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Australien: Asbestverdacht bei farbigem Sand – Behörden warnen und setzen strenge Sicherheitsmaßnahmen um

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Ausweitung des Asbestfunds in South Australia

In South Australia sorgt ein unerwarteter Fund für erhebliche Unruhe: In farbigen Sandprodukten, die häufig in Schulen, Kindergärten und Betreuungseinrichtungen genutzt werden, wurden Spuren von Asbest entdeckt. Was zuerst wie ein vereinzelter Vorfall aussah, entwickelte sich rasch zu einem landesweiten Thema. Inzwischen wurden an über 100 Standorten entsprechende Produkte gefunden – ein Ausmaß, das Behörden und Schulen gleichermaßen überrascht hat.

Wie die Entdeckung ins Rollen kam

Der Stein kam ins Rollen, als ein Labor zufällig bei einer Analyse auf Asbestpartikel in farbigem Bastelsand stieß. Diese Sandsorten werden oft für Kunstprojekte, sensorisches Spielen oder Bastelaktivitäten genutzt. Die ACCC reagierte prompt und veröffentlichte einen nationalen Rückruf der betroffenen Produkte – ein Hinweis darauf, wie ernst der Vorfall eingeschätzt wird.

Reaktionen in verschiedenen Bundesstaaten

Die Bundesstaaten reagierten unterschiedlich. In Canberra mussten mehr als ein Dutzend Schulen vorübergehend schließen, ebenso eine Einrichtung in Brisbane. In South Australia blieb es ruhiger: Trotz zahlreicher Funde gab es bislang keine Schulschließungen.

Warum Schulen in South Australia geöffnet bleiben

Experten betonen, dass die gemessenen Asbestmengen extrem gering sind und ein sehr niedriges Risiko darstellen. Dennoch wird kein Spielraum für Unsicherheit gelassen: Das Bildungsministerium veröffentlichte eine Gefahrenwarnung für sämtliche Schulen, Kindergärten und OSHC-Einrichtungen.

Ergebnisse der Überprüfungen vor Ort

Nach der Warnmeldung kontrollierten die Einrichtungen ihre Materialien und Lagerbestände. Dabei stellte sich heraus, dass etwa 20 Einrichtungen losen farbigen Sand vor Ort hatten, während rund 88 weitere Sand in verschlossenen Behältnissen lagerten.

Wie der Sand entfernt wird

Die sichere Entsorgung übernimmt ein lizenzierter Fachbetrieb. Das Ministerium betont, dass alle Maßnahmen streng nach nationalen Sicherheitsstandards und nach Empfehlungen von SafeWork SA erfolgen.

Einheitliche Maßnahmen in mehreren Bundesstaaten

Die Handlungsweise entspricht jenen Maßnahmen, die bereits in Victoria und New South Wales umgesetzt werden. Die enge Absprache zeigt, dass das Thema als nationale Sicherheitsfrage betrachtet wird.

Auch katholische Schulen reagieren

Catholic Education South Australia erklärte, man folge den gleichen Richtlinien. Produkte, die unter den Rückruf fallen, würden sofort aus Unterrichtsbereichen entfernt und fachgerecht entsorgt.

Sicherheitspriorität trotz minimalem Risiko

Auch wenn Experten mehrfach betont haben, dass das Gesundheitsrisiko sehr gering sei, stellt das Ministerium klar: Die Sicherheit von Kindern und Personal hat oberste Priorität. Transparente Kommunikation, schnelle Reaktionen und professionelle Entsorgung stehen im Mittelpunkt.

Offene Fragen für die Zukunft

Der Fall wirft dennoch Fragen auf: Wie gelangte Asbest in ein Produkt, das für Kinder gedacht ist? Warum wurde die Verunreinigung erst jetzt entdeckt? Und wie kann man solche Fälle künftig verhindern? Während diese Fragen noch untersucht werden, versuchen Schulen, den Alltag möglichst ungestört fortzusetzen.

Behörden reagieren mit höchster Wachsamkeit

In South Australia hat sich die Sorge rund um farbige Dekorsandprodukte weiter verstärkt, nachdem die ACCC mehrere Rückrufmeldungen veröffentlicht hat. Diese Produkte, die in zahlreichen Geschäften verkauft wurden – darunter Officeworks, Woolworths und andere große Ketten – könnten Spuren von Asbest enthalten. Obwohl das Risiko laut Experten gering eingeschätzt wird, reagieren die Behörden mit äußerster Vorsicht. In Australien gilt ein striktes Asbestverbot, weshalb schon der kleinste Verdacht eine sofortige Reaktion auslöst.

Warum die Rückrufe so ernst genommen werden

Auf der Website der ACCC wurde klargestellt: Die betroffenen Produkte könnten Asbest enthalten, eine Substanz, die in Australien vollständig verboten ist. Dass ausgerechnet Bastel- und Dekorsand betroffen sein könnte – ein Produkt, das häufig in Schulen, Kindergärten und Privathaushalten Verwendung findet – hat die Behörden veranlasst, breit angelegte Maßnahmen einzuleiten.

Reaktionen der Regierung und Sicherheitsbehörden

Nick Champion, Minister der südaustralischen Regierung, betonte mehrfach, dass das Bildungsministerium und SafeWork SA „unglaublich ernst“ auf die Situation reagieren. Zwar sei das Risiko laut ersten nationalen Einschätzungen gering, doch jede potenzielle Asbestquelle müsse konsequent entfernt werden. Beide Behörden arbeiten eng zusammen, um sicherzustellen, dass sämtliche Rückrufe berücksichtigt und alle möglicherweise betroffenen Produkte schnell identifiziert werden.

