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Asthma bei Kindern – Stufenplan mit Medikamenten und SIT

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Asthma bei Kindern
Wenn Kinder unter Asthma leiden, handelt es sich meistens um die allergisch bedingte Krankheitsform. Viele Kinder haben zusätzlich allergischen Schnupfen, Neurodermitis oder eine Nahrungsmittelallergie.

Genau wie bei Erwachsenen muss vor jeder Behandlung eine genaue ärztliche Allergiediagnostik erfolgen. Sobald Sie wissen, welche Allergene die Beschwerden verursachen, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Kind diesen Stoffen möglichst wenig ausgesetzt ist.

Was für Ihr Kind tun können
Der Umgang mit asthmakranken Kindern erfordert viel Fingerspitzengefühl: Einerseits ist es wichtig, die Kinder vor bestimmten Reizstoffen und vor Überanstrengung zu schützen, andererseits sollten sie nicht als „Kranke“ abgestempelt und von Spiel und Bewegung mit anderen Kindern ferngehalten werden. Solche Sonderbehandlungen können sich sehr negativ auf die Psyche des Kindes auswirken: Es kann leicht in eine Außenseiterposition geraten und sich zum Einzelgänger entwickeln oder aber das Asthma zum Vorwand nehmen, um bestimmte unliebsame Aufgaben zu verweigern.

Wenn Sie die folgenden Empfehlungen beachten, tragen Sie viel dazu bei, dass die Lebensqualität Ihres Kindes nicht (zu sehr) unter der Erkrankung leidet:
• Sorgen Sie unbedingt dafür, dass in Gegenwart Ihres Kindes nicht geraucht wird, denn Zigarettenrauch ist äußerst schädlich für die Bronchialschleimhaut.
• Halten Sie Ihr Kind so gut es geht von Umweltschadstoffen wie Auto- und Industrieabgasen fern.
• Achten Sie auf eine gute Durchlüftung der Räume, in denen sich Ihr Kind täglich aufhält.
• Verbannen Sie die konkreten Asthmaauslöser aus dem Umfeld Ihres Kindes. Das gilt auch für liebgewonnene Haustiere, wenn diese zu allergischen Reaktionen führen. Wenn Ihr Kind sich unbedingt ein Tier wünscht, sollten Sie am besten einen Hund wählen, denn Hunde bergen deutlich weniger allergische Risiken als zum Beispiel Katzen, Hamster, Meerschweinchen oder andere Nagetiere.
• Mit gesunder, vitaminreicher Ernährung und allgemeinen Hygieneregeln wie Händewaschen vor dem Essen oder nach dem Kontakt mit erkälteten Menschen beugen Sie Infektionskrankheiten vor, die die Asthmasymptome verschlimmern können.
• Informieren Sie die Lehrer über die Erkrankung. Halten Sie Ihr Kind aber nicht vom Schulsport ab, da körperliche Bewegung das Asthma oft verbessert und sich in der Regel günstig auf die Gesamtentwicklung eines Kindes auswirkt – auch wenn es nicht die gleiche sportliche Leistung erbringen kann wie gesunde Mitschüler. Lediglich während eines akuten Anfalls dürfen asthmakranke Kinder nