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Hormonell bedingte Migräne bei Frauen – Ursachen und Symptome

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Hormonell bedingte Migräne bei Frauen

Jeder hat in seinem Leben schon mal Kopfschmerzen gehabt. Jeder kennt es, wenn der Kopf schmerzt und man sich auf nichts anderes mehr konzentrieren kann, als das drückende und stechende Gefühl im Kopf. Natürlich kann dies erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben haben. Man fühlt sich wie erdrückt und bei starken Symptomen ist eine Teilnahme am öffentlichen Leben gar eine Qual. Normalerweise sind dies aber nur vorübergehende Erscheinungen, die bei vielen Menschen zudem nur schwach ausgeprägt sind. Allerdings gibt es Millionen von Frauen, die regelmäßig unter starken Kopfschmerzen leiden. In vielen Fällen handelt es sich hierbei um eine hormonell bedingte Migräne, die das Leben in den unterschiedlichen Lebenslagen stark einschränken kann. Wir wollen uns daher in diesem Artikel mit den Eigenschaften der hormonell bedingten Migräne eingehend beschäftigen sowie mögliche Ursachen und Behandlungsansätze erkunden.

Sollten Sie unter Migräne leiden, ist es wichtig zu verstehen, dass Sie kein Einzelfall sind. Sicherlich fühlen Sie sich durch die immer wiederkehrenden Schmerzen in ihrem Kopf mitunter in ihrem sozialen Leben eingeschränkt. Die Wahrnehmung ihrer täglichen Pflichten wie die Ausübung Ihrer Arbeit, die Versorgung Ihrer Kinder oder das Pflegen sozialer Kontakte fällt Ihnen schwer oder wird bei starken Verläufen sogar unmöglich. Für Ihr Umfeld mag dies nur schwer begreifbar sein, da Sie in Ihrem äußerlichen Erscheinungsbild keine Veränderungen aufweisen. Sie sehen aus wie immer. Niemand kann Ihren innerlichen Schmerz sehen. Nur Sie können ihn fühlen. Doch seien Sie sich gewiss. Sie sind nicht allein. So wie Ihnen geht es Millionen anderen Frauen ebenfalls.

Ursachen und Verläufe der Migräne können individuell sehr unterschiedlich sein. Bei Kopfschmerzen handelt es sich um eine der am häufigsten auftretenden Beschwerden von Patienten im deutschen Sprachraum. Fundierte Studien gehen davon aus, dass es über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen gibt, zu denen auch die Migräne und ihre unterschiedlichen Ausprägungen zählt. Jeder vierte Patient klagt regelmäßig über Symptome. Mit jährlich über neun Millionen Patienten, gehört die Migräne zu den Top Drei der am häufigsten behandelten Arten von Kopfschmerzen in Deutschland.

Um eine hormonell bedingte Migräne zu diagnostizieren und erfolgreich behandeln zu können ist es wichtig, den bisherigen Krankheitsverlauf zu verstehen. Auch das aktuelle Stadium der Erkrankung sollte dringend in die Planung der Behandlung eingebunden werden. Konkret bedeutet dies, dass Sie sich am besten schon vor einer persönlichen Konsultation bei einem Arzt einige grundlegende Punkte notieren, damit eine Diagnose erleichtert wird. Hierzu gehört zum Beispiel, wie lange Sie bereits an wiederkehrenden Kopfschmerzen leiden. In welchem Alter haben die Symptome begonnen und haben sich diese über die Jahre verändert? Wie kündigt sich Ihre Migräne an und wie entwickelt sie sich im Verlauf? Diese Punkte sind wichtig, um durch einen Arzt feststellen zu lassen, welche möglichen Auslöser der Migräne vorliegen und wie schwer die bestehende Erkrankung ist. Zu unterscheiden sind hier beispielsweise sporadisch auftretende Migränen sowie chronische Krankheitsbilder, die ihre Ursache sogar in einer Vererbung haben können.

Ursachen von Hormonell bedingte Migräne bei Frauen

Viele Menschen haben Kopfschmerzen und setzen diese gleichbedeutend mit Migräne. Dies ist in den meisten Fällen allerdings nicht richtig. Denn schon bei den Ursachen für die Migräne lassen sich eindeutige Unterschiede im Vergleich zu herkömmlichen Kopfschmerzen identifizieren. Oft geht man davon aus, dass körperliche Umstände oder die individuelle Physis ursächlich für Kopfschmerzen ist. Zu viel Stress und zu wenig Schlaf werden häufig von den betroffenen Patienten angenommen. Dehydrierung oder eine Unterzuckerung durch eine zu geringe Nahrungsaufnahme machen viele Menschen verantwortlich für ihre Schmerzen im Kopf. Einige Patienten vermuten zudem einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Medikamenten und dem Auftreten ihrer Migräne. Tatsächlich lassen sich aber einige Auffälligkeiten in den Krankheitsverläufen erkennen, die die Forscher zu dem Schluss kommen lassen, dass es einen starken Zusammenhang zwischen dem Auftreten der Migräne und den weiblichen Hormonen gibt. Der Umstand, dass es sich bei 75% der Migränepatienten um Frauen handelt, untermauert den Verdacht, dass der weibliche Kreislauf einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung sowie den Verlauf der Krankheit hat.

Schon längst wird in Fachkreisen daher die hormonell bedingte Migräne bei Frauen von anderen Arten von Migräne oder Kopfschmerzen unterschieden. Insbesondere die weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron machen Studien für die Entstehung von Migräne bei Frauen verantwortlich. Nun gilt es zunächst einmal zu verstehen, dass Hormone eine zentrale Rolle im Kreislauf des weibliches Körpers spielen. Die Entstehung der Hormone findet in den sogenannten endokrinen Drüsen statt. Von dort aus gelangen die Hormone über die Blutbahnen in den Kreislauf, bis sie schließlich ihren Zielort im Körper erreichen. Dies können Gewebe und Organe sein, die also einen zentralen Einfluss auf unsere Körperfunktionalität haben. Da es sich bei Hormonen um Botenstoffe handelt, die den Organen mitteilen, wie sich diese zu verhalten haben, besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen unserem Wohlbefinden und der Balance unserer Hormone. Sollten nun die endokrinen Drüsen nicht richtig funktionieren, gerät der weibliche Kreislauf aus der Balance. Ein Hormonüberschuss oder Hormonmangel kann die Folge sein, die wiederum das Stresslevel im Körper negativ beeinflussen und somit auch zu Migräne führen können.

Die unterschiedlichen Lebensphasen einer Frau können einen erheblichen Einfluss auf den Hormonhaushalt haben und somit auf die Entstehung der Migräne. Betrachten wir das Hormon Östrogen einmal genauer, so lässt sich feststellen, dass es eine wichtige Rolle im Zyklus der Frau spielt. Zu Beginn des Zyklus und mit einsetzen der Periode befindet sich der Anteil an Östrogenen im weiblichen Körper auf einem Höhepunkt. Mit dem Einsetzen der Periode nimmt der Östrogenspiegel allerdings stark ab. Das Absinken des Hormons führt zu einer Störung der Balance im weiblichen Körper. Auch das Progesteron im Körper nimmt ab. Für den Körper sind dies Signale, die zu einer vermehrten Produktion von Prostaglandin, einer hormonähnlichen Substanz, führt. Diese Kombination führt allerdings zu einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit. Das Risiko für das Auftreten von Migräne steigt daher. Tatsächlich sind über fünfzig Prozent der Frauen der Meinung, dass sie einen Zusammenhang zwischen ihrer Menstruation und dem Einsetzen der Migräne regelmäßig bemerken.

Interessant ist daher auch der Zeitpunkt des Auftretens einer erstmaligen Migräne. Viele Frauen erleben das Auftreten einer Migräne bereits während der Pubertät. Nun ist dies auch der Zeitpunkt, an dem sich der weibliche Körper hormonell extrem verändert und die Menstruation erstmalig einsetzt. Forscher sehen diesbezüglich einen evidenten Zusammenhang und möglichen Auslöser der hormonell bedingten Migräne.

Auch die Einnahme von Medikamenten wie der Pille kann durch den Einfluss auf den Hormonhaushalt eine Wechselwirkung auf den Ausbruch einer Migräne haben. So kann die Anwendung hormoneller Verhütungsmittel einen zu starken Abfall des Östrogenspiegels abschwächen. Hierdurch können die Symptome der Migräne verringert werden. Auf der anderen Seite können etwaige Präparate allerdings auch zu einer Verschärfung des Migräneverlaufs führen. Eine fundierte Beratung durch den behandelnden Arzt bietet sich hier daher unbedingt an. Insbesondere wenn Sie schon zuvor zu wiederkehrenden Kopfschmerzen neigen, sollten Sie hier kein Risiko eingehen.

Größere Hormonschwankungen treten insbesondere während einer Schwangerschaft auf. Hiervon ist auch das Östrogen betroffen, das bis zur Entbindung eine erhebliche Zunahme aufweisen kann. Hierdurch kann eine Abschwächung der Symptome und eine Verbesserung der Migräne eintreten. Nach der Entbindung sinkt der Östrogenspiegel allerdings wieder, womit eine Zunahme der Migräne einhergehen kann.

Viele Frauen erfahren erste Anzeichen einer Migräne erst im höheren Lebensalter. Es wird oft ein Zusammenhang mit den bevorstehenden Wechseljahre angenommen. Die Veränderungen des Kreislaufs im weiblichen Körper haben einen direkten Einfluss auf die Produktion der Hormone sowie deren Transport. Hormonmangel sowie Überschuss können sich verstärkt abwechseln, wodurch eine Neigung zur hormonell bedingten Migräne entstehen kann.

Symptome vo9n Hormonell bedingte Migräne bei Frauen

Um sich sicher sein zu können, ob es sich bei den Kopfschmerzen tatsächlich um eine Migräne handelt, lohnt es sich zunächst mit den Symptomen vertraut zu machen. Eine weit verbreitete Annahme ist es, dass körperliche Bewegung an der frischen Luft zu einer Linderung der Kopfschmerzen führt. Bei normalen Kopfschmerzen, die auch als Spannungskopfschmerzen bezeichnet werden, trifft dies in aller Regel zu. Nicht so bei einer Migräne. Körperliche Bewegung führt bei einer Migräne in den meisten Fällen zu einer Verstärkung der Symptome und somit zu einer Zunahme der Schmerzen. Ruhe und Dunkelheit sind die von den meisten Patienten bevorzugten Umstände gepaart mit einer starken Empfindlichkeit bezüglich Licht und Lärm. Dies hilft ihnen zunächst einmal normale Kopfschmerzen von Migräne zu unterscheiden.

Zudem tritt Migräne meist nur auf einer Seite des Kopfes auf. Die pochenden und pulsierenden Schmerzen können bei einigen Patienten zu Übelkeit und Erbrechen führen. Schon bevor die Schmerzen der Migräne einsetzen, kann es zu Einschränkungen der Sinneswahrnehmungen kommen. Die sogenannte Aura, die mit visuellen Störungen wie Lichtblitzen oder Sternen vor den Augen einhergeht, kündigt die darauffolgende Migräne inklusive der Schmerzen im Kopf an.

Behandlung von Hormonell bedingte Migräne bei Frauen

Beobachten Sie Ihre Symptome genau und dokumentieren Sie diese am besten schriftlich. Führen Sie am besten ein Migränetagebuch, damit der behandelnde Arzt sie optimal behandeln kann. Eine Fehldiagnose könnte sonst zu der Einnahme ungeeigneter Medikamente führen. Für die Migränetherapie stehen letztlich verschiedene Präparate zur Auswahl, die je nach Krankheitsbild zum Einsatz kommen können. Sowohl prophylaktisch wirkende Medikamente, die bei Entstehung der Aura eingenommen werden können, als auch Hormonersatztherapien sind gängige Anwendungen. Um den Hormonhaushalt auszugleichen und ein Gleichgewicht im weiblichen Kreislauf zu erwirken, können Hautpflaster aufgeklebt oder Tabletten eingenommen werden, die den Östrogenmangel auffangen. Viele Patientinnen bevorzugen den Einsatz von Hautpflastern, weil diese eine stabile Versorgung mit dem Östrogen sichern kann. Wiederum andere Patientinnen bevorzugen die Einnahme von Tabletten, da diese eine stärkere Wirkung haben können. Bei schweren Verläufen werden oft Triptane verschrieben, die neben dem Kopfschmerz auch die Übelkeit lindern können. Triptane werden üblicherweise nach der Aura und beim Eintritt der Kopfschmerzen eingenommen. Allerdings kann eine zu häufige Einnahme zu einem Dauerkopfschmerz führen. Dies sollten Sie daher zunächst genau mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen.

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