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Was ist Asthma – Krankheitsformen Symptome und Folgen

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Was ist Asthma
Das Wort Asthma stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie „schweres Atmen“, „Keuchen“, „Beklemmung“. Geprägt wurde der Begriff von Hippokrates von Kos, der von 460 bis 375 vor unserer Zeitrechnung lebte. Der griechische Arzt bezeichnete Asthma als eine Krankheit, die sich mit erschwerter, schneller Atmung äußert und die durch Schleimbildung verursacht wird. Diese Beschreibung der Symptome ist noch immer aktuell, auch wenn man inzwischen mehr über das Entstehen der Erkrankung weiß und vor allem darüber, wie sie optimal behandelt werden kann.

Asthma beginnt meist in der Kindheit und ist eine der häufigsten chronischen Krankheiten im Kindes- und im Erwachsenenalter: Schätzungsweise 10 Prozent der in Deutschland lebenden Kinder sind davon betroffen, bei den Erwachsenen sind es zirka 5 Prozent der Bevölkerung. Dass es zunehmend mehr Asthmatiker gibt, wird im Wesentlichen mit der steigenden Rate bestimmter Allergien wie allergischer Schnupfen, Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis erklärt, die einen beträchtlichen Risikofaktor für die Entwicklung von Asthma darstellen. Die Neigung, im Laufe des Lebens an Asthma zu erkranken, wird weitervererbt. Leiden ein oder beide Elternteile selbst an Asthma, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eines Tages auch die Kinder betroffen sein werden. Umso wichtiger ist es, frühzeitig vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, damit allergiegefährdete Kinder diese Krankheit nicht bekommen.

Was ist Asthma?
Bei Asthma sind die Atemwege dauerhaft entzündet, in Schüben treten Asthmaanfälle auf. Als Folge der Entzündung bildet sich eine Überempfindlichkeit der Bronchien (Hyperreagibilität) auf bestimmte Reize heraus. Beim Kontakt mit diesen Auslösern wird im Organismus ein Prozess in Gang gesetzt (-> unten), der zu mehr oder weniger stark ausgeprägter Luftnot führt. Im Laufe der Zeit verselbstständigt sich die Entzündung, sie wird chronisch und begleitet den Betroffenen – in unterschiedlicher Aus-prägung – ein Leben lang.

Die Überempfindlichkeit der Atemwege auf verschiedene Reize bleibt bestehen, vor allem auf bestimmte Allergene wie Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelsporen oder andere Auslöser. Beim Einatmen solcher Reizstoffe verbindet sich das jeweilige Allergen mit Antikörpern, die der Organismus als Gegenstoffe entwickelt hat. Es lagert sich an den Mastzellen ab, aus denen daraufhin bestimmte Botenstoffe freigesetzt werden, insbesondere das Histamin, dessen Ausschüttung eine Art Kettenreaktion bewirkt: Die mit winzigen Härchen besetzte Lungenschleimhaut, die für den Schutz und die Reinigung der Lunge unentbehrlich ist, schwillt an. Außerdem bildet sich vermehrt ein zähflüssiger Schleim, der die Atemwege verstopft. Das erschwert das Ausatmen, sodass die Lunge nicht mehr ausreichend entleert werden kann. Da beim Einatmen nun weniger Luft in die bereits überblähte Lunge passt, nimmt die Gesamtmenge an Frischluft ab, die die Lunge durchströmt. Die Bronchialmuskulatur, die normalerweise die Weiten der Bronchien regelt, verkrampft und verengt sich, und der gefürchtete, möglicherweise lebensbedrohliche, Asthmaanfall bahnt sich seinen Weg.

Zwei Krankheitsformen
Es gibt im Wesentlichen zwei Formen von Asthma: die allergische Form und die nicht allergische. Beide können auch nebeneinander bestehen. Manche Patienten haben zunächst allergisches Asthma, und im weiteren Verlauf der Erkrankung tritt dann die nicht allergische Komponente in den Vordergrund.

Beim allergischen Asthma spielt – genau wie beim allergischen Schnupfen, bei Nahrungsmittelallergien und Neurodermitis – die Bildung von Antikörpern des Immunglobulin die entscheidende Rolle. Es kommt zu Reaktionen auf bestimmte Allergene wie Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelsporen, Nahrungsmittel und andere Fremdstoffe. Die allermeisten Asthmaerkrankungen sind allergischen Ursprungs. Neben der familiären Belastung sind auch Umwelteinflüsse, Atemwegserkrankungen und psychische Faktoren beim Ausbruch und Verlauf der Krankheit ausschlaggebende Faktoren.

