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Gesundes Leben Art und Weise – Die kältere Tage im Jahr

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Gesundes Leben Art und Weise – Die kälteren Tage im Jahr
Man kann den Winter natürlich nur dann positiv sehen, wenn man sich in der kalten Jahreszeit richtig verhält, wenn man die Gefahren kennt, ihnen vorbeugt und die nötigen Rezepte und Maßnahmen weiß, mit denen man sie bekämpfen kann. Lernen Sie den Winter lieben, er hat es sich verdient!

Die kälteren Tage im Jahr
Jahreszeitenwechsel für den Körper

Es ist wieder so weit. Es heißt Abschied nehmen von der schönen Jahreszeit. Das bedeutet, die Temperaturen sinken und unser Organismus muss sich gewaltig umstellen. Für viele ist das eine Zeit der Krise, in der sie sich leicht die erste Erkältung der Saison oder eine andere Erkrankung einhandeln.

Dazu gehören Kopfschmerzen, Migräne, Durchblutungsstörungen, Kreislaufstörungen, Verspannungen, Verkrampfungen, schlechte Laune, Gereiztheit, depressive Stimmung, allgemeines Unwohlsein. Sehr oft ist auch das Immunsystem geschwächt. Das haben Untersuchungen an der Universität in Paris ergeben.

Man muss beim Übergang zur kalten Jahreszeit auf die Kleidung achten. Viele Menschen sind einfach seit Monaten leichtere Kleidung gewohnt. Wer zu leicht gekleidet in die kalten Tage geht, handelt sich sehr schnell eine Erkältung ein.

Beim Sport muss man an den ersten kalten Tagen allerdings daran denken, dass man nicht zu warm angezogen ist. Wer joggt, wandert oder zügig geht, der fühlt sich um 10-15 °C wärmer, als es tatsächlich ist. Wer zu warm angezogen ist, wird bei der Bewegung schwitzen und danach frieren. Also beim Sport leichter, danach warm anziehen.

Sport ist jetzt besonders wichtig:
■ Der Körper gewöhnt sich an die neuen Außentemperaturen.
■ Der Kreislauf, der beim Jahreszeitenwechsel leidet, wird angekurbelt.
■ Durch den Sport werden im Gehirn mehr Glückshormone – so genannte Endorphine – produziert. Und diese lassen uns den Winter besser und leichter ertragen. Die idealen Sportarten für
den Übergang zum Winter sind: Wandern, Joggen, Walking, vor allem Power-Walking; am besten mindestens 15-20 Minuten täglich, egal welches Wetter draußen herrscht.

Wenn es draußen kalt wird, dann hat man weniger Durst und trinkt weniger. Aber gerade jetzt ist das Trinken von großer Bedeutung. Damit der Kreislauf die Umstellung auf die kalte Jahreszeit besser schafft, braucht er sehr viel Flüssigkeit. Dazu kommt noch, dass das auch wichtig ist für eine positive Einstellung zum neuen Wetter, da Flüssigkeitsmangel die Botenstoffe, die für das positive Denken zuständig sind, blockiert. 2 bis 3 Liter Wasser am Tag, jeweils ein 1/4 Liter mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft, sind ideal. Wenn es sehr kalt wird, dann ist es sinnvoll, ungesüßten lauwarmen Lindenblütentee zu trinken. Heiß würde er uns zum Schwitzen bringen. Lauwarm macht er angenehm warm. Sehr bewährt hat sich eine Trink-Kur mit Molke. Entweder trinkt man jeden Tag 1/4 bis 1/2 Liter frische Molke, oder man greift zu einer besonderen Form der Molke, der gänzlich das Eiweiß entzogen wurde. Das Mölkekonzentrat bekommt man in der Apotheke oder im Reformhaus. Man verrührt 1 Esslöffel Molke-Konzentrat in einem 1/4 Liter Wasser und trinkt dies in kleinen Schlucken.

Es macht auch Sinn, des Öfteren Rosenblütenblätter-Tee (aus der Apotheke) zu trinken. 2 Teelöffel getrocknete Rosenblütenblätter aus biologischem Anbau mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 8 Minuten ziehen lassen, mit etwas Honig süßen, langsam trinken. Das ist ein sehr guter Tee für den Kreislauf zu Winterbeginn und schafft obendrein bessere Laune.

Beim Jahreszeitenwechsel in den Winter muss man in Sachen Ernährung einiges beachten. Beim Übergang in die kalte Zeit passiert nämlich etwas Kurioses: Viele bekommen einen regelrechten Winter-Hunger, einen Riesen-Appetit. Dieser Winter-Hunger ist verständlich. Unser Organismus hat sich so sehr an die schöne Jahreszeit gewöhnt, dass er die ersten kühlen Tage bereits als sehr, sehr kalt empfindet. Die Folge ist, dass sich unser Körper nach deftiger Nahrung sehnt. Es hat keinen Sinn dagegen anzukämpfen. Das bringt sinnlosen Stress. Am besten gibt man dem Winter-Hunger zu Saisonbeginn nach, aber nur gebremst und mit kleinen Portionen.

Hier einige Tipps:
■ Ideal für den Winter-Hunger: Greifen Sie zu einem kleinen Stück Schokolade und lassen es langsam auf der Zunge zergehen. Wunderbar ist auch eine Tasse heiße Trinkschokolade.
■ Trinken Sie eine Tasse lauwarme Suppe, am besten eine Gemüsebrühe.
■ Essen Sie eine Portion Milchreis, ideal wäre Naturreis.
■ Sinnvoll ist es auch, Salate mit Weizenkeimöl anzurichten. Es ist ein klassischer Vitamin-E-Lieferant. Vitamin E macht den Organismus stark für die ersten kalten Tage. Darum ist es jetzt auch wichtig, Vollkornprodukte zu essen.

Ideale Nahrungsmittel für den Jahreszeitenwechsel zum Winter:
■ Bananen, weil sie die Stimmung verbessern.
■ 1 Teelöffel Honig, wenn man ihn langsam auf der Zunge zergehen lässt, denn er beruhigt sehr.
■ An Wintertagen, an denen die Sonne nicht scheint, macht es Sinn, 200 Gramm Champignons zu verzehren. Diese Champignons ersetzen nämlich 2 Sommertage mit Sonne, weil sie Vitamin D liefern, das wir sonst nur selbst erzeugen können, wenn Sonnenschein auf unsere Haut auftrifft.

Es gibt auch einfache, natürliche Tricks, mit denen man den Übergang in die Winterkälte leichter schafft:
■ In der Aroma-Therapie haben sich Rosmarinöl und Rosenöl sehr bewährt. Entweder gibt man jeweils 20 Tropfen auf ein Textiltaschentuch und schnuppert tagsüber daran, oder man gibt 20 Tropfen in eine Dessertschale mit Wasser und atmet die auf-steigenden ätherischen Öle aus der Raumluft ein.
■ Umgeben Sie sich mit den Farben Orange und Rot. Tragen Sie Kleidung in diesen Farben. Eine Untersuchung an der Universität Paris hat schon vor Jahren ergeben, dass die Farben Rot und Orange für den Jahreszeitenwechsel zu den kühleren Temperaturen Kraft geben.
■ Ziehen Sie sich 1- bis 2-mal die Woche ins Badezimmer zurück, und nehmen Sie ein Wannenbad mit Lavendel- oder Melissenöl.
■ Reduzieren Sie Alkohol, Nikotin und Bohnenkaffee. Sie belasten damit den Organismus speziell beim Übergang in die Winters-zeit.
■ Der amerikanische Psychologe Prof. Dr. Lawrey rät den Menschen zu viel Liebe, Zärtlichkeit und Zuwendung beim Jahreszeitenwechsel in den Winter. In der Partnerschaft sollte man sich also Zeit fürs Kuscheln, Küssen und Streicheln nehmen.
■ Schlafen Sie ausreichend (8 Stunden).
■ Zur Stärkung des Kreislaufs bei starken Wetterschwankungen hat sich sehr das Kneipp’sche Wassertreten bewährt: Steigen Sie in kaltem, knietiefem Wasser in der Badewanne oder in einem Fußkneipper im Storchenschritt 1 bis 2 Minuten umher. Das härtet ab für die kalte Jahreszeit. Oder machen Sie ein Wechselfußbad: Füllen Sie einen Eimer (oder Fußkneipper) mit warmem und einen mit kaltem Wasser. Beine zuerst 5 Minuten ins warme Wasser (Wasser soll über die Waden reichen) geben, dann die Beine für 10 Sekunden ins kalte Wasser tauchen und das Ganze wiederholen (anfangs 2-mal wechseln bis max. 4-mal). Nach kaltem Abschluss die Beine abstreifen, zwischen den Zehen abtrocknen und warme Socken anziehen.

Unser Tipp:
Wenn der Herbst ins Land zieht und das Wetter unbeständig wird, leiden viele Menschen an Rheuma. Linderung erreicht man mit Lavendelöl. Einfach die betroffene Stelle einreiben oder gegen Unruhe und Nervosität I Teelöffel im Mund zergehen lassen.

Hier spezielle einfache Übungen, damit wir uns leichter an die neuen Wettersituationen gewöhnen:
■ Spannen Sie einfach einen Muskel oder mehrere Muskelgruppen für 10 Sekunden an, und lassen Sie dann wieder locker. Zum Beispiel die Po-Backen, die Oberarm- oder Bauchmuskeln. Die Übung sollte jeweils 5-mal wiederholt werden.
■ Eine andere Übung: Nehmen Sie einen kantigen Bleistift zwischen die Handflächen beider Hände, und reiben Sie 3 Minuten lang daran die Handflächen. Sie aktivieren damit Energiepunkte und Energiebahnen, die Ihnen Kraft geben.
■ Es gibt auch Akupressur-Massagen aus der chinesischen Medizin, die uns den Übergang in den kalten Winter leichter machen.

3 sehr wichtige Punkte für den Übergang vom Herbst zum Winter:
1. Bei Kreislaufproblemen: Auf der Kuppenspitze des Mittelfingers befindet sich der wichtige Energiepunkt KS 9 für den Kreislauf. Reiben Sie gleichzeitig an beiden Händen jeweils 30-60 Sekunden lang den Daumen gegen die Spitze des Mittelfingers. Es soll dabei ein Wärmegefühl entstehen.
2. Wenn es durch einen Temperatursturz zu Verspannungen im Nacken kommt, dann suchen Sie auf beiden Seiten den Punkt G 21 am oberen Schulterrand genau in der Mitte, einen Finger-breit zum Rücken nach hinten. Hier greifen Sie mit dem Daumen und dem Zeigefinger den Muskel, drücken ihn zusammen und massieren ihn in kreisenden Bewegungen. Etwa 1-2 Minuten. Der Griff muss mehrmals wiederholt werden.
3. Wenn Sie durch die ersten Wintertemperaturen müde und erschöpft sind, dann massieren Sie den Punkt Palast der Arbeit. Er befindet sich an beiden Händen jeweils zwischen den Fingerknöcheln von Zeigefinger und Mittelfinger am Handrücken. Massieren Sie ihn 30-60 Sekunden, machen Sie dann eine Pause, und wiederholen Sie die Massage, bis Sie sich wieder fit fühlen.

Positive Kraft für einen tristen Wintertag
Im Oktober und November gibt es vielleicht noch einige strahlende, wärmere Tage mit relativ angenehmen Temperaturen. Im Dezember ist das höchst selten der Fall. Da wird uns die kalte Jahreszeit erstmals richtig bewusst. Draußen ist es oft düster, feucht, kalt und nebelig.

Ende November, Anfang Dezember gibt es die unwirtlichsten Wochen des Jahres. Deshalb sind auch die meisten von uns froh, wenn sie wieder vorbei sind. Das ist aber nicht richtig, denn jede Zeit ist zu kostbar, um sie bloß vorübergehen zu lassen.

Wir sollten daher die ersten ungemütlichen Winterwochen mit positiven und optimistischen Gedanken begrüßen. Wussten Sie, dass wir auch trostlose Eindrücke und triste Zeiten brauchen, damit wir die sonnigen, strahlenden Zeitabschnitte besonders genießen können?

Wenn wir es auch nicht wahrhaben wollen: Wir brauchen den Winteranfang mit seiner nassen Kälte, die uns bis in die Knochen kriecht, den Nebel, der uns die Sicht nimmt, die kahlen Bäume in der Landschaft und die braunen Blätter auf den Straßen und Gehwegen. Denn dann genießen wir danach einen sonnigen, frostigen Wintertag und bauen eine Vorfreude auf das Frühjahr in uns auf, die uns Durchhaltekraft gibt.

Verstecken Sie sich nicht zu Hause in der warmen Stube. Nehmen Sie die herbstliche Herausforderung an, und denken Sie daran, wie wichtig es ist sich zu bewegen: Ziehen Sie sich entsprechend warm an, vergessen Sie die Kopfbedeckung nicht, und wagen Sie sich hinaus in die Natur. Lassen Sie die Kälte, die Nässe und vor allem den Nebel auf sich wirken. Das kann sehr romantisch sein!

Die Stimmung in der tristen Winterlandschaft hat noch einen Vorteil: Man beginnt bei solchen Spaziergängen zu sich selbst zu finden, denkt über sich selbst nach. Mitunter entdeckt man bei solchen Selbstbetrachtungen Fehler, die man ablegen sollte, Entscheidungen, die rückgängig gemacht werden sollten. Der Schriftsteller Mark Twain hat einmal gesagt: Nichts kann einem die Türe zu sich selbst besser öffnen als ein Spaziergang bei schlechtem Wetter!

Eines allerdings hat sich im Laufe der Zeit geändert. Unsere Großeltern und Urgroßeltern haben den Aufenthalt im Nebel noch als gesund bezeichnet, vor allem für die Gesichtshaut. Davon sind wir heute weit entfernt: Durch die Umweltschadstoffe sind die Wassertropfen des Nebels mit Schmutz und aggressiven Giften angereichert, welche äußerlich die Haut und innerlich den Bronchien schaden können.

Daher gilt für den Spaziergang im November- oder im Winternebel: vorher und nachher muss die Haut gezielt geschützt, gestärkt und aufgebaut werden. Gerade in dieser unwirtlichen Jahreszeit sollte die Hautpflege aus der Apotheke kommen. Und als ideale Substanzen gegen die Auswirkungen des Nebels, der Schadstoffe und der Kälte haben sich auf Grund von Studien des amerikanischen Dermatologen Prof. Dr. Albert Kligman von der Universität Pennsylvania, USA, Wirkstoff-kombinationen mit Jojoba-Öl, Aloe vera, Lavendelöl, Weizenkeimöl und den Vitaminen A und E besonders bewährt.

Es ist erwiesen, dass im November und Dezember, wenn dicker Nebel über der Landschaft brütet, bei vielen Menschen depressive Stimmungen aufkommen. Da es sich dabei nicht um Depressionen handelt, wie sie nur vom Arzt behandelt werden dürfen, gibt es mitunter kleine Tricks, um das Problem besser in den Griff zu bekommen.

Fröhliche Nahrung für trostlose Tage
Mehr Menschen als man vermutet verfallen in der trostlosen Zeit des Winteranfangs in eine depressive Stimmung und haben meist gar keinen Grund dafür.

Man kann zwar die aussichtslose Wettersituation in dieser Jahreszeit nicht ändern, aber man kann dennoch etwas tun. Es gibt Nahrungsmittel, mit denen wir an tristen Wintertagen unsere Laune bessern und depressive Verstimmungen abbauen können.

Es sind ganz einfache Tricks:
■ Greifen Sie oft zu einer goldgelben Banane. Sie enthält die natürlichen Hormone Serotonin und Norepinephrin sowie viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, die positiv auf Nerven und Gemüt wirken. Der regelmäßige Genuss der Banane gibt Jung und Alt mehr Lebensmut und bessere Laune. Sie enthält den Bioaktivstoff Katecholamin, der zusätzlich beruhigt.
■ Essen Sie regelmäßig Pellkartoffeln, nur mit etwas Kräuter
salz, wenig Butter oder Topfen (Quark). Kartoffeln machen optimistisch, weil sie kaliumreich sind und Giftstoffe aus dem Organismus ableiten.
■ Kaufen Sie Backwerk mit Anis. Anis macht fröhlich und vertreibt negative Gedanken. Das wusste man schon im antiken Ägypten.
■ Naschen Sie einmal am Tag 1 Esslöffel Bienenhonig, und lassen Sie diesen langsam auf der Zunge zergehen. Die Spuren-elemente und pflanzlichen Hormonstoffe stimmen harmonisch und bekämpfen Nervosität. Vorsicht, wenn Sie gegen Pollen allergisch sind!
■ Trinken Sie Fencheltee. 1 Teelöffel gestoßene Fenchelkörner mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, durchseihen. Oder mischen Sie Fenchel, Anis und Kümmel zu gleichen Teilen. 1 gehäuften Teelöffel davon mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 8 Minuten ziehen lassen, durchseihen und lauwarm mit etwas Honig trinken.
■ Kauen Sie Rosinen und Datteln.
■ Es kann der Stimmung im Winter auch helfen, wenn Sie des Öfteren Speisen mit Hirse zubereiten. Man nannte sie bereits im Mittelalter das fröhliche Getreide, weil man beobachtet hatte, dass man nach dem Verzehr von Hirse einfach besser drauf war. Die Wirkung ist auf die Sonnenenergie zurückzuführen, die in der Hirse besonders gut gespeichert wird.
■ Schlechte Stimmung lässt sich auch durch den regelmäßigen Genuss von Naturreis vertreiben. Der Reis mit dem Silberhäutchen enthält reichlich Magnesium und das Nerven-Vitamin B1, das sind ideale Voraussetzungen für eine bessere Laune und positives Denken.

Die Lichttherapie für zu Hause
Jetzt sind sie wieder da: die düsteren Tage ohne Sonne. Draußen ist alles grau, nass und kalt. Viele Menschen haben schlechte Laune, sind traurig oder haben eine depressive Stimmung. Die Ursache für diese gesundheitliche Störung, oft auch mit Reizbarkeit, Spannung und Nervosität verbunden, ist der Mangel an natürlichem Licht. Künstliches Licht wird vom Organismus als Dunkelheit empfunden. Das natürliche Licht steuert im Menschen den Schlaf- und Wachrhythmus und die innere Uhr. Bekommt der Körper zu wenig natürliches Licht, erzeugt die Zirbeldrüse bereits tagsüber das Schlafhormon Melatonin, das ins Blut ausgeschüttet wird und müde macht.

Und so unterscheidet man die Herbst- und Winterdepression von der klassischen Depression: Bei der Lichtmangel-Depression hat man ein starkes Schlafbedürfnis und einen Heißhunger auf Süßes. Man nimmt zu. Bei der echten Depression nimmt man ab, kann nicht schlafen, hat keinen Appetit.

Bei sonnigem Wetter in der schönen Jahreszeit empfängt der Mensch eine Lichteinstrahlung von 100000 Lux. An sonnenlosen Herbst- und Wintertagen beträgt die Einstrahlung 1500 Lux, in der Wohnung sogar nur 500 Lux. Daher macht es wenig Sinn, gegen die Herbst- und Winterdepression Medikamente oder Naturarzneien einzunehmen. Prof. Dr. Siegfried F.

Kaspar, Ordinarius für Psychiatrie an der Universität Wien hat seit Jahren die Lichtmangel-Erkrankung erforscht und betont: Die beste Therapie ist die Zufuhr von Licht, das der Natur nachempfunden ist. Mit Speziallampen kann man das Lichtdefizit ausgleichen.

Es handelt sich dabei um Lampen mit Vollspektrumlicht, auch Bright Light Energy genannt. Sie liefern eine Lichteinstrahlung von 2.500 Lux. Das entspricht der Helligkeit eines strahlenden Frühlingsmorgens. Das ist ideal zur Stimmungsaufhellung. Es gibt diese Lampen seit einigen Jahren. Früher waren sie in erster Linie für Kliniken, Kurzentren, Krankenhaus-Ambulatorien und Arzt-Praxen vorgesehen und haben entsprechend viel Geld gekostet, nämlich um die 800 bis 1000 Euro.

Die Behandlung mit Licht wird in der Medizin Bright-Light-Energy- Therapie genannt, weil sie nicht nur gute Stimmung schafft, sondern auch neue Energie gibt. Seit dem Jahr 2002 gibt es, entwickelt von der Philips-Forschung, in den großen Warenhäusern sowie in Apotheken solche Bright-Light-Lampen, die für die tägliche Bestrahlung zu Hause gedacht sind. Sie brauchen wenig Strom, liefern kein ultraviolettes Licht und sind mit Lampen ausgestattet, die über 10000 Stunden Lebensdauer haben. Sie kosten unter 200 Euro. Namhafte Wissenschaftler, darunter auch Prof. Dr. Kaspar, fordern auf Grund ihrer Erfahrungen, dass man sich täglich 1 bis 2 Stunden bestrahlen sollte. Es wäre sinnvoll, wenn all jene, die unter einer Herbst- und Winterdepression leiden, so eine Lampe zu Hause hätten. Man bleibt während der Bestrahlung angekleidet und kann dabei lesen und arbeiten.

Das Licht der Lampe wird über Fotorezeptoren der Augen-Netzhaut aufgenommen und an die Zirbeldrüse weitergeleitet. Dadurch werden die Gute-Laune-Hormone und Botenstoffe im Gehirn verstärkt. Der gesamte Organismus wird mit Energie aufgeladen.

Nach 3 bis 7 Tagen Bestrahlung spürt man die Wirkung der Lichttherapie. Je näher man bei der Lampe sitzt, desto stärker wirkt sie. Bei einer Distanz von 20 Zentimetern erreicht man eine Lichtintensität von 10000 Lux. Da genügt eine tägliche Bestrahlung von 30 Minuten.

Die Sonnenbank als Naturarznei im Winter
Ohne Sonne könnten wir nicht leben. Wir brauchen sie für unseren Stoffwechsel, für unsere Vitalität, für die Durchblutung der Haut, für die Bewältigung von schlechter Laune, für die Wundheilung, für die Produktion von Sexualhormonen, für die bessere Aufnahme und Verwertung von Vitaminen und Mineralstoffen aus der Nahrung, für die Produktion von Vitamin D zum Stärken der Immunkraft und für die Festigung der Knochen gegen Osteoporose.

Vollwertkost, Fisch, Pilze sowie ein bis zwei Stunden tägliche Sonnenbestrahlung auf Gesicht und Hände sorgen für eine ausreichende Zufuhr bzw. Produktion von Vitamin D. Das funktioniert im Winter nicht. Dazu kommt noch, dass im Alter die Fähigkeit der Haut schwindet, das UV-Licht nützlich umzuwandeln. Vor allem in der zweiten Winterhälfte steigt das Risiko für einen Vitamin-D-Mangel. Das ist nicht nur schlecht für die Knochen. Wir wissen heute, dass das Vitamin D auch entscheidend beim Aufbau der Immunkraft und der guten Laune beteiligt ist.

In den sonnenarmen Monaten weisen einfache Analysen des Blutes eindeutig einen Rückgang von Vitamin D3 (Vorstufe des Vitamin D) auf. Das bedeutet eine Schwächung der Knochen, aber auch eine beeinträchtigte Muskelleistung sowie schwache Nerven.

Man kann sich dagegen natürlich vom Arzt entsprechende hochdosierte Vitamin-Präparate verschreiben lassen. Doch von der UV-Bestrahlung im Sonnenstudio hat jeder Betroffene wesentlich mehr positive Effekte.

Auf dem 107. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin in Wiesbaden hat Dr. Rolfdieter Krause von der Abteilung Naturheilkunde des Universitätsklinikums Benjamin Franklin Berlin mit Orthopäden, Röntgenologen, Pharmaexperten, Nierenspezialisten und Naturheilfachleuten aus Boston und Berlin das Ergebnis einer umfassenden Studie präsentiert. Das klare Ergebnis: Ganzkörper-Bestrahlung im Solarium ist das Mittel der Wahl gegen viele gesundheitliche Risiken in den dunklen Monaten.

Die Probanden der Studie legten sich unter ärztlicher Kontrolle zweimal die Woche auf die Sonnenbank. Die Knochenmasse nahm um 4 Prozent zu. Erhöhter und zu hoher Blutdruck sank. Bestrahlt wurde nur 10 Wochen. Die Wirkung hielt 12 Monate an.

Unser-Tipp:
An besonders düsteren Wintertagen, wo sich die Sonne nicht blicken lässt, werden viele Menschen von trüben Gedanken verfolgt. Dagegen hilft der Duft von Rosenöl. Geben Sie 30 Tropfen auf ein Taschentuch, und schnuppern Sie tagsüber immer wieder daran.

Priv.-Doz. Dr. H.-J. Winterfeld an der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie an der Charite in Berlin hat sich in den letzten 20 Jahren eingehend mit der Wirkung von Solarien befasst:
■ Herz und Kreislauf sind bei jungen und alten Menschen in der kalten Jahreszeit besonders belastet. Dazu tragen überheizte Räume, Viren, vitaminarme Ernährung und mangelnde Bewegung bei. Die Sonnenbank stärkt Herz und Kreislauf. Am Universitätsklinikum Charite der Medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin hat man nachgewiesen: Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt oder eine Bypass-Operation hinter sich hatten, tat die Bestrahlung mit UV-B-Licht sehr gut.
■ Wer sich 2-mal wöchentlich auf die Sonnenbank legt, ist weniger krankheitsanfällig gegenüber Erkältungen.
■ Sonnenbank-Besucher sind beim Joggen und am Zimmerfahrrad leistungsfähiger.
■ Die Durchblutung in den feinsten Blutgefäßen, die Mikrozirkulation, wird verbessert.
■ Das Wohlbefinden wird gesteigert.

Dosierung eines Sonnenbades auf der Sonnenbank:
So lange man sich bei der Bestrahlung so richtig wohl fühlt. Der Körper muss aber mindestens 10 Minuten die Sonne auf sich einwirken lassen, damit die Strahlen ihre positive Wirkung zur Geltung bringen können. Der Vorteil der Sonnenbank ist, dass man die Bestrahlung exakt der Haut anpassen kann.

Die Sehnsucht des Menschen nach Licht und Sonne fürs Wohlfühlen wird umso größer, je länger der Winter dauert. Sonnenmangel führt zu Müdigkeit, zu einem verstärkten Schlafbedürfnis, zu Gereiztheit, verstärkten Ängsten, zu Antriebslosigkeit. Sonne aus der Steckdose kann da Abhilfe schaffen. Man weiß, dass bei der Bestrahlung auf der Sonnenbank verstärkt Glückshormone im Gehirn produziert werden. Das Praktische: Man kann sich zu jeder Tageszeit eine Sonnen-Ration holen. Der Effekt tritt nicht immer sofort nach der ersten Bestrahlung ein. Nach 3 bis 7 Tagen kann man das Wohlbefinden sogar messen.

Die Solarienhersteller haben es in den letzten Jahren verstanden – und da ist die Philips-Technologie weltweit an der Spitze -, das Lichtspektrum so zu gestalten, dass von den Geräten keine Gefahr mehr droht, wenn man sich genau an die Beratung und an die Anweisungen hält. Man hat es hier mit dosierten UV- Strahlen zu tun, die das Immunsystem stärken, aber – bei maßvoller Nutzung – keinen Schaden an der Haut anrichten können. Man kennt die Stärke der Bestrahlungslampen.

Man berücksichtigt den Zustand der Haut – ob sie vorgebräunt ist oder nicht. Man kann die Bräunungszeiten einstellen, so kann dann nichts passieren: Allerdings ist eine kompetente, fachliche Beratung notwendig. Dasselbe gilt auch für den Fachhandel beim Verkauf von Heimgeräten und praktischen Mobil-Solarien, die immer beliebter werden.

Wie oft man sich auf die Sonnenbank legt, ist eine Sache der Hautverträglichkeit. Standard ist 1-mal die Woche, eventuell 2-mal. Bei häufigeren Besuchen im Solarium ist die Gefahr einer beschleunigten Hautaustrocknung und -alterung zu beachten.

So können Sie mit Wärme heilen
Wer an einem eiskalten, klirrenden Wintertag unterwegs ist, der weiß, wie gut es tut, dann endlich in die wohlige Wärme einer Wohnung zu kommen. Im Winter übt die Wärme auf uns eine besondere Faszination aus, weil sie uns Wohlbefinden vermittelt. Wärme ist übrigens auch ein hervorragendes und vor allem preiswertes Naturheilmittel.

Seitdem es den Menschen gibt, galt die Wärme als besonders kostbares Gut. In den Anfängen der Menschheit konnte man sich diese Wärme nur durch das Einhüllen in Felle und durch gegenseitige Massagen verschaffen. Später war das Feuer ein willkommener Wärmespender.

Im Ägypten zur Zeit der Pharaonen wusste man bereits, dass man mit Wärme die Selbstheilkräfte des Körpers aktivieren kann. Man kannte damals sogar spezielle Kräutermischungen, die im Organismus Wärme erzeugten. Die Römer in der Antike waren die Ersten, die ganz gezielt heiße Thermalquellen zu Kurbädern ausbauten und die das heiße Wasser im Kampf gegen Rheuma und Gelenkbeschwerden einsetzten.

Um 1900 wurde die Wärme als Heilmittel nur von Naturheilern propagiert. Mit dem Trend zur Naturmedizin hat auch die Schulmedizin wieder die Wärme entdeckt. Heute ist sie anerkannter Bestandteil zahlreicher Therapien. Noch niemals fanden Thermalbäder einen derartigen Zustrom wie heute. Es werden dort vor allem Erfolge bei der Behandlung von Wirbelsäulenproblemen, rheumatischen Erkrankungen und Gelenkbeschwerden erzielt. Aber auch Verspannungen – vielfach durch Stress verursacht – können erfolgreich mit Wärme behandelt werden.

In der Sauna kann man Erkältungskrankheiten Vorbeugen. Sämtliche Stoffwechselvorgänge werden angekurbelt. Die natürlichen Abwehrkräfte werden gestärkt. Stress und Nervosität werden abgebaut. Man stärkt Herz und Kreislauf. Jedoch ist das Saunieren bei Venenerkrankungen verboten – bei allen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorher den Arzt fragen und niemals erkältet oder krank die Sauna auf-suchen.

Bei rheumatischen, chronischen Beschwerden hat sich auch die Rotlicht-Bestrahlung bewährt. Es entsteht dabei eine tiefgehende Erwärmung. Die bestrahlten Körperstellen werden besser durchblutet. Eine ideale Behandlungsmethode bei Gelenk- und Muskelschmerzen. Sehr beliebt für die Selbstbehandlung von rheumatischen Beschwerden zu Hause – am besten in Absprache mit dem Arzt – sind Wärmepflaster oder Fangopackungen aus der Apotheke.

Aber auch viele Einreibetinkturen, Cremes und Salben aus der Apotheke, die man bei rheumatischen Beschwerden und Gelenkschmerzen aufträgt, wirken nach dem Prinzip der Wärme. Sie aktivieren die Durchblutung des Gewebes und schaffen Wärme. Man kann diese Erwärmung an der Haut sogar messen.

Die klassische Art, im Winter dem Körper wohltuende Wärme zuzuführen, ist die des Wannenbades, für das der Apotheker viele gesunde Kräuterzugaben bereit hält. Für Heilzwecke sollte man 20 Minuten in der Badewanne im warmen Wasser zubringen, dann abtrocknen und 1 Stunde im Bett nachschwitzen.

Warme oder heiße Bäder sind bei Venenerkrankungen (Krampfadern) verboten. Menschen mit Herz- Kreislauf-Erkrankungen sollen kein Vollbad, sondern nur ein Halbbad nehmen. Vollbäder belasten den Kreislauf.

Wir sollten auch – sozusagen als erste wohltuende Hilfe bei Verdauungsstörungen – wieder das gute alte Hausmittel der Gummi- Wärmflasche, gefüllt mit heißem Wasser, einsetzen. Man legt sie auf und fühlt sich gleich besser. Wo liegt das Geheimnis der heilenden Wärme? Ganz einfach: Wärme fördert die Durchblutung der Gefäße. Es werden mehr Nährstoffe und Sauerstoff zugeführt, mehr Giftstoffe abtransportiert. Allein damit wird bereits eine Selbstheilung eingeleitet. Wärme wirkt aber auch entkrampfend und entspannend. Das allein kann schon Schmerzen beseitigen.

Ein weiterer wesentlicher Effekt der Wärme:
Durch die Wärmezufuhr entsteht im Organismus ein künstliches Fieber, werden Krankheitserreger abgetötet oder geschwächt und schneller ausgeschieden. Parallel werden die Abwehrkräfte gestärkt.

Stärken Sie Ihre Immunkraft für den Winter
Wir können nur dann gesund durch die kalte Jahreszeit kommen, wenn wir starke natürliche Abwehrkräfte haben, wenn unser Immunsystem funktioniert. Das Immunsystem schützt uns rund um die Uhr vor Krankheiten, besser gesagt vor Krankheitserregern, die in den Organismus gelangen. Dafür verfügen wir über ein ganzes Netzwerk an Abwehrmöglichkeiten: Abwehrzellen (Lymphozyten, T-Lymphozyten und B-Lymphozyten, auch Killerzellen genannt, Makrophagen und Granulozyten, auch Fresszellen genannt) und sie sind alle durch Botenstoffe, Zytokine, miteinander in Verbindung.

Die Immunologie hat im Laufe der Jahrzehnte den Mechanismus des Abwehrsystems entdeckt: Hinter dem Brustbein sitzt die Thymusdrüse. Sie ist die Schaltzentrale für die Immunabwehr. Vom Rückenmark werden neue Zellen hierher geschleust und wie in einer Schule zu Abwehrzellen herangebildet.

Aber: Die Thymusdrüse bildet sich schon von der Pubertät an wieder zurück, ihre Leistungen für das Immunsystem werden schwächer. Daher müssen wir alles vermeiden, was das Immunsystem schwächt, und dafür sorgen, dass unsere Abwehrzellen aktiv bleiben und Kraft haben.
Das kann man tun, um das Immunsystem zu schützen:
■ Ständigen Stress, Ärger und körperliche Überanstrengung meiden.
■ Ausreichend und ungestört schlafen.
■ Lachen, fröhlich sein. Am Europäischen Zentrum für Immun- Therapie hat man eine Studie durchgeführt: Menschen, die lustige Filme zu sehen bekamen, hatten eine messbar bessere Immunkraft. Bei denen, die tragische Filme anschauten, sank die Zahl der Abwehrzellen.
■ Sport treiben, am besten im Freien. Ideal im Winter sind Wandern und Joggen. Der Körper muss gleichmäßig belastet werden. Kraft- und Hochleistungssport schwächen das Immunsystem.
■ Atemübungen im Freien durchführen.
■ Härten Sie den Körper mit Kneipp-Anwendungen ab, z.B. mit Wassertreten am Morgen. Lassen Sie knietief kaltes Wasser in die Badewanne ein, oder füllen Sie einen Fußkneipper mit kaltem Wasser. Steigen Sie im Storchenschritt 30 Sekunden darin umher.

Das kann man tun, um gezielt zum Winteranfang das Immunsystem aufzubauen und zu stärken:
■ Mit einer gesunden Ernährung: reichlich Obst und Gemüse essen, 5 kleine Mahlzeiten am Tag, Fett und zu viel Fleisch sowie Konservierungsstoffe im Essen meiden.
■ Erkälteten aus dem Weg gehen.
■ Ihre Hände oft waschen, denn daran sind viele Krankheitserreger.
■ Vitamine zu sich nehmen. An sich sind alle Vitamine im Verbund wichtig, besonders aber A, Betacarotin, E und C. Vitamin C schützt die Zellflüssigkeit, A und Betacarotin die Zellstruktur, E die Zellwand. Eine zentrale Rolle aber spielt das Vitamin C: Unsere Abwehrzellen – vor allem die Granulozyten – brauchen große Mengen an Vitamin C als Sprit, um arbeiten zu können. Daher macht es in Zeiten grippaler Erkältungen Sinn, jeden Tag zwischen 100 und 200 mg Vitamin C aufzunehmen: 3 Orangen, 5 Kiwis, 2 Paprikaschoten, 3 Gabeln Sauerkraut.
■ Raucher brauchen 3-mal so viel Vitamin C, denn Nikotin zerstört es. In extremen Winterszeiten raten viele Arzte täglich zu 1000 mg Vitamin C aus der Apotheke. Vitamin B6 ist ebenfalls wichtig für die Immunkraft im Winter: Bananen, und Weizenkeime enthalten viel Vitamin B6.
■ Aufnahme von Mineralstoffen und Spurenelementen: Zink ist sehr wichtig für die Immunkraft. Das erklärt auch, warum unsere Großmütter bei Erkältungen Hühnersuppe mit Fleischstücken empfohlen haben. Da sind große Mengen an Zink drinnen. Zink ist auch in Milch- und Vollkornprodukten enthalten. Wichtig für die Immunkraft ist auch Selen (enthalten in Knoblauch und Meeresfisch), das betont Prof. Schrauzer von der Universität San Diego, Kalifornien, USA.

Tee-Trinken für die Gesundheit
Jetzt hat der Tee wieder Hochsaison. Draußen ist es ungemütlich. In der Wohnung sitzt man bei einer heißen Tasse Tee. Doch Tee ist nicht nur ein Genussmittel, das man zur Entspannung, zum Warmmachen trinkt, Tee ist auch eine Naturarznei.

Kräutertees sind flüssige Arzneien. Enzyme, Gerb-, Farb- und Geruchsstoffe, vor allem ätherische Öle geben Kräutern ihre Wirkkraft. Sie enthalten auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Es gibt 3 Arten für die Zubereitung von Kräutertees:

Unser-Tipp:
Im Herbst und Winter kommt es bei vielen Menschen zu einem Ansteigen der Cholesterinwerte. Dagegen kann man vorbeugend Folgendes tun: Essen Sie über den Tag verteilt 5 Äpfel. Das Pektin im Apfel senkt das Blutfett.
1. Überbrühen (der Absud): 1 Teelöffel Teekraut mit 1 Tasse kochendem Wasser überbrühen, zugedeckt 8 bis 15 Minuten ziehen lassen. Dann durchseihen und lauwarm trinken. Die meisten Tees werden so zubereitet.
2. Aufkochen (die Abkochung): 2-3 Esslöffel Teekraut einmal in 1 Liter Wasser aufkochen,
2-3 Minuten kochen, dann 10 Minuten ziehen lassen, durchseihen und lauwarm trinken. Beispiel: Vor allem Wurzel- und Rindentees.
3. Kalt ansetzen (der Kaltansatz): Das Teekraut mindestens 3 Stunden, besser aber über Nacht, in kaltem Wasser ansetzen. Dann durchseihen, leicht erwärmen und trinken. Beispiel: Schleimdrogen wie Eibisch.

Teezubereitung: Frische Kräuter – gewaschen und klein gehackt – dürfen nicht länger als 1-2 Minuten ziehen, getrocknete müssen meistens 8-10 Minuten ziehen.

Kräutertees werden am besten ungesüßt oder mit etwas Honig oder Ahornsirup gesüßt getrunken. Kräutertees sollte man niemals länger als 3 Wochen täglich trinken, sonst gewöhnt sich der Organismus an die Inhaltsstoffe und reagiert nicht mehr darauf.

Welche Heilkräutertees setzt man im Winter wogegen ein?
Kamillentee: nur für Magen- und Darmstörungen (Gastritis) – Roll- kur
Baldriantee: gegen Schlafprobleme
Basilikumtee: gegen Blähungen
Melissentee: beruhigt, bringt besseren Schlaf
Brennnesseltee: zum Entschlacken
Löwenzahntee: zum Stärken der Leber
Mariendisteltee: ebenfalls zur Leberstärkung
Eibischwurzeltee: gegen Heiserkeit, Halsschmerzen, entzündete Mundschleimhaut
Gänsefingerkrauttee: gegen die schmerzhaften Tage der Frau
Hagebuttentee: gegen Erkältungen, besonders reich an Vitamin C
Himbeerblättertee: schweißtreibend Lindenblütentee: schweißtreibend
Holunderblütentee: gegen Schnupfen und grippalen Infekt
Johanniskrauttee: gegen depressive Verstimmungen, schlechte Laune
Lavendeltee: zur Nervenberuhigung
Hibiskusblütentee: beruhigend
Pfefferminztee: stärkt den Magen, gegen Blähungen, Magenkrämpfe
Salbeitee: gegen Entzündungen im Hals- und Rachenbereich, immunstärkend und atemwegsstärkend
Spitzwegerichtee: gegen Bronchitis
Zinnkrauttee: für schöne Nägel und Haare
Fencheltee: gegen Blähungen
Anis-Fenchel-Kümmel-Tee (zu gleichen Teilen): gegen schlechte Laune
Apfelschalentee: gegen leichte Erkältungen, erfrischend

So stärken wir unsere Atemwege für den Winter
Wenn es draußen nass, kalt und ungemütlich ist, dann sind sehr oft unsere Atemwege in Mitleidenschaft gezogen und gefährdet. Die Bronchitis geht um. Husten und Verschleimung sind bei vielen an der Tagesordnung. Wir spüren eine quälende Enge in der Brust, können nicht richtig durchatmen. Kann man eigentlich vorbeugend etwas für die Atemwege tun? Ja, das kann man. Ich sage Ihnen, wie man es richtig macht und wie man einer Reihe von Erkrankungen zum Winteranfang Vorbeugen kann.

Ein erwachsener Mensch hat rund 300 Millionen Lungenbläschen, die ihn mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgen. Die Gesamtfläche all dieser Lungenbläschen entspricht der Größe eines Fußballplatzes. Bei jedem Infekt, der nicht richtig ausheilt, geht wertvolles Lungengewebe verloren. Auf diese Weise wird das Atemfeld des Menschen kleiner.

Sie sollten daher regelmäßig messen, wie groß Ihre Atem-Kapazität ist. Das geht ganz einfach. Wenn Sie morgens im Badezimmer laut ein Schlagerlied mit dem Radio mitsingen können und nicht außer Atem kommen oder wenn Sie aus der Entfernung von 1 Meter eine brennende Kerze ausblasen können, dann ist alles in Ordnung. Schaffen Sie es nicht, dann sollten Sie zum HNO- Arzt gehen. Zum Messen des Atemvolumens gibt es ein Gerät: das Peakflow-Meter oder den Pulmo-Test. Das ist ein Gerät, in das man hineinbläst und von einer Skala oder von Farben ablesen kann, ob man einen idealen Atemstoß hat oder nicht. Das Gerät kann man auch in der Apotheke kaufen.

Die verstärkte Umweltbelastung durch Hausbrand, durch Schmutz, der aus so vielen Schornsteinen kommt, belastet besonders im Winter die Atemwege. Auch die Auto- Auspuffgase bleiben bei Schlechtwetter in Atemhöhe.

Ja, und dann herrscht in vielen Wohnungen in der kalten Jahreszeit entsetzlich schlechte Luft durch Rauchen, zu wenig und falsches Lüften, zu trockene Luft auf Grund der Zentralheizungen.

Und das können Sie für die Atemwege vorbeugend tun:
Man kann mit einer Salbeitee-Kur die Atemwege stärken. Zu diesem Zweck sollte man jeweils 3 Tage über den Tag verteilt 1 Liter Salbeitee trinken. Nicht viel länger, da er viele Bitter- und Gerbstoffe enthält.

Zubereitung: Morgens 1 Liter kaltes Wasser zustellen, 2 gehäufte Esslöffel Salbeiblätter aus der Apotheke dazugeben, das Ganze zum Kochen bringen und dann 3 Minuten kochen lassen. Durchseihen, etwas abkühlen lassen und 1/4 Liter gleich trinken. Den Rest in eine Thermosflasche füllen und über den Tag verteilt trinken.

Kinder werden oft mit verschiedenen Salben und Tinkturen eingerieben, wenn sie Atemwegsprobleme haben. Auch dies stärkt die gesunden Atemwege. Beim allerersten Anzeichen von Husten oder Bronchitis massiert man Propolis-Salbe, Eukalyptus-Tinktur oder asiatischen Tigerbalm auf Brust und Rücken ein. Untersuchungen von Prof. Dr. Schneeweiß in Berlin haben ergeben, dass die Inhaltsstoffe der Natursubstanzen sowohl durch die Atemwege als auch durch die Hautporen in den Körper gelangen.

Die effektivste Aufbau-Therapie für gesunde und bereits erkrankte Atemwege ist und bleibt das Inhalieren. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Viele denken beim Wort Inhalieren immer nur an die klassische Art, und die geht so: Man nimmt einen Küchentopf oder einen Kunststoff-Inhalator aus der Apotheke, der nicht viel kostet. Da gibt man 20-30 Tropfen Eukalyptusöl oder Teebaumöl hinein. Dann gießt man 1/4 bis 1/2 Liter heißes Wasser auf und atmet 10 Minuten lang die aufsteigenden Dämpfe ein. Die ätherischen Öle vom Eukalyptus- oder vom Teebaumöl gelangen tief in die Atemwege.

Dr. Uwe Juergens von der Universität Bonn hat kürzlich nachgewiesen: Der von Reizstoffen befreite, gereinigte und isolierte Hauptwirkstoff Soledum-Cineol aus dem Eukalyptus-Blatt lindert nicht nur Atembeschwerden und löst den Schleim, sondern wirkt auch entzündungshemmend, z.B. auch bei Raucher- Husten. Eukalyptus stärkt die natürlichen Abwehrkräfte der Atemwege.

Wie oft sollte man inhalieren, um vorzubeugen? Wie oft, wenn man bereits erkältet ist?
Zur Vorbeugung 1-mal am Tag, am besten abends vor dem Zu-Bett-Gehen. Wenn man bereits Atemwegsprobleme hat, 2- bis 3-mal am Tag. Man muss da aber sehr vorsichtig sein. Danach darf man 1-2 Stunden nicht ins Freie, sonst erkältet man sich erst recht. Ideal ist es, wenn man sich anschließend ins Bett legt. Besonders vorsichtig muss man sein, wenn Kinder inhalieren sollen. Lassen Sie Kinder niemals mit dem Gefäß mit heißem Wasser allein. Es kann zu schlimmen Verbrühungen kommen. Unsere Großmütter haben uns immer eine Decke über den Kopf gestülpt, wenn wir heiße Dämpfe inhaliert haben. Davor warnen heute viele Arzte.

Es wird sehr heiß unter der Decke, und es kann zu Kreislaufstörungen kommen. Besser ist es, einen Schirm kurz am Griff knapp über den Kopf zu halten. Da hat man rundherum Luft.

Es gibt aber noch andere Möglichkeiten des Inhalierens, an die man oft gar nicht denkt, die aber so logisch und hilfreich sind:
■ Inhalation im Wannenbad:
Man bereitet ein schönes Wannenbad vor, setzt sich hinein, träufelt dann 20 Tropfen Eukalyptus-Tinktur oder Teebaumöl auf die Wasseroberfläche, atmet entspannt und tief durch.
■ Inhalation aus der Raumluft:
Man stellt einen kleinen Teller oder eine Dessertschale mit Wasser oder mit einem Wattebausch auf. Da drauf kommen 30 Tropfen Eukalyptus-Tinktur oder Teebaumöl. Die ätherischen Öle steigen auf, werden aus der Raumluft eingeatmet und wirken auf die Atemwege.
■ Die Taschentuch-Inhalation:

Wenn man beruflich unterwegs ist, dann gibt man mehrmals am Tag 5 Tropfen Eukalyptusoder Teebaumöl auf ein Stoff- Taschentuch, trägt es immer bei sich und schnuppert regelmäßig daran.
Wenn jemand kein Eukalyptus- oder Teebaumöl zu Hause hat, dennoch seine Atemwege stärken und zugleich die Atemluft verbessern will, für den gibt es ganz einfache Hausmittel, die immer da sind.

Man inhaliert die ätherischen Öle der Zwiebel. Sie geben den Atemwegen neue Kraft. Man schneidet eine Zwiebel in Würfel, gibt sie in heißes Wasser, lässt sie einmal kräftig aufkochen, zieht den Topf dann von der Herdplatte und atmet die aufsteigenden Dämpfe etwa 10 Minuten lang ein.

Oder man nimmt eine Orange und eine Hand voll Gewürznelken und bespickt die Orange rundum mit den Gewürznelken. Dann stellt man mehrere solcher Orangen in der Wohnung auf. Das riecht nicht nur wunderbar, sondern baut auch die Abwehrkräfte der Atemwege auf. Es ist gar nicht schwer, in der kalten Jahreszeit etwas für die gefährdeten Atemwege zu tun.

Freuen Sie sich auf den ersten Schnupfen!
Gehören Sie zu jenen glücklichen Menschen, die Jahr für Jahr in den ersten Winterwochen noch kerngesund umherlaufen? Oder haben Sie immer schon sehr früh Schnupfen, Husten, Halsschmerzen? Diese Beschwerden haben in der kalten Jahreszeit Hochsaison. Das Papiertaschentuch wird zum am meisten gebrauchten Gegenstand.

Freuen Sie sich über Ihren Schnupfen. Wenn Sie nämlich jetzt an einer relativ belanglosen Infektion erkrankt sind, baut der Organismus eifrig Abwehrstoffe auf. Und in vielen Fällen haben Sie dann aller Voraussicht nach den ganzen Winter keine weitere Erkältung.

Heute weiß man, dass ein Schnupfen durch 5-6 Misch-Viren hervorgerufen wird, und gegen all diese Viren werden sofort Abwehrkörper aufgebaut. Freuen Sie sich also über Ihren ersten Schnupfen!

Unser-Tipp:
Sind Sie den ganzen Tag von Kollegen umgeben, die erkältet sind? Dann sollten Sie nicht aus demselben Clas trinken, ja nicht einmal denselben Kugelschreiber verwenden. Daran befinden sich Heerscharen von Viren und Bakterien.

Allerdings:
■ Spielen Sie nicht den Helden. Bleiben Sie bei Erkältungen ein, zwei Tage zu Hause. Herz und Kreislauf werden belastet. Der Körper braucht Ruhe und Erholung. Beruf und Freizeitsport müssen Pause machen.
■ Wer absolut nichts gegen die erste Wintererkältung unternimmt, läuft Gefahr, dass aus wenigen Tagen des Unwohlseins viele beschwerliche Wochen werden.
■ Schnupfen, Husten, Heiserkeit und andere kleinere Infekte können fast immer von jedem selbst auskuriert werden. Das gilt natürlich nicht für kränkliche Senioren, für Kinder und Patienten mit anderen Leiden. Für einen sonst Gesunden gilt die Regel: Wenn das Fieber 39 °C überschreitet, dann muss der Arzt gerufen werden.

Ausnahme: Bei Kindern, die schon einen Fieberkrampf hatten, muss der Arzt schon bei 38 °C gerufen werden.

Und das sind bewährte Mittel gegen Schnupfen und andere leichte Erkältungen:
Als erste Maßnahme: Ein ansteigendes Fußbad: Fußkneipper oder großen Eimer, in dem die Beine gut Platz haben, in die Badewanne stellen und mit lauwarmem Wasser füllen. Bequem dazusetzen, Beine hineingeben und im Laufe einer viertel Stunde langsam heißes Wasser zulaufen lassen (Gefäß wird überlaufen), bis ca. 40 bis 42 °C erreicht sind. 5 Minuten im sehr warmen Wasser bleiben, anschließend abtrocknen. Gummi-Wärmflasche ins Kreuz, eine Wollmütze bis in die Stirn. 1/4 Liter heißen Lindenblütentee mit 2 Teelöffeln Melissengeist (nach dem klassischen Rezept der Kölner Klosterfrau Maria Clementine Martin) und 2 Teelöffeln Honig trinken. Dann ab ins Bett und gesund schlafen.

Essen Sie viel Obst und Gemüse, das reich an Vitamin C ist: Kiwis, Orangen, Paprika, Sauerkraut.

Bewegung ist Leben: Die idealen Sportarten im Winter
Im Winter laufen viele von uns Gefahr, sich zu wenig zu bewegen. Das schadet der Gesundheit. Beim Sport produziert unser Gehirn Glückshormone, so genannte Endorphine. Sie lassen uns die kalte, unwirtliche Zeit leichter ertragen.

Laufen stärkt das Herz
Hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Stress, Umweltgifte bedrohen uns in der kalten Jahreszeit besonders. Ein wirksames Mittel der Vorbeugung ist die regelmäßige Bewegung in sauerstoffreicher Luft. Die preiswerteste und einfachste Möglichkeit ist das Laufen. Beim Laufen kann man einen ganzen Liter mehr Luft nutzen, als wenn man keine Bewegung macht. Beim Laufen entwickelt sich die Lunge kräftiger.

Das Blut bekommt mehr Sauerstoff, der dann den Zellen zugeführt wird. Das Herz wird leistungsfähiger. Die Arterien werden weiter und elastischer. Der Kreislauf wird verbessert.

Einige Tipps zum Laufen:
■ Wenn es kalt ist, muss man beim Laufen warme Unterwäsche, eine Kopfbedeckung, Handschuhe und warme Socken tragen.
■ Laufen Sie, wenn Sie Gelegenheit haben, nicht allein, sondern mit einem Partner oder einer Gruppe. Laufen kann jeder, der Spaß daran hat: Wer gesund ist, kann sofort damit beginnen. Wer ein Leiden hat, muss unbedingt vorher seinen Arzt fragen. Kinder und Senioren laufen besser kürzere und ebene Strecken. Laufen muss man lernen. Am Anfang bewegt man sich verkrampft, man bekommt keine Luft. Man läuft und atmet zu hektisch, man verspürt immer wieder Seitenstechen.

Daher ist wichtig:
■ Finden Sie einen natürlichen Laufstil. Man sollte mit dem Vorderfuß auf dem Zehenballen auf- treten. Das Bein sollte leicht angewinkelt sein, damit sich der Körper kraftvoll wieder abstoßen kann.
■ Atmen Sie richtig. Durch die Nase wird eingeatmet, damit die Luft gefiltert wird. Durch den Mund wird ausgeatmet. Gewöhnen Sie sich einen Schrittrhythmus an: Bei jedem zweiten rechten Schritt wird eingeatmet, bei jedem zweiten linken Schritt ausgeatmet.
■ Bewegen Sie beim Laufen die Arme richtig. Die Arme bestimmen den Laufrhythmus. Sie sollen abgewinkelt sein. Die Unterarme pendeln zwischen Taille und Brust, die Ellenbogen haben
Tuchfühlung zum Körper. Hände sind locker, Daumen zeigen nach oben.
■ Wenn Sie mit dem Laufen etwas für Ihre Gesundheit tun wollen, übertreiben Sie nicht, und beginnen Sie Ihr Training langsam und vorsichtig. Am besten 1 Minute laufen, 1 Minute gehen, 2 Minuten laufen, 2 Minuten gehen und so weiter.

Eisläufen fördert die Konzentration
In der kalten Jahreszeit zieht es alljährlich Menschen jeden Alters auf öffentliche Eisplätze oder Eislaufbahnen. Denn wer einmal mit dem Eisläufen begonnen hat, der bleibt diesem Sport treu. Wer Schlittschuh läuft, kann eine Menge für seine Gesundheit tun. Wenn man im Freien läuft, dann härtet die intensive Bewegung an frischer, trockener und kalter Luft den Körper ab.

Das stärkt die Abwehrkraft gegen Erkältungskrankheiten. Eisläufen regt den Blutkreislauf an. Herz und Lunge werden gekräftigt. Die gesamte Muskulatur kommt in Bewegung. Besonders gestärkt werden die Muskeln der Oberschenkel, der Hüften und des Rückens. Beim Eisläufen lernt man ein gutes Gleichgewichtsgefühl. Gewandtheit und Konzentrationsfähigkeit werden gefördert.

Eisläufen kann aber auch gefährlich sein. Wenn man nicht vorsichtig genug auf dem Eis unterwegs ist, kann es zu unangenehmen Sturzverletzungen kommen. Am häufigsten sind Prellungen der Hüft- und Ellenbogengelenke, Verstauchungen der Knie- und Sprunggelenke bei verunglückten Landungen und Schnittverletzungen durch die Kanten eines Schlittschuhs. Mit einiger Vor- und Rücksicht können diese Gefahren auf ein Minimum reduziert werden.

Wandern im Winter ist das beste Beintraining
Gehen ist die natürlichste Möglichkeit für den Menschen sich fortzubewegen. Wenn man es zum Freizeitsport ausbauen möchte, dann spricht man vom Wandern, in den USA vom Walking. Wandern ist das ganze Jahr über eine beliebte Bewegungsart für die ganze Familie am Wochenende.

Vielleicht tun Sie es gern und wissen gar nicht, wie gesund es ist. Es gibt zweifelsohne Freizeitsportarten, die faszinierender und aufregender sind als das Wandern.

Man leistet nichts Sensationelles, muss sich auch nicht groß anstrengen oder selbst überwinden. Es besteht auch nicht die Gefahr, dass man gefährlich übertreibt und sich schadet, wenn man von einem Muskelkater absieht.

Wandern kann jeder, ob Kleinkind, Schulkind, Frauen und Männer in den besten Jahren sowie Menschen im hohen Alter. Fürs Wandern braucht man keine teure Ausstattung: Wichtig sind feste Schuhe und eine Kopfbedeckung.

Gesundheitliche Bedeutung des Wanderns
Der ganze Körper wird dabei trainiert, die Beine allerdings am meisten. Die Muskulatur der Beine wird sanft und gleichmäßig durchblutet sowie elastisch gehalten. Es gibt dabei keine Gefahr einer Muskelzerrung oder eines Muskelrisses.

Da der Fuß ständig Bodenkontakt hat, werden die Fußsohlen massiert, und über die nachgewiesenen Reflexzonen werden Muskeln, Wirbelsäule und alle inneren Organe positiv beeinflusst. Kräftige Schritte spürt man bis ins Gesäß.

Das ist ein Beweis, dass beim Wandern Becken-, Gesäß- und Bauchmuskulatur angeregt werden, wobei auch die Verdauung gefördert wird. Interessant ist, dass auch die locker mitschwingenden Arme besser durchblutet werden und zugleich sich Schultern und Nacken entspannen.

Bänder, Gelenke und Sehnen werden schonend gestärkt. Es kann dabei keine Verletzungen wie beim Laufen geben, wenn man einen Fehltritt macht und stürzt. Es können daher auch all jene wandern, die schwache Bänder oder einen Bandscheibenschaden haben.

Wandern ist eine stoßfreie Bewegungsart. Man muss dabei den ganzen Fuß von der Ferse bis zu den Zehen einsetzen. Wer wandert um abzunehmen, der muss sich ganz schön anstrengen. Wenn man 1 Stunde wandert, baut man bloß 300 Kalorien ab. Wer allerdings regelmäßig wandert und auch im Alltag nicht jeden Meter mit dem Auto fährt, der kann mit dem Gehen einiges erreichen. Und an einem kalten Wintertag funktioniert das ganz besonders gut, weil die Kälte auch beim Fettverbrennen mithilft.

Wandern stärkt den Kreislauf, fördert die Sauerstoffaufnahme, aktiviert Lunge und Herz, baut Stress ab, macht die Muskeln geschmeidig und fördert die allgemeine Konstitution sowie den Schlaf.

Ältere Menschen sowie Kinder sollten als kleine Hilfe einen Wanderstock benutzen. Wer wandert, der sollte so wenig wie möglich tragen und wenn, dann sollte das Gepäck gleichmäßig in einem Rucksack verteilt sein.

Wandern Sie vor allem in sauerstoffreicher Luft, fern von Industriegebieten und starkem Straßenverkehr.

Langlaufen tut den Venen gut
Wenn Sie seit Jahrzehnten oder seit Jahren ein begeisterter Schiläufer sind, der die steilsten Hänge hinunterflitzt, dann werden Sie sich davon nicht abhalten lassen und jeden Winter mächtigen Spaß dabei haben. Wenn Sie aber nicht so schifest sind oder gar erst mit dem Wintersport auf zwei Brettern im Schnee beginnen wollen, dann sollten Sie genau überlegen, wofür Sie sich entscheiden, vor allem dann, wenn Sie schwache Venen haben.

Streichen Sie nach Möglichkeit den alpinen Schilauf aus Ihrem Winter- Freizeit-Programm. Diese Sportart ist nicht sehr venenfreundlich. Gerade bei schnellen Abfahrten in kurzen, engen Schwüngen entsteht ein hoher Kraftdruck auf die Beine, wobei die geschwächten Venen überlastet werden. Auf harten, eisigen Pisten oder auf so genannten Buckelpisten wirken sich die harten Stöße negativ auf das empfindliche Venengewebe aus. Außerdem gibt es beim Alpin-Schisport ein relativ hohes Verletzungsrisiko. Wenn man sich das Bein bricht oder wenn es zu einer Verstauchung kommt, muss das betroffene Bein längere Zeit ruhig gestellt werden. Und das ist bei schwachen Venen extrem ungünstig für die Gesundheit. Beim Alpin- Schisport sind außerdem Füße und Unterschenkel in den Schischuhen off extrem eingeschnürt. Das hemmt den Blutfluss. Ein ideales Venen-Training im Schnee ist der Schi-Langlauf. Er ermöglicht es dem Venen-Patienten, in tief verschneiter Landschaft Sport und Spaß zu erleben. Ein Winterurlaub im Schnee ist ja grundsätzlich eine ideale Gelegenheit, etwas für die Gesundheit zu tun. Davon haben Herz, Kreislauf, Atmung und Muskulatur viele Vorteile. Für den Venen-Patienten ist dabei wichtig, dass die Beinmuskeln intensiv beansprucht und trainiert werden. Die Venen werden auf diese Weise gefestigt, ihre Pumpleistung wird bestens unterstützt und gefördert.

Beim Schilanglauf wird die gesamte Körpermuskulatur über einen längeren Zeitraum rhythmisch-dynamisch bewegt und gekräftigt. Langlaufen kann man leicht lernen. Es wird auch von reiferen Menschen schnell beherrscht. Das Verletzungsrisiko ist gering. Durch das gleichmäßige Vorwärtsgehen und Vorwärtsgleiten auf den Schiern werden die Wadenmuskeln abwechselnd angespannt und wieder entspannt. Bei jeder Anspannung üben die Muskeln einen kurzen Druck auf die Venen aus. Durch diesen Druck wird das Blut aus den Beinen herausgepumpt. Durch diese Arbeit der Wadenmuskel-Venenpumpe kommt der Bluttransport aus den Beinen in Schwung. Vorhandene Stauungen in den Beinen können auf diese Weise abgebaut werden.

Damit die Muskelarbeit bei einem geschwächten Gewebe nicht vergebens gefördert wird, ist es notwendig, dass es einen äußeren Gegendruck gibt. Und den können beim Langlaufen Kompressionsstrümpfe schaffen.

Mit gesunden Beinen durch den Winter
Wenn von Venen-Erkrankungen die Rede ist, dann denkt man in erster Linie, wie sehr die Betroffenen an heißen Sommertagen leiden. Dabei ist speziell der Winter für die belasteten Beine vielfach eine Qual:
■ In der kalten Jahreszeit werden die Beine in warme Strümpfe, in enge hohe Stiefel, in die beliebten Moon-Boots und in enge Schihosen gepackt.
■ Öffentliche Verkehrsmittel, Wohnungen und Arbeitsräume sind überheizt, und die Wärme kommt sehr oft direkt von unten auf die Beine, wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist.
■ An so manchem kalten Wintertag zieht man sich ins Badezimmer zurück und legt sich in die Wanne, um ein schönes, heißes Vollbad zu genießen. (Bei Krampfadern verboten!)
■ Oder man wärmt sich in der Sauna so richtig auf. Saunieren schadet den Venen! Die Venen weiten sich in der Hitze der Sauna aus.
■ Wenn man durchgefroren nach Hause kommt, setzt man sich hin und legt oft die Beine auf die Heizung.

Es soll im Winter keiner frieren. Aber die allzu große Nähe zu den Wärmequellen schadet den Venen. Die Wärme wirkt gefäßerweiternd und fördert eine vorhandene Venenschwäche. Die Probleme, die man sonst bei hohen Temperaturen im Sommer hat, setzen sich daher im Winter fort und belasten den Zustand der Venen. Dazu kommt noch, dass die meisten von uns speziell im Winter viel zu wenig Bewegung machen.

Das müssen Sie im Interesse Ihrer Beine und speziell der Venen in der kalten Jahreszeit beachten:
■ Auch wenn es draußen stürmt und schneit, wenn klirrende Kälte herrscht, verkriechen Sie sich nicht in der warmen Wohnung. Die Wärme und der Bewegungsmangel sind sehr schädlich für die Venen. Gehen Sie hinaus ins Freie, und machen Sie Spaziergänge an der frischen Luft.
■ Stapfen Sie durch den hohen Schnee. Dabei müssen Sie die Knie anheben. Das aktiviert die Wadenmuskulatur, die das Blut aus den Beinen pumpt.
■ Tragen Sie im Winter keine engen und hohen Stiefel. Wenn Sie warme, feste Schuhe tragen, dann ziehen Sie diese sofort aus, sobald Sie einen Raum betreten haben.
■ Stellen Sie die Zentralheizung daheim nicht zu warm ein. Meiden Sie zu Hause und am Arbeitsplatz die allzu große Nähe von Heizungen.
■ Richten Sie elektrische Heiz- Ventilatoren niemals auf die Beine. Richten Sie aber auch die Heizlüftung Ihres Autos nicht in den Fußraum.
■ Tragen Sie bei Winterwanderungen Stütz- oder Kompressions-strümpfe. Stützstrümpfe eignen sich vor allem für jene, die zwar gesunde Beine, aber die Veranlagung zu Venenproblemen haben.
■ Stellen Sie sich im Winter in freier Natur entspannt hin, und machen Sie bewusste, tiefe Atemübungen. Das bringt den gesamten Kreislauf in Schwung.
■ Tragen Sie im Winter warme, aber nicht zu schwere Kleidung.
■ Sie sollten auch an kalten Wintertagen morgens und abends Wasseranwendungen absolvieren. Brausen Sie die Waden von unten nach oben mit der kalten Dusche ab. Auch das regt die Venen- und die Kreislauffunktionen an.
■ Gehen Sie regelmäßig ins nächste Hallenbad schwimmen. Thermalbäder sind schlecht für die Venen.
■ Nützen Sie im Winter Tanzveranstaltungen. Tanzen tut den Venen gut. Dabei wird die Muskulatur am Unterschenkel gekräftigt und die Pumpleistung des Venensystems verbessert.

Kopf und Füße brauchen Wärme
Man kann sich in der Winter- kälte nur dann wohl fühlen und gesund bleiben, wenn man einige wichtige Voraussetzungen erfüllt:
■ Gehen Sie niemals ohne Kopfbedeckung ins Freie. Unser Körper hat auf der Hautoberfläche Rezeptoren, die bei Kälte verhindern, dass zu viel Wärme den Organismus verlässt. Am Kopf allerdings haben wir nur ganz wenige solcher Rezeptoren. Daher verlieren wir bei tiefen Temperaturen ohne Kopfbedeckung über den Kopf – wie durch einen Schornstein – besonders viel Wärme. Das Immunsystem ist gefährdet.
■ Ziehen Sie warme Schuhe an. Wenn Sie nur eine Stunde in der Kälte mit kalten Füßen umherlaufen, dann sinkt im Mund die Temperatur bis zu 3 °C. Das bedeutet eine Klima-Katastrophe für den Organismus. Viren und Bakterien können leichter ein- dringen.
■ Trinken Sie bei Kälte keinen Alkohol. Er erweitert die Gefäße. Damit wird zu viel Wärme abgegeben.
■ In der Winterkälte brauchen wir mehr Vitamin E. Essen Sie Naturprodukte, die viel enthalten: Nüsse, Vollkornbrot, Milchprodukte.
■ Wenn Sie bei eiskalten Temperaturen wandern und laufen, dann binden Sie kein Tuch vor den Mund. Wichtig ist, dass Sie durch die Nase atmen. Dann kommt die kalte Luft garantiert mit 37 °C in die Bronchien. Der Mund muss geschlossen bleiben.
■ Vergessen Sie nicht auf den Frostschutz für Ihre Gesichts-haut. Bei großer Kälte darf man keine Feuchtigkeitscremes verwenden. Die Haut braucht Fettcremes und Öle. Auch die Lippen müssen mit einem Pflegestift geschützt werden, und Ohren brauchen Ohrenschützer.

Wenn Sie sich richtig auf die Kälte einstellen, dann können Sie sie optimal genießen.

Kreislauf Service für kalte Wintertage
Der Winter stellt bei fast allen Menschen eine Belastung für den Kreislauf dar. Das hat mehrere Gründe:
1. Die meisten von uns machen in der kalten Jahreszeit zu wenig Bewegung, und das ist schlecht für den Kreislauf.
2. Unsere Blutgefäße werden bei kalten Außentemperaturen enger, und das ist wieder schlecht für den Kreislauf.
3. Bei jeder Erkältung, die wir jetzt durchstehen müssen, kommt der Kreislauf in die Krise. Daher sollten wir vorbeugend darauf achten, dass wir mit einem stabilen und starken Kreislauf durch die kalte Jahreszeit gehen.

Das können Sie für Ihren Kreislauf tun:
■ Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viele Kilos auf die Waage bringen. Übergewicht tut dem Kreislauf gar nicht gut.
■ Trinken Sie täglich 2 Liter stilles Mineral- oder Leitungswasser. Unser Kreislauf braucht Flüssigkeit.
■ Essen Sie jeden Tag 2 bis 3 Äpfel. Die Pektine des Apfels senken erhöhte Cholesterinwerte und entlasten den Kreislauf. Das hat eine Studie von Prof. Dr. Sinzinger an der Universität Wien ergeben.
■ Essen Sie regelmäßig Knoblauch, oder nehmen Sie standardisierte Knoblauch-Präparate aus der
Apotheke ein. Knoblauch hält unsere Gefäße elastisch. Das ist wichtig für einen gesunden Kreislauf.

Spezial Tipp:
Wenn Sie ganz plötzlich an Kopfschmerzen leiden, dann könnten diese durch Kälte ausgelöst worden sein. Ziehen Sie für einige Stunden eine Wollmütze über den Kopf, und legen Sie sich in Rückenlage auf den Boden und machen Radfahr-Bewegungen.

■ Wichtig für den Kreislauf ist die ständige Versorgung des Körpers mit den Mineralstoffen Kalium und Magnesium. Kalium holen wir uns aus Bananen, getrockneten Feigen, roher Petersilie und Pellkartoffeln. Magnesium liefern Naturreis, Vollkornprodukte, Hirse, Leinsamen.
■ Es gibt auch ein Heilkraut, das den Kreislauf stärkt: Weißdorn, auch Crataegus genannt. Aus Studien an der Freien Universität Berlin weiß man: Die Wirkstoffe im Weißdorn – die Procyanide –
verbessern die Herzleistung, stärken die Herzkranzgefäße und stabilisieren den Kreislauf. Wenn jemand nach einer Erkältung abgeschlagen, müde und erschöpft ist, dann kann Weißdorn neue Kraft geben. Eine Kreislauf-Kur mit Weißdorn kann man mit Weißdorn-Tee, mit Weißdorn- Saft, mit Weißdorn-Tinktur oder mit einem Weißdorn-Präparat aus der Apotheke machen.
■ Es ist wichtig, dass wir unseren Kreislauf durch Bewegung trainieren: mit Wandern, Laufen, Gymnastik, Treppen-Steigen, mindestens 3-mal in der Woche 20 Minuten lang.
■ An der ersten medizinischen Akademie von Shanghai wurde eine Übung aus der chinesischen Heilgymnastik erprobt. Sie eignet sich bestens zur Stärkung des Kreislaufs: Setzen Sie sich kerzengerade auf einen Stuhl ohne Seitenlehnen. Stellen Sie die Füße locker auf den Boden. Legen Sie die Handflächen links und rechts von sich auf die Stuhlfläche. Nun drücken Sie mit der linken Handfläche 6-mal auf die Sitzfläche des Stuhls, danach mit der rechten Handfläche. Danach heben Sie zuerst die linke Hand – mit der Handfläche nach oben – empor, als wollten Sie eine Schale zur Decke heben. Und dann machen Sie das Gleiche mit der rechten Hand. Hände ausschütteln und die Übung wiederholen. Immer nur vor dem Essen trainieren.

So bereiten Sie Ihr Kind auf den Winter vor
Kinder sind im Winter sehr oft krank. Sie haben häufig in einer Saison mehrere Erkältungen, laufen unentwegt mit rinnender Nase umher und leiden unter Husten. Damit Ihr Kind oder Enkelkind mehr Spaß am Winter haben kann und gesund durch die kalte Jahreszeit geht, sollten Sie es gezielt auf die bevorstehenden Monate vorbereiten.

Hier einige Anregungen:
■ Eltern und Großeltern sollten sich in Innenräumen ein striktes Rauchverbot auferlegen. In Wohnungen, in denen geraucht wird, haben Kinder ein stark geschwächtes Immunsystem. Kinder von Rauchern sind im Winter besonders oft krank.
■ Wenn Ihr Kind von Grund auf schwache Abwehrkräfte hat, sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine Grippe-Impfung sprechen.
■ Gewöhnen Sie dem Kind an, sich sofort, wenn es nach Hause gekommen ist, gründlich die Hände zu waschen. Es trägt auf der Haut viele Bakterien und Viren mit sich herum.
■ Wenn Ihr Kind einen Schnupfen hat, dann sollte es die Nase mit Papiertaschentüchern säubern und diese nach einmaligem Verwenden weggeben. Bei Textil- Taschentüchern kommt es ununterbrochen zu einer neuerlichen Selbstinfektion.
■ Achten Sie darauf, dass im Winter in der Wohnung die Heizung nicht zu warm eingestellt ist. Rachen und Nasenhöhle sind mit einer dünnen, feuchten Schicht bedeckt, die vor Bakterien und Viren schützt. Zu hohe Raumtemperaturen trocknen die Schleimhäute aus. Damit gibt es keine Abwehr gegen die Krankheitserreger. Aus demselben Grund sollte die Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen nicht zu niedrig sein. Hängen Sie nasse Tücher auf. Stellen Sie Tonschalen mit Wasser auf. Auch gut gewartete Luftbefeuchtungsgeräte helfen.
■ Gehen Sie mit Ihrem Kind in die Sauna. Das stärkt die Abwehrkräfte.
■ Ein sehr guter Weg, den Körper des Kindes für die kalte Jahreszeit mit tiefen Temperaturen stark zu machen: Baden Sie Ihr Kind vor dem Zubettgehen in der Wanne. Sowohl das warme Wasser, die Kräuter-Badezusätze in der Wanne und der Dampf im Badezimmer machen stark gegen Viren und Bakterien. Schließen Sie das Bad mit einem kühlen Abguss ab. Die Kinder dürfen dabei herzhaft herausschreien, damit sie gut durchatmen.
■ Kleiden Sie Ihr Kind in der gut beheizten Wohnung nicht zu warm an. Die Kleinen sollten nicht schwitzen.
■ Hingegen müssen die Kinder im Freien warm angezogen werden. Am besten in Schichten: also Unterwäsche, Shirt, Pullover. Die Luftschichten dazwischen regulieren Wärme und Kälte. Und man kann jederzeit, wenn es zu warm wird, ein Kleidungsstück ausziehen.
■ Achten Sie darauf, dass Ihr Kind in der kalten Jahreszeit nicht den ganzen Nachmittag und Abend vor dem Fernsehapparat sitzt. Das ist schlecht für die Augen, für die Lungen und für die Wirbelsäule. Die Kinder sollten am Nachmittag – auch bei schlechtem Wetter – hinaus ins Freie. Und sie sollten sich bewegen. Eine jüngste Studie an der Harvard Universität in Boston, USA, hat ergeben: Tägliches, stundenlanges Fernsehen macht die Kin-der dick und krank. Die Kinder leiden oft an zu hohen Blut-druck- und Cholesterinwerten. Täglicher Aufenthalt im Freien in warmer Kleidung ist sehr gesundheitsfördernd.

Augen brauchen im Winter eine besondere Pflege
Wenn es draußen kalt wird und wir uns verstärkt in beheizten Räumen mit meist zu trockener Luft aufhalten, dann ist das nicht nur schlecht für den Teint, sondern auch für die Augen. Die Haut rund um die Augen ist weitaus empfindlicher als die der ganzen übrigen Gesichtshaut. Sie ist dünner und mit viel weniger Talgdrüsen ausgerüstet. Daher entstehen im Herbst und im Winter
rund um die Augen markante Fältchen, die älter machen und hässlich aussehen.

Schlechte Luft in den Räumen und zu wenig natürliches Licht an düsteren Herbst- und Wintertagen lassen unsere Augen sehr oft müde und glanzlos wirken. Da sie aber ein wesentliches Ausdrucksmittel und eine Visitenkarte für unser Wohlbefinden und Aussehen sind, müssen wir gerade jetzt ein Pflege- und Trainingsprogramm starten, damit wir die Augen fit für den Herbst und den Winter machen.
■ Auch junge Frauen sollten in dieser Jahreszeit morgens und abends eine Augencreme rund um die Augen auftragen. Eine Creme mit den Vitaminen E, B und C oder mit Fruchtsäuren. Man kann damit die Entstehung von Krähenfüßen verhindern.
■ Sie dürfen bei der Gesichtspflege an der Haut rund um die Augen niemals zerren. Sie müssen ganz sanft mit den Fingern vorgehen. Am besten klopfen oder massieren Sie die Creme ein. Beginnen Sie dabei immer beim inneren Augenwinkel, streichen über das Lid zum äußeren Augenwinkel und dann unter dem Auge entlang wieder bis zum inneren Augenwinkel. Etwaiger Creme- Überschuss wird zart abgetupft.
■ Waschen Sie speziell in der kalten Jahreszeit die Augenpartie niemals mit Seife oder Reinigungspräparaten, die entfetten. Das entzieht der Haut wichtige Nährstoffe, macht sie welk und alt.

Damit allein ist es nicht getan. Das Fitness-Programm für die Augen erfordert auch eine spezielle Augen- Gymnastik. Auch damit kann man Fältchen um die Augen Vorbeugen.

Hier einige Übungen:
■ Stellen Sie sich vor einen Spiegel, und heben Sie die unteren Augenlider mit Daumen und Zeigefinger – sauber gewaschen – vorsichtig und zart nach oben. Halten Sie sie einige Sekunden, und lassen Sie dann wieder locker. Das ist eine sehr sinnvolle Übung gegen Tränensäcke.
■ Drücken Sie die Daumenballen gegen die Schläfen, und ziehen Sie dabei die Haut nach oben. Einige Sekunden festhalten, dann wieder loslassen. Das wirkt gegen kleine Falten.
■ Die Augen verlieren aber auch an Glanz, Jugendlichkeit und Schönheit, wenn Sie sich oft ärgern müssen und Streit und Stress haben. Gehen Sie in die Natur hinaus, und vergessen Sie für ein, zwei Stunden alle Sorgen. Dann kriegen Ihre Augen wieder Glanz.
■ Ein wenig können Sie ja nachhelfen. Übergießen Sie in einer Tasse 2 Beutel Schwarztee mit wenig Wasser. Die nassen, lauwarmen Teebeutel pressen Sie dann auf die Augen und lassen sie – am besten im Liegen – 10 Minuten einwirken. Die Gerbstoffe im Tee straffen die Haut um die Augen und geben den Augen selbst einen neuen Glanz.

Tipps für die ersten Erkältungen
Es gibt im Winter Perioden, da sind fast alle erkältet. Es wird gehustet, geschnäuzt und geniest. Milliarden von Viren werden jeden Tag übertragen.

Unser-Tipp:
Kaum wird es draußen kälter und die Luft rauer, leiden viele von uns an spröden, rissigen Lippen. Dagegen gibt es ein einfaches Naturrezept: Reiben Sie die Lippen mehrmals am Tag mit Weizenkeimöl, Honig oder mit Kakaobutter ein.

Für jene, die es noch nicht erwischt hat, gibt es viele ganz einfache Tricks gegen die Erkältungsgefahr:
■ Die meisten Viren, die eine Erkältung auslösen, gelangen über den Mund in unseren Organismus. Daher sollte jeder, wenn er nach Hause kommt, die Mund- und Rachenhöhle von all den Krankheitserregern, die er tags über angesammelt hat, befreien. Das geht ganz einfach: Man verrührt in einem Glas Wasser (lauwarm) 15 Tropfen Propolis-Tinktur (Apotheke, Reformhaus) und gurgelt intensiv damit. Man kann auch mit 1/16 Liter purem Aloevera-Saft gurgeln (Apotheke). Wer Zeit hat, kann sich Salbeitee zum Gurgeln zubereiten.
■ Wissenschaftler der Berkeley Universität in Kalifornien, USA, erinnern daran: Viele Viren werden beim Händeschütteln über-tragen, weil man danach irgendwann mit der Hand den Mund berührt. In Erkältungszeiten sollten wir öfter mal die Hände waschen, vor allem nach regem Kontakt mit erkälteten Mitmenschen. Seife und Wasser genügen. Die Viren werden zwar nicht gekillt, aber sie werden weggeschwemmt.
■ Wer noch vollkommen gesund ist, der kann sich abhärten, indem er 2-mal die Woche in die Sauna geht, 1 -mal die Woche ein heißes Wannenbad nimmt oder morgens in knietiefem kalten Wasser in der Badewanne mit nackten Füßen das Kneipp’sche Wassertreten zelebriert. Aber nur 1 bis 2 Minuten.

Viele aber, die das alles nicht rechtzeitig gemacht haben, kommen abends nach Hause, haben Glieder- und Kopfschmerzen und spüren eine eisige Kälte im Rücken. Das bedeutet, die Viren haben bereits zugeschlagen. Mit einem Blitzprogramm kann man die Erkältung schnell in den Griff kriegen. Es sind bewährte Tipps, die zum Teil bereits die legendäre Kölner Klosterfrau Maria Clementine Martin propagiert hat:
■ Ziehen Sie einen Trainingsanzug an, und setzen Sie eine Wollmütze auf. Stecken Sie im Sitzen die Beine in einen Eimer mit möglichst heißem Wasser. Legen Sie eine gefüllte Wärmflasche ins Kreuz, und trinken Sie 1/2 Liter sehr warmen Lindenblütentee mit 2 Teelöffeln Melissengeist und 2 Teelöffeln Honig. Man beginnt durch die Wärme von unten (Fußbad), von hinten (Wärmflasche), von oben (Wollmütze) und von innen (Lindenblütentee) enorm zu schwitzen. Jetzt ab ins Bett, bis zur Nasenspitze zudecken und nachschwitzen. Man schafft damit ein künstliches Fieber, das die Viren bekämpft. Am nächsten Tag ist man zwar noch müde, aber schon auf dem Weg der Besserung.

Fieber hat heilende Kräfte
Speziell im Winter kann es leicht geschehen, dass wir plötzlich Fieber bekommen. Viele Menschen sind dann verzweifelt, greifen – oft ohne den Arzt zu fragen – zu einem fiebersenkenden Medikament. Das ist gefährlich und unvernünftig.

Das Fieber ist ein wichtiger Schutz für unseren Körper. Fieber besitzt eine enorme Heilkraft, die von keinem Medikament übertroffen werden kann. Fieber ist eine Selbsthilfe-Reaktion des Organismus. Es regt das natürliche Abwehrsystem an und stört die Vermehrung vieler Krankheitserreger.

Es ist gut, wenn jemand hohes Fieber bekommen kann. Wer eine Temperatur von 38 bis 39 °C erreicht, der wird schneller mit einer Erkältung fertig. Wer nicht fiebern kann oder wer das Fieber mit Medikamenten künstlich senkt, der kann die Krankheit nur langsam besiegen.

Was passiert nun im Organismus, wenn die Körpertemperatur steigt? Die Zellen, die für unsere Immunkraft wichtig sind, werden zu höchsten Aktivitäten angeregt.

Wenn man Fieber hat, muss man Geduld haben. Wichtig sind einige Tage Bettruhe. Der Organismus muss geschont werden. Körperliche Überanstrengung bei Fieber kann gefährlich werden. Herz und Kreislauftragen oft schwere Schäden davon.

Wer fiebert, hat meist keinen Hunger. Das ist gut, denn dadurch wird der Verdauungstrakt entlastet. Wichtig hingegen ist das Trinken von Wasser, verdünnten Fruchtsäften und ungesüßten Kräutertees. Durch die hohe Körpertemperatur kommt es zu einem extrem hohen Flüssigkeitsbedarf. Patienten mit Fieber sollten bei Hunger nur Leichtes essen z.B. Früchte, Kompott, Hühnersuppe.

Fiebersenkende Mittel sollte man nur dann einsetzen, wenn die Körpertemperatur 39 °C übersteigt, längere Zeit nicht sinkt, wenn Begleitsymptome wie Glieder- und Kopfschmerzen auftreten, sich allgemeine Schwäche einstellt, wenn Herz und Kreislauf überfordert sind und der Patient einen sehr kranken Eindruck macht. Fiebersenkende Maßnahmen (Medikamente) sind bei Senioren angezeigt und bei Kindern, die bereits einen Fieberkrampf hatten.

Wichtig ist, dass man das Fieber unter Kontrolle hält, d. h. regelmäßig das Fieber misst, mit einem herkömmlichen Thermometer, mit einem modernen Digital-Fiebermesser, mit einem Ohr-Thermometer oder einem Fieberstreifen, den man an die Stirn legt und der sich bei Fieber rot verfärbt.

Man misst unter dem Arm 7 bis 10 Minuten, im Mund 2 bis 3 Mi-nuten, im After ebenfalls 2 bis 3 Minuten oder im Ohr etwa 1 bis 2 Minuten.

Wenn der Arzt empfiehlt, das Fieber zu senken, sollten Sie es zuerst mit natürlichen Methoden z.B. einem kalten Wadenwickel versuchen. Der lässt sich mit zwei Handtüchern (ein dünnes und ein Frotteetuch) gut durchführen. Das dünne wird zur Hälfte in kaltes Wasser eingetaucht, um eine Wade gelegt und die andere Hälfte als Zwischentuch darübergelegt. Mit dem dicken Frotteehandtuch oder einem Wolltuch wird die ganze Wade im Zug- und Gegenzugverfahren eingepackt. Bei Kindern können auch Wollstrümpfe dazu verwendet werden.

Tauchen Sie ein Leinentuch in zimmerwarmes Wasser, wringen Sie es etwas aus, und legen Sie es auf die Brust. Mit einem trockenen Badetuch abdecken. Alle 15 Minuten wechseln, bis die Temperatur auf 38 °C abgesunken ist. Wenn dem Patienten kühl wird, muss der Wickel sofort abgebrochen werden. Kalte Anwendungen dürfen niemals durchgeführt werden, wenn der Patient fröstelt. Senioren empfinden kalte Anwendungen meist als sehr unangenehm, daher eher medikamentös das Fieber senken.

Gesünder wohnen, leben und arbeiten in der kalten Jahreszeit
Wenn es draußen kalt und ungemütlich ist, dann lässt sich der Winter leichter in einer wohlig warmen, gemütlichen Wohnung ertragen. Wir müssen darauf achten, dass wir in der kalten Jahreszeit eine gute, gesunde Raumluft haben, gut schlafen können und nicht unter dem Problem einer Hausstauballergie leiden müssen.

Das ist wichtig für Körper, Geist und Seele. Am Arbeitsplatz müssen wir darauf achten, dass es keine Fallen für die Gesundheit gibt. Für einige Probleme, die auftauchen könnten, gibt es Lösungen. Hier ein paar Beispiele…

Putzen kann gefährlich sein
Ein sauberes Zuhause ist die Voraussetzung für gemütliches Wohnen im Winter. Der Küchenboden soll glänzen. Auf den Möbeln darf kein Staub liegen. Überall soll es frisch und rein riechen. Dafür gibt man schon einiges an Geld aus. Im Abstellraum stehen fast in jedem Haushalt zahlreiche Reinigungsmittel, die uns beim Saubermachen unterstützen sollen: Allzweck-Reiniger für den Boden, Glas-Reiniger für Spiegel und Fenster, Desinfektionsmittel für das Badezimmer. Und immer kommt Neues auf den Markt.

Allerdings ist das nicht ganz unbedenklich. Der häufige Gebrauch von solchen chemischen Reinigungsmitteln ist im Haushalt und Berufsleben üblich. Aber keiner denkt dabei an die Risiken für die Gesundheit.

Und die sind gar nicht so gering. Vor allem die Haut – unser größtes Organ – kommt bei jedem Putzen oder Spülen mit aggressiven Substanzen in Kontakt.

Die Folge: Durch die regelmäßige Belastung chemischer Substanzen wird die Haut geschädigt. Es handelt sich bei den Reinigungsmitteln sehr oft um giftige Stoffe, welche die obere Schutzbarriere der Haut zerstören.

Das bedeutet, dass schädigende Umwelteinflüsse nicht mehr optimal abgewehrt werden können. Auch Allergien auslösende Stoffe haben die Möglichkeit, tief in die ungeschützte Haut einzudringen. Langfristig kommt es zu einer Austrocknung der Haut. Es bilden sich Risse, einzelne Hautpartien entzünden sich. Darauf reagiert der ganze Körper und setzt Entzündungsstoffe frei. Als Abwehr gegen die schädigenden Chemikalien bildet sich ein Kontaktekzem. Die betroffenen Hautstellen jucken, brennen, weisen starke Rötungen, mitunter sogar Schwellungen auf. Man darf so etwas nicht auf die leichte Schulter nehmen. Etwa 10 Prozent der deutschen Bevölkerung leiden an so einem Kontaktekzem. Jedes Jahr erkranken weitere 5,6 Millionen Menschen.
■ Eine Möglichkeit, ein Ekzem zu vermeiden, ist beim Saubermachen der Gebrauch von Schutzhandschuhen. Aber auch die werden von vielen Menschen schlecht vertragen.
■ Eine andere Lösung: Man meidet die chemischen Stoffe generell.
■ Wissenschaftler der deutschen Chefaro-Forschung haben ein Hautschutz-Programm mit einem dermatologischen Hautschaum entwickelt. Es handelt sich in der Zusammensetzung um einen Euvalon-Schaum, der in seiner Struktur der Haut nach-empfunden ist. Seine Inhaltsstoffe können daher vollständig und rasch in die Haut eindringen und bilden unter der obersten Hautschicht eine Schutzbarriere. Auf diese Weise wird das Risiko für eine Ekzembildung vermindert. Auftretende Symptome wie Juckreiz oder Brennen auf der Haut werden deutlich abgeschwächt.

Der dermatologische Schaum sorgt dafür, dass die Haut in ihrem Gleichgewicht bleibt. Man kann beruhigt allen notwendigen Tätigkeiten im Haushalt und am Arbeitsplatz nachgehen. Prof. Dr. Peter Elsner hat den neuen dermatologischen Hautschaum am Klinikum für Dermatologie und Allergologie an der Friedrich-Schiller- Universität Jena im Rahmen einer Studie getestet: Der Schaum schützt die Haut 6 bis 8 Stunden. Er ist frei von Duftstoffen, enthält keine Reizsubstanzen. Man kann sofort nach dem Aufträgen mit dem Putzen beginnen. Den dermatologischen Schaum gibt es in der Apotheke. Es gibt auch einen Extra-Schaum gegen Windel-Dermatitis.

So bleiben Sie gesund in der Winterwohnung
Husten, Halsschmerzen, verstärkte Infektanfälligkeit, Atemwegsprobleme, Kopfschmerzen, Leistungsabfall: Das sind einige von vielen Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten, an denen im Winter viele Menschen durch eigenes Verschulden leiden. Viele Menschen trocknen nämlich in ihren Wohnungen im wahrsten Sinn des Wortes aus. Sie leben in Räumen mit zu wenig Luftfeuchtigkeit. Das kann gefährlich werden.

Untersuchungen haben ergeben, dass es im Winter während der Heizperiode in vielen Wohnungen und an vielen Arbeitsplätzen zu warm ist und dass die Luftfeuchtigkeit mitunter unter 20 Prozent liegt. In den Schulen ist die Situation oft besonders bedenklich. Schuld daran sind unsere modernen Heizsysteme, allen voran Zentralheizungen und Klimaanlagen.

Unser-Tipp:
Wenn die Fingernägel an kalten Herbsttagen zu splittern und einzureißen beginnen, dann sollten Sie sofort mit einem einfachen Naturrezept dagegen ankämpfen: Geben Sie in eine Schale 5 Esslöffel Olivenöl und 7 Teelöffel Zitronensaft. Darin baden Sie mehrmals am Tag die Fingernägel.

Bei zu trockener Raumluft trocknen auch unsere Schleimhäute aus und werden damit zum Tummelplatz für viele Krankheitserreger. Unsere Haut wird auch trockener, bekommt schneller Falten und altert rascher. Das alles wird noch durch die Tatsache gefördert, dass die meisten von uns viel zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Ein ganz wesentlicher Faktor zur mangelnden Luftfeuchtigkeit in unseren Räumen ist das falsche Lüften. Viele lassen das Fenster zu lange offen. Dadurch gelangen große Mengen Winterluft in den Raum. Und diese Luft wird – was wenige wissen – durch den Kontakt mit der Heizung sehr, sehr trocken, auch wenn es draußen regnet und schneit. Kalte Winterluft draußen ist trocken. Wenn Sie lüften, dann nur ganz kurz, dafür aber öfter. Man nennt das Stoßlüften. Ständig gekippte Fenster stellen einen großen Energieverlust dar. Die Zugluft fördert rheumatische Beschwerden.

Andere wieder öffnen viel zu wenig die Fenster, weil sie Angst haben, zu viel Wärme nach draußen zu verlieren. Man sollte aber wissen: Verbrauchte Luft macht müde. Mangelnder Luftaustausch fördert die Vermehrung von Hausstaubmilben, Keimen, Schimmelpilzen und Schadstoffen.

Was also können wir tun, damit unser Raumklima im Winter gesünder wird, damit unsere Schleimhäute widerstandsfähig werden, damit wir uns in geheizten Räumen wohl fühlen?
■ Die ideale Luftfeuchtigkeit sollte 50-60 Prozent betragen, am besten bei einer Raumtemperatur von 22-23 °C. Dies lässt sich an Hand eines Hygrometers kontrollieren, das man heute schon sehr oft mit einem Thermometer kombiniert in jedem Warenhaus kaufen kann.
■ In Schlafräumen sollte eine Temperatur von ca. 18 °C herrschen. Im Badezimmer sollte das Thermometer 22-24 °C zeigen. Je höher die Raumtemperatur ist, desto höher ist die Konzentration von Schadstoffen aus Möbeln und Bodenbelägen in der Wohnungsluft.
■ Zu viel Luftfeuchtigkeit ist auch gesundheitsschädlich. Es vermehren sich dann die Hausstaubmilben enorm. Und Allergiker, die von den Exkrementen dieser Milben Asthma-Anfälle und Hautausschläge bekommen, müssen besonders leiden.

Und es kann zu Schimmelpilzbefall kommen – auch ein schlimmes Problem für Allergiker.
■ Stellen Sie für eine richtige Luftbefeuchtung auf die Heizkörper der Zentralheizung Schalen mit warmem Wasser, damit genügend Flüssigkeit verdampfen kann.
■ Oder machen Sie es wie unsere Großmütter: Hängen Sie feuchte Tücher in der Wohnung auf. Lassen Sie ganz einfach Ihre frisch gewaschene Wäsche auf diese Weise trocknen. (Aber nicht zu häufig!)
■ Schaffen Sie sich in Wohnzimmern Zimmerpflanzen an. Sie sorgen nicht nur dafür, dass verbrauchte, müde machende Luft in Sauerstoff umgewandelt wird, sondern sie tanken Feuchtigkeit und geben diese auch wieder ab. Besonders vorteilhaft sind Pflanzen mit großflächigen, saftigen Blättern.
■ Wenn Sie sich in Ihrer Wohnung neu einrichten, dann verzichten Sie auf lackierte Möbel und Kunststoffböden. Naturholz speichert Feuchtigkeit und gibt sie auch wieder ab.
■ Wenn das alles nichts nützt und man mit all diesen Methoden die Luftfeuchtigkeit nicht auf 50 Prozent bekommen kann, dann muss man sich für den Ankauf eines elektrischen Luftbefeuchtungsgerätes entscheiden. Im Handel werden verschiedene Ausführungen angeboten. Aber auch da gilt die Regel: nicht unbegrenzt laufen lassen, weil die Luft sonst zu feucht wird. Außerdem müssen diese Geräte regelmäßig gesäubert werden, sonst sind sie gefährliche Bakterienlieferanten.
■ Ganz wichtig für das Raumklima ist, dass Sie in geheizten Räumen auf das Rauchen von Zigaretten, Zigarren und Pfeifen verzichten.
■ Sehr sinnvoll ist es auch, in der kalten Jahreszeit die Raumluft mit ätherischen Ölen zu verbessern. Geben Sie in eine Wasserschale 5-7 Tropfen Eukalyptus-, Lavendel- oder Zitronenöl. Man nimmt die Gerüche aus der Raumluft auf und kann damit spezielle gesundheitliche Effekte erzielen. Lavendelöl beruhigt die Nerven, Zitronenöl macht vital und verbessert die Stimmung. Eukalyptusöl stärkt die Bronchien und fördert die freie Atmung. Allergiker müssen das sehr vorsichtig versuchen, ob es ihnen guttut.

So schützen Sie sich vor Allergien im Winter
Wenn es draußen eiskalt ist und uns der Winterwind um die Ohren bläst, wenn es draußen in der Natur keine Blätter an den Bäumen gibt, dann können die Pollen-Allergiker aufatmen. Dafür aber ist es eine schlimme Zeit für all jene, die unter Hausstauballergie und Tierhaar-Allergie leiden, weil sie sich in der kalten Jahreszeit vorwiegend in Räumen aufhalten.

Rund 4 Millionen Mitteleuropäer leiden an der Hausstauballergie, 2 Millionen davon sind Frauen. Es handelt sich dabei – wie bei allen Allergien – um eine krankhafte Überreaktion des Immunsystems auf ganz spezielle Belastungen der Umwelt. Verursacht wird die Hausstauballergie von Milben, winzigen Spinnentieren. Sie leben im und vom Hausstaub. Nicht die Tierchen selbst, sondern die Milben-Exkremente machen dem Allergiker zu schaffen, wenn sie mit dem Hausstaub in die Atemwege gelangen. Die Folge: Husten, Fieber, Asthmaanfälle, Migräne und Hautausschläge.

Hausstauballergiker haben oft entzündete Augen, leiden an Schnupfen und häufigem Niesreiz. Die Gefahr: Wer nichts gegen das Leiden unternimmt, kann binnen 8 Jahren ein schweres Asthma entwickeln. Grundsätzlich kann jeder in jedem Alter eine Hausstauballergie bekommen. Allerdings sind manche Menschen mehr gefährdet. Stadtbewohner leiden häufiger unter so einer Allergie. Am wenigsten klagen Bergbewohner über 1500 m Höhe über eine Hausstauballergie, da die trockene Höhenluft für die Milben unerträglich ist.

Kinder, deren Eltern Asthmatiker sind, besitzen ein 40-60 Prozent höheres Risiko, an einer Allergie zu erkranken. Auch der sehr frühe Kontakt mit dem Kot der Hausstaubmilben über die Matratze kann die Ursache von kindlichem Asthma sein.

Es handelt sich bei der Hausstauballergie um ein besonders heimtückisches Leiden, weil man ihm nicht aus weichen kann.

Mit einer Reihe von wichtigen Maßnahmen kann sich der betroffene Allergiker in den kalten Monaten in seiner Wohnung helfen, kann sich so vor der Allergie schützen:
■ Halten Sie Ihre Wohnung trocken, möglichst staubfrei. Lüften Sie die Räume gut durch. Allerdings gilt die Regel: bei schönem, sonnigem Wetter – Fenster auf. Bei nassem Wetter – Fenster geschlossen lassen.
■ Die ideale Heizung: Zentralheizung mit den Heizkörpern unter den Fenstern oder Fußbodenheizung. Die Heizkörper müssen off feucht sauber gewischt und entstaubt werden. Ganz schlecht sind Ventilator-Heizöfen, die den Staub aufwirbeln.
■ Sie dürfen – entgegen dem allgemeinen Trend – keine Luftbefeuchtungsgeräte benützen. Die
Raumluft soll trocken sein, sonst vermehren sich die Hausstaubmilben zu sehr.
■ Anstelle von Tapeten an den Wänden sollte man einen abwaschbaren Farbanstrich wählen.

Ein eigenes Kapitel im Leben des Hausstauballergikers ist das Schlafzimmer. Im Bett darf es keine Rosshaarmatratzen, keine Schafwoll- oder Kamelhaardecken geben. Die Alternative: Schaumstoffmatratzen, die alle 2 Jahre gewechselt werden. Die Bettwäsche sollte aus Leinen sein. Sie muss jede Woche gewechselt und ausgekocht werden. Matratzen und Bettbezüge müssen täglich belüftet werden. Auch das Kopfkissen sollte mit Schaumgummi gefüllt sein. Die ideale Schlafzimmertemperatur: 15-18 °C. Am besten die Heizung abstellen, bloß von nebenan heizen.

Allein in einer Matratze können bis zu 10 Millionen Hausstaubmilben leben. Das Dasein so eines Tierchens beträgt 3 bis 4 Monate. In dieser Zeit sorgt die Milbe für etwa 300 Nachkommen. Das Problem ist, dass die winzigen Tiere das 200fache ihres Körpergewichts an Kot ausscheiden.

Bisher ist man den Milben mit chemischen Mitteln zuleibe gerückt. Und man hat Allergikern geraten, aus den Wohn- und Schlafräumen Vorhänge, Teppiche und Polstermöbel zu entfernen. Das ist jedoch eine starke Beeinträchtigung der Lebens und Wohnqualität. Das ist ein freudloses Leben.

Im Jahr 2003 haben deutsche Wissenschaftler das erste biologische Mittel entwickelt, mit dem man die Hausstaubmilben gezielt bekämpfen kann. In Indien und Afrika wächst der Niembaum. Im Öl seines Samens befinden sich wertvolle Wirkstoffe. Es sind vor allem die Milbiol-Bitterstoffe im Niemöl, aus denen ein Milbenspray entwickelt wurde. Diese Bitterstoffe verderben den Milben den Appetit. Sie wollen nicht mehr fressen. Zusätzlich werden sie durch das Enzym Ecdyson in ihrer Entwicklung und Fortpflanzung gehemmt. Auf diese Weise kann man die Ursache der Hausstauballergie beseitigen.

Der Niembaum wird bei vielen Naturvölkern seit Jahrtausenden als Wunderbaum oder als Dorf-Apotheke verehrt.

Das Milbiol-Öl aus dem Samen des Niembaumes ist für Menschen und Haustiere völlig ungefährlich. Der Milbenspray aus dem Niembaum wird auf Matratzen, Teppichböden, Gardinen und Sitzmöbel gesprüht. Trocknen lassen und den Raum gut durchlüften. Nach 4 bis 6 Wochen noch einmal einsprühen. Dann hat der Allergiker bis zu einem Jahr Ruhe. Den neuen natürlichen Milbiol-Milbenspray gibt es in der Apotheke.

Wenn jemand als Hausstaub- oder Tierhaarallergiker in der kalten Jahreszeit in Räumen besonders starke Beschwerden hat, dann muss er trotz all der genannten Maßnahmen in die ärztliche Behandlung eines Allergie-Spezialisten. Nur er kann die Behandlung entscheiden.

Kinder, die auf die Hausstaubmilbe allergisch sind, sollten in der Schule nicht unmittelbar neben der Zentralheizung sitzen, weil sie dort zu viel Staub abbekommen.

Zu Hause sollten allergische Kinder nicht unbedingt auf dem Teppich spielen. Sie sollen beim Putzen nicht anwesend sein. Spielsachen sollten nicht aus Stoff, sondern aus Holz oder Kunststoff mit glatten Oberflächen sein. Und wenn es ein Lieblingsstofftier gibt, dann muss es regelmäßig gewaschen und in der Tiefkühltruhe in einem Plastiksack aufbewahrt werden.