Empfehlungen für Eltern und Schulen

Champion rief Familien dazu auf, bei Sorgen direkt ihre lokalen Schulen zu kontaktieren. SafeWork SA – die wichtigste Arbeitsschutzbehörde des Bundesstaates – appellierte außerdem an Schulpersonal und Eltern, wachsam zu bleiben. Die Produkte sollen zwischen 2020 und 2025 im Umlauf gewesen sein, was bedeutet, dass sie sich an vielen Orten befinden könnten.

Welche Maßnahmen SafeWork SA empfiehlt

SafeWork SA veröffentlichte konkrete Anweisungen für den Umgang mit dem Sand. Wenn der Sand lose und nicht mehr in seiner Originalverpackung ist, sollen Personen sofort den Bereich verlassen. Anschließend soll ein lizenzierter Asbestentsorger beauftragt werden, das Material sicher zu entfernen. Befindet sich der Sand noch im Originalbehälter, soll er sorgfältig in einen stabilen Plastiksack verpackt, doppelt verklebt und isoliert werden, bevor ein Fachunternehmen ihn abholt.

Warum der Fund dennoch beruhigend eingeordnet wird

Die ACCC gab ergänzend bekannt, dass in allen getesteten Proben kein „respirabler Asbest“ gefunden wurde – also keine Fasern, die leicht eingeatmet werden könnten. Nach aktuellem Wissen ist es unwahrscheinlich, dass Asbestpartikel aus dem Sand freigesetzt werden, es sei denn, das Material wird mechanisch zerkleinert oder pulverisiert. Dennoch betonen die Behörden: Auch ein geringes Risiko verdient strikte Beachtung.

Ein Vorfall, der landesweite Aufmerksamkeit erzeugt

Die Rückrufaktion hat erneut gezeigt, wie sensibel Australien beim Thema Asbest agiert und wie schnell Behörden bei einem Verdachtsfall handeln. Obwohl die Untersuchungen bislang eher beruhigende Signale liefern, zeigt die entschlossene Vorgehensweise: Im Umgang mit Asbest gibt es keine Kompromisse. Schulen, Familien und staatliche Stellen arbeiten gemeinsam daran, die Produkte aufzuspüren und sicher zu entfernen – damit jede potenzielle Gefahr bereits im Ansatz gestoppt wird.

FAQ

Wie gefährlich ist der gefundene farbige Sand?

Laut ACCC wurde in den getesteten Proben kein lungengängiger, also einatembarer Asbest gefunden. Das Risiko gilt daher als sehr gering. Dennoch wird der Sand vorsorglich entfernt, da Asbest in Australien vollständig verboten ist.

Welche Produkte sind von den Rückrufen betroffen?

Betroffen sind mehrere farbige Dekor- und Bastelsandprodukte, die zwischen 2020 und 2025 verkauft wurden – unter anderem bei großen Einzelhändlern wie Officeworks und Woolworths.

Müssen Schulen oder Kindergärten in South Australia schließen?

Nein. Anders als in Canberra oder Brisbane gab es in South Australia keine Schulschließungen. Die Behörden betonen, dass das Risiko niedrig sei und alle betroffenen Produkte sicher entfernt werden.

Was soll ich tun, wenn ich den Sand zu Hause gefunden habe?

Ist der Sand lose, soll der Raum sofort verlassen und ein lizenzierter Asbestentsorger kontaktiert werden. Ist er noch originalverpackt, soll er luftdicht in einen robusten Plastiksack verpackt, doppelt verklebt und isoliert werden, bis er sicher abgeholt wird.

Warum wird so streng reagiert, obwohl das Risiko gering ist?

Australien verfolgt eine Null-Toleranz-Politik bei Asbest. Schon kleinste Mengen potenzieller Verunreinigung lösen strikte Sicherheitsmaßnahmen aus, um jede Gefährdung auszuschließen.

Wer kümmert sich um die Entfernung des Sands in Schulen?

Die Entsorgung erfolgt ausschließlich durch lizenzierte Asbestentsorger. SafeWork SA und das Bildungsministerium koordinieren die Entfernung an allen betroffenen Standorten.

Wie kann ich sicher sein, dass mein Kind nicht gefährdet ist?

Behörden betonen, dass das Risiko extrem niedrig ist und keine einatembaren Asbestfasern gefunden wurden. Schulen informieren Eltern aktiv, sobald ein Fund gemeldet wird.

Gibt es weitere staatliche Stellen, die beteiligt sind?

Ja. Neben SafeWork SA und dem Bildungsministerium arbeiten auch die ACCC und die Produktsicherheitsbehörden der Consumer and Business Services an der Rückrufaktion.

Kann ich die betroffenen Produkte selbst entsorgen?

Nein. Asbestverdächtige Materialien dürfen nur von lizenzierten Fachbetrieben entsorgt werden. Eine Eigenentsorgung ist aus Sicherheits- und Rechtsgründen verboten.

Wie erfahre ich, ob ein Produkt, das ich gekauft habe, betroffen ist?

Die ACCC veröffentlicht eine vollständige Liste aller betroffenen Produkte. Diese wird laufend aktualisiert, sobald neue Informationen verfügbar sind.