Die nicht allergische Form entsteht vor allem durch Infektionen der Atemwege. Darüber hinaus werden die Asthmaanfälle durch bestimmte chemische und weitere Reize ausgelöst, zum Beispiel durch Autoabgase, Tabakrauch, ätherische Öle, Haushaltsreinigungs- und Körperpflegemittel (insbesondere Deo- und Haarsprays), Farben und Lacke, aber auch durch Wettereinflüsse wie Kälte, Wärme und Nebel sowie durch seelische Belastungen und körperliche Anstrengung – oft schon durch Lachen, Weinen oder Husten.

Symptome
Das Hauptmerkmal von Asthma ist eine anfallartig auftretende, mehr oder weniger stark ausgeprägte Atemnot, die auf eine vorübergehende Verengung der unteren Luftwege zurückzuführen ist.

Meist beginnt ein Asthmaanfall mit einem unklaren Schmerz im Bereich des mittleren Brustbeins und einem Engegefühl im Brustkorb. Anschließend kommt es zu Atemnot: Das Ausatmen ist stärker behindert als das Einatmen und wird von pfeifen-den, brummenden oder rasselnden Geräuschen (dem sogenannten Giemen) begleitet. Häufig gesellt sich starker Husten hinzu, der die Luftnot oft noch verschlimmert und nach einiger Zeit einen glasig-zähen Schleim (Auswurf) herausbefördert. Durch die Angst zu ersticken, die viele Kranke beim akuten Anfall verspüren, kann sich die Atemnot noch weiter steigern.

Asthma kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein: Manche Menschen haben nur leichte Beschwerden, andere leiden häufig an schwerer Atemnot, die bis hin zu lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen reichen kann und eine Versorgung durch den Notarzt erforderlich macht. Die Betroffenen sitzen dann aufrecht und stützen die Arme ab, sie sind blass, schweißbedeckt, haben einen beschleunigten Puls und starke Angst, oft regelrechte Todesangst. Ein Anfall kann nur wenige Minuten oder auch mehrere

Vorboten eines Asthmaanfalls
• Sie haben mehr Atemnot als üblich, insbesondere nachts.
• Der Hustenreiz nimmt zu, nachts kommt es zu Husten-anfällen.
• Sie haben mehr und zäheren Auswurf als sonst.
• Ihre körperliche Belastbarkeit nimmt ab.
• Sie benötigen zunehmend mehr Notfallspray.
• Es treten Symptome auf, die denen eines Infekts ähneln: zum Beispiel Fieber und gelblich-grüner Auswurf.
• Ihre Peak-Flow-Werte verändern sich: Die Morgenwerte fallen ab, die Schwankungen im Verlaufeines Tages werden stärker, die Ampel des Messgeräts schaltet von grün auf gelb.
Nach „Mit Asthma komm ’ich klar“ von York Dhein und Heinrich Worth, Trias Verlag, Stuttgart 2002 Tage dauern. Wenn die gewohnte Therapie nicht mehr wirkt, müssen die Patienten sicherheitshalber im Krankenhaus behandelt werden.

Mögliche Folgen
Asthma ist eine chronische Krankheit, die bislang zwar nicht heilbar ist, die sich aber mit wirksamen Medikamenten und weiteren Maßnahmen gut behandeln lässt. Wird die Erkrankung dagegen nicht ernst genommen, kann es zu lebensbedrohlicher Atemnot kommen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass sich ernste Folgeerkrankungen entwickeln. So kann sich zum Beispiel die Lungenstruktur dahingehend verändern, dass die eingeengten Atemwege (auch nach dem Abklingen des akuten Anfalls) sich nicht mehr erweitern und die früher flexiblen Bronchien zu einem engen, starren Rohr werden. Diese dauerhafte Verengung der Atemwege durch den Umbau der Lungenstruktur wird in der Fachsprache „Remodeling“ genannt.

Der Zerstörungsprozess kann sich auch auf die Blutgefäße in der Lunge ausdehnen – mit der Folge, dass im Laufe der Zeit eine sogenannte Rechtsherzschwäche entsteht, bei der sich das Blut vor dem Herzen „staut“. Erste Anzeichen für die Überlastung der rechten Herzkammer machen sich meist in geschwollenen Knöcheln (Ödemen) bemerkbar.

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