufgrund Wirkungsgrad und Wirkungsweise unterschiedlich liegen, so dürfte es oft im Ermessen der zuständigen Behörden liegen, welches Präparat letztlich zur Anwendung kommt. Ein vergleichender Blick auf die Wirksamkeit der unterschiedlichen Impfstoffe lohnt sich dennoch. Schließlich möchte man doch wissen, was man nach der Impfung zu erwarten hat. Tatsächlich haben ausgedehnte Studien mitunter deutliche Unterschiede bezüglich der Wirksamkeit festgestellt. Zu beachten gilt allerdings, dass sich diese Daten immer wieder verändern können, da die Impfstoffe ständig weiterentwickelt und verbessert werden und zudem neue Varianten des Covid-19 Virus auftreten.

Klar ist auch, dass die den Studien zugrunde liegenden Daten mit der Zeit immer akkurater werden, da es erstens mehr Daten geben wird und zweitens zeitlich ausgedehntere Tests ein besseres Verständnis bezüglich der optimalen Anwendungsweisen ermöglichen. Diese Annahmen werden durch die Testergebnisse untermauert, die aus den für den AstraZeneca Impfstoff durchgeführten Studien hervorgehen. Zwei Ergebnisse stechen dabei besonders heraus. Zum einen wurde untersucht, wie sich der Schutz nach der ersten Impfung über die darauffolgenden Wochen entwickelt. Die Auswertungen ergaben, dass auch drei Monate nach der ersten Impfung der Schutz vor dem Covid-19 Virus noch bei 76 Prozent lag. Zweitens wurde getestet, wie sich eine Verzögerung der Zweit-Impfung auf die Wirksamkeit des Impfstoffes auswirkt. Hierzu wurden die Intervalle zwischen der ersten und zweiten Impfung variiert. Wie sich zeigte, scheint sich die Wirkung des Impfstoffes besser zu entfalten, wenn zwischen den beiden Impfungen eine längere Zeitspanne liegt, als zunächst angenommen. So wurde bei Personen, die ihre Zweitimpfung nach weniger als sechs Wochen erhalten haben, ein geringerer Schutz prognostiziert, als es bei Personen der Fall ist, deren zweite Dosis erst nach über drei Monaten nach der Erstimpfung verabreicht wurde.

Doch wie wirken die Impfstoffe auf Infektionsverläufe und inwieweit tragen sie zu einer Reduzierung der Infektion mit Todesfolge bei?
Hierzu geben die Studien, die mit dem von Johnson & Johnson entwickelten Impfstoff durchgeführt wurden, interessante Auskünfte. So traten bei schweren Infektionsformen keine Komplikationen auf, die zu Intensivfällen oder gar Todesfällen geführt hätten. Zuvor machten schwere Verläufe bei Covid-19 Patienten eine stationäre Behandlung nötig, die mitunter einen Aufenthalt auf der Intensivstation bei lebensbedrohlichen Infektionsverläufen inkludierte. Der Johnson & Johnson Impfstoff zeigte eine Wirksamkeit von 85% in Bezug auf besonders aggressive Formen des Covid-19 Virus und konnte somit zu einer starken Reduzierung von Fällen beitragen, die zu einer stationären Versorgung oder einem Verlauf mit Todesfolge geführt hätten.

In Bezug auf den grundlegenden Schutz gegen das Covid-19 Virus scheinen die Impfstoffe Moderna und Pfizer-BioNTech im Vergleich zu den beiden Konkurrenzprodukten AstraZeneca und Johnson & Johnson leicht die Nase vorn zu haben. Beide Präparate beanspruchen für sich einen 95%-igen Schutz gegen das Covid-19 Virus nach Verabreichung der zweiten Impfung. Allerdings sei auch hier nochmals erwähnt, dass sich diese Daten mit der Zeit verändern können, da sich die Forschung in Bezug auf den Virus selbst sowie die Weiterentwicklung der Impfstoffe in einem ständigen Prozess befinden.

Welche Corona Virus Mutationen sind schon bekannt? Schützen die Impfstoffe auch gegen diese Covid Mutationen?
Schon kurze Zeit nachdem die ersten Unternehmen vermeldet hatten, dass die Entwicklung der Impfstoffe gegen das Covid-19 Virus erfolgversprechend läuft, gab es in den Medien Berichte über das Auftreten von Mutationen des Covid-19 Virus. In verschiedenen Ländern wurden Variationen des ursprünglichen Virus gefunden, an denen immer mehr Menschen erkrankten und zum Teil wesentlich aggressivere Krankheitsverläufe mit sich brachten, als es zuvor bei den üblichen Infektionen der Fall war. Es stellte sich daher schnell die Frage nach der Wirksamkeit der entwickelten Impfstoffe gegen die Mutationen des Covid-19 Virus. Eine der bekannten und durchaus als kritische Variante einzustufende Mutation ist die in Fachkreisen mit B.1.351 bezeichnete Form des Virus. In Südafrika führte das Auftreten der Mutation zu einem Stopp der Impfungen mit AstraZeneca. War der Impfstoff zunächst in Südafrika zugelassen und bereits verabreicht worden, so entschieden sich die zuständigen Behörden gegen einen weiteren Einsatz des Präparats. Grund hierfür war, dass die Wirksamkeit gegen die B.1.351 Variante des Covid-19 Virus bereits bei durchschnittlich schweren Verläufen auf unter 25% sank. Für die südafrikanischen Behörden Grund genug stattdessen auf den in diesem Fall wirksameren Impfstoff von Johnson & Johnson zu setzen. Zwar hatte auch dieser Impfstoff deutliche Einbußen hinsichtlich der Wirksamkeit auf die Covid-19 Mutation erfahren müssen. Allerdings fielen diese nicht so dramatisch wie bei AstraZeneca aus. Mit einer Wirksamkeit von immer noch 64% liegt das Präparat bei einem Wert, der der Wirksamkeit von üblichen Grippeimpfungen entspricht. Und wie ergeht es Pfizer und Moderna im Umgang mit den Covid-19 Mutationen? Beide Anbieter gehen bisher davon aus, dass die Wirksamkeit ihrer Präparate nicht beeinträchtigt wird. Ob sich dies allerdings in entsprechenden Langzeitstudien bestätigt und auch für eventuell zukünftig auftretende Mutationen zutrifft, bleibt abzuwarten.

Mögliche Nebenwirkungen von der Corona Impfung
Neben der Wirksamkeit der unterschiedlichen Impfstoffe drängt sich bei Personen, die darüber nachdenken sich impfen zu lassen oft die Frage der möglichen Nebenwirkungen auf. Wie zuvor beschrieben, verfolgen die Impfstoffe der Hersteller unterschiedliche Ansätze in Bezug auf die Wirkweise sowie der Stimulation des Immunsystems. Ähnlich wie bei anderen Impfpräparaten, die beispielsweise bei Grippeimpfungen eingesetzt werden, kann es auch nach der Verabreichung eines Anti-Covid-19 Impfstoffes zu Nebenwirkungen kommen. Bisher dokumentierte Symptome sind beispielsweise Muskelschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber und Schwindelgefühle. In Bezug auf die vorgenannten Symptome unterscheiden sich die Impfstoffe nur marginal. Im Zusammenhang mit AstraZeneca gibt es allerdings auch Berichte von schwerwiegenderen Nebenwirkungen, wobei Ergebnisse zu eingehenderen Untersuchungen diesbezüglich noch ausstehen. Berichtet wurde von mehreren Personen, die nach der Impfung Probleme mit der Blutgerinnung bekamen. Nachdem mehrere Länder, darunter auch EU-Mitgliedsländer, die Verabreichung des AstraZeneca Impfstoffes einschränkten, schalteten sich sowohl die WHO als auch die Europäische Zulassungsstelle mit der Veröffentlichung konkreter Zahlen ein. Demnach traten bei dreißig Personen eben diese Nebenwirkungen auf, wobei sich die Gesamtzahl der Personen, an die der Impfstoff verabreicht wurde, auf bereits fünf Millionen beläuft. Aufgrund der prozentual geringen Rate an aufgetretenen Nebenwirkungen empfahl die WHO daher die weitere Verabreichung des AstraZeneca Impfstoffes. Eine genaue Beobachtung der zukünftigen Statistiken sollte allerdings dringend erfolgen und die Untersuchung der Gründe für die auftretenden Symptome aufgeklärt werden.

Wie werden die Impfstoffe gelagert?
Die Organisation der flächendeckenden Impfungen stellt die Behörden sowohl auf Bundes- als auch auf Kommunalebene vor große organisatorische Herausforderungen. Hierbei geht es natürlich zum einen um das Management der Vergabe der Impftermine. Aber auch die Logistik ist eine immense Herausforderung. Um die Haltbarkeit der Impfstoffe zu gewährleisten ist es notwendig diese bis zur Verabreichung durchgängig zu kühlen. Eine Unterbrechung der Kühlkette während der Transporte oder falsche Lagerung können die Impfdosen unbrauchbar machen. Jeder der Hersteller hat dabei unterschiedliche Vorgaben. Die Impfstoffe Moderna und Pfizer-BioNTech, die auf dem mRNA Ansatz basieren, sind besonders empfindlich. Ist eine durchgehende Kühlung bei Temperaturen zwischen -20°C und -34°C nicht garantiert, kann eine Beschädigung des Präparats die Folge sein und der Impfstoff unwirksam werden. Für moderne medizinische Einrichtungen ist dies vielleicht noch machbar. In anderen Ländern, in denen es um die medizinische Versorgung allerdings ohnehin nicht besonders gut bestellt ist, kann dies zu einem schwerwiegenden Problem werden. Logistisch besser zu managen sind die Wirkstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson. Für beide Impfstoffe ist eine Lagerung bei 2°C bis 7°C ausreichend, ohne eine Gefährdung der Haltbarkeit zu riskieren.

Bei all den verschiedenen Anbietern der Impfstoffe sowie die sich fast täglich ändernde Nachrichtenlage in Bezug auf Infektionszahlen, Richtlinien, Nebenwirkungen und neuen Mutationen des Covid-19 Virus fällt es sicherlich nicht leicht stets den Überblick über die aktuelle Situation zu behalten. Wer sich eingehend mit dem Gedanken beschäftigt sich impfen zu lassen stellt schnell fest, dass es eine ganze Reihe von Faktoren gibt, die es abzuwägen und zu berücksichtigen gilt. Dabei möchte man doch einfach nur das Bestmögliche tun, um gesellschaftlich wieder zu einem normalen Terminus zu gelangen. Doch was ist das Beste und welcher Impfstoff ist eigentlich der beste? Auf die verschiedenen Typen der Impfstoffe sowie Wirkweisen und deren Potenziale sind wir bereits eingegangen. Was nicht unberücksichtigt bleiben darf ist, dass die Hersteller täglich an der Verbesserung und Weiterentwicklung ihrer Präparate arbeiten. Die Reduzierung der Nebeneffekte, das simplere Management bezüglich der Logistik sowie die Reaktion auf bereits bekannte und zukünftig auftretende Mutationen des Covid-19 Virus sind dabei einige der wichtigsten Themen. Der beste Covid-19 Impfstoff ist daher stets derjenige, der am Tag der Verabreichung verfügbar ist, wenn man davon ausgeht, dass dieser die bis dahin höchste Stufe der ständig laufenden Iterationsprozesse durchlaufen hat.

Bleibt noch eine Frage offen. Wie viel kosten die Covid-19 Impfstoffe?
Die Kosten der Impfstoffe unterscheiden sich tatsächlich erheblich. Am teuersten ist mit bis zu 30 EURO der Wirkstoff von Moderna, während die Kosten beim Pfizer Impfstoff bei circa 16 EURO liegen. Mit 10 US-Dollar liegt der Impfstoff von Johnson & Johnson preislich im unteren Mittelfeld. Das günstigste Präparat kommt von AstraZeneca, das mit 3 EURO zu Buche schlägt.

Nach diesem generellen Überblick wollen wir uns im nun folgenden Abschnitt mit einigen Fragen beschäftigen, die häufig in Zusammenhang mit den Covid-19 Impfstoffen auftreten.

Welche Aktivitäten sind für bereits Covid-19 geimpfte Personen erlaubt?
Über die Aktivitäten, die nach der Impfung möglich beziehungsweise erlaubt sind, gibt es unter den Experten geteilte Meinungen. Einige Ärzte raten dazu direkt nach der Impfung körperlich anstrengende Aktivitäten, wie zum Beispiel Sport, zu vermeiden. Dies gilt insbesondere für ältere Menschen oder Personen mit einem erhöhten Risiko von Nebenwirkungen betroffen zu sein. Experten raten zunächst dazu, dass auch geimpfte Personen sich weiterhin an die bestehenden Abstands- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht halten sollten. Dies hat mehrere Gründe. Erstens besteht auch nach der Impfung ein Restrisiko am Covid-19 Virus zu erkranken. Auch die Wirksamkeit der Impfstoffe gegenüber den Covid-19 Mutationen ist bisher nur bedingt bekannt. Von Reisen in Gebiete, in denen das Auftreten und die Verbreitung von aggressiven Mutationen wahrscheinlich ist, sollte daher abgesehen werden. Zweitens ist bisher nicht abschließend geklärt, ob geimpfte Personen den Covid-19 Virus möglicherweise auf andere Personen übertragen können. Sollte sich eine geimpfte Person mit dem Covid-19 Virus infizieren, ist mit erhöhter Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Infektion aufgrund ausbleibender Symptome oder eines nur milden Krankheitsverlaufs unentdeckt bleibt. Ist aber die Übertragung des Virus von einer geimpften und dennoch infizierten Person auf eine nicht-geimpfte Person möglich, so stellt dies eine erhöhte Infektionsgefahr dar. Zum Schutz der bisher nicht-geimpften Personen ist daher die Einhaltung der bisherigen Anti-Corona Maßnahmen ratsam.

In diesem Zusammenhang sind auch die Veröffentlichungen der WHO interessant, wobei nicht unerwähnt bleiben soll, dass sich diese aufgrund der sich ständig erweiternden Forschungsergebnisse auch revidieren könnten. Laut WHO können sich vollständig geimpfte Personen ohne Maske oder Mindestabstand in geschlossenen Räumlichkeiten treffen. Treffen ohne Maske mit noch nicht geimpften Personen sollten geimpfte Personen nur dann abhalten, wenn bei der nicht geimpften Person kein erhöhtes Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes im Falle einer Infektion besteht. Wie erwähnt, ist die Möglichkeit einer Übertragung von einer geimpften Person auf eine nicht-geimpfte Person durchaus möglich, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist.

Zu beachten gilt, dass die jeweiligen Impfstoffe ihre volle Wirkung erst einige Zeit nach Abschluss des Impfprozesses entfalten können. Bei den meisten Impfstoffen, wie Pfizer-BioNTech, Moderna, AstraZeneca und Sputnik V gilt die Impfung erst nach Verabreichung der zweiten Dosis als vollständig. Wie lange es nach der zweiten Impfung dauert, bis der Impfstoff seine Schutzwirkung vollends entfaltet, gilt es mit dem zuständigen medizinischen Personal zu besprechen.

Ist die Covid-19 Impfung 100% sicher vor der Infizierung mit dem Corona Virus?
Es muss klar sein, dass es bisher keinen Impfstoff gibt, der einen hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion mit dem Covid-19 Virus gibt. Auch die Wirkung gegenüber Virus-Mutationen ist noch nicht abschließend eruiert. Bisher zeigen die Impfstoffe ein sehr hohes Schutzpotenzial vor einer Infektion und verringern zudem das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs, sollte es trotz Impfung dennoch zu einer Infektion kommen. Konkret zeigt der Pfizer-BioNTech und Moderna Impfstoffe einen Schutz von ca. 94-95%, während das Präparat von Johnson & Johnson derzeit bei einem Wert von 85% liegt.

Hierbei gilt es jedoch zu beachten, dass sich wissenschaftlich wesentlich mehr Daten erheben lassen, je mehr Personen geimpft wurden. Dies wird zum einen zu aussagekräftigeren Studien in Bezug auf die Wirksamkeit der Impfstoffe führen. Zum anderen werden sich über die Zeit konkretere Prognosen mit Blick auf die Langzeitwirkung der Impfstoffe treffen lassen.

Wie effektiv sind die bisherigen Impfstoffe gegen die neuen Covid-19 Varianten und Mutationen und bedarf es später einer weiteren Impfung?
Die Impfstoffe haben gegenüber den bekannten Covid-19 Mutationen unterschiedliche Effektivität gezeigt. Die Wirkung des AstraZeneca Impfstoffes ließ, wie schon oben geschrieben bei seinem Einsatz gegen die in Südafrika aufgetretene Covid-19 Variante so stark nach, das dies zu einem durch die Behörden angeordneten Impfstopp führte. Während es zu diesem Zeitpunkt noch keine ausreichend wissenschaftlich belegten Studien gibt, wie sich die Impfstoffe Moderna und Pfizer-BioNTech gegenüber den in Südafrika und Großbritannien nachgewiesenen Covid-19 Varianten verhalten, gibt es bereits erste Daten von Johnson & Johnson. Mit einer Wirksamkeit von 64% in Südafrika und 72% in den USA, gilt der Impfstoff auch gegen die aggressiven Varianten des Covid-19 Virus als wirksam.

Es ist zudem davon auszugehen, dass sich die Wirksamkeit aller Impfstoffe im Laufe der Zeit verbessern wird und diese auch einen erhöhten Schutz gegen neu auftretende Covid-19 Varianten bieten können. Die Erhebung größerer Datensätze bilden dabei die Basis, um die fortlaufende Weiterentwicklung der Impfstoffe effektiv zu gestalten.

Wie kann es sein, dass die Covid-19 Impfstoffe in so kurzer Zeit entwickelt wurden?
Die vergleichsweise schnelle Entwicklung der Impfstoffe wurde durch die digitale Vernetzung der Forschungseinrichtungen sowie bereits vorhandenen Technologien aus anderen Forschungsfeldern ermöglicht. Johnson & Johnson konnte beispielsweise bei der Entwicklung des Impfstoffes auf Ansätze zurückgreifen, die seit Jahren in der Forschung bezüglich Ebola sowie HIV und dem Zika-Virus angewendet werden.

Auch Moderna und Pfizer-BioNTech konnten bei ihren bereits frühzeitig begonnen Entwicklungen von Erfahrungswerten und online verfügbarer Studienergebnisse profitieren. Die Zeitspanne bis zur Fertigstellung der ersten Iteration der auf der mRNA Technologie basierenden Impfstoffe konnte dadurch erheblich verkürzt werden.

Dürfen Mütter nach der Impfung stillen?
Diese Frage sollte mit dem jeweils zuständigen Gesundheitspersonal erörtert werden. Grundsätzlich gilt bei nicht-geimpften Schwangeren sowie Frauen kurz nach der Entbindung die Annahme eines erhöhten Risikos sich mit dem Covid-19 Virus zu infizieren und schwerwiegende Krankheitsverläufe zu erleiden. Allerdings gibt es bisher keine aussagekräftigen Daten, die Aufschlüsse über mögliche Nebenwirkungen oder Risiken bei stillenden Frauen nach der Impfung geben. Dies liegt vor allem daran, dass schwangere Frauen bisher nicht an Studien zur Wirkung der Impfstoffe teilnehmen durften.

Zu bedenken gilt es die unterschiedlichen Ansätze und angewandten Technologien, die zur Herstellung der Impfstoffe zum Einsatz kommen. Während AstraZeneca auf Basis der Adenovirus-Vektor-Technologie entwickelt wurde, bei der die Verabreichung einer alternativen Virusvariante das Immunsystem zur Produktion von Antikörpern anregt, funktionieren die Impfstoffe Moderna und Pfizer-BioNTech nach der mRNA Logik, die keinen Einsatz von alternativen Viren vorsieht.

Eine Beratung beim zuständigen medizinisch versierten Personal wird jedenfalls empfohlen

Bildquellen:
who . int
fda . gov

Textquellen:
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ema.europa . eu
fda . gov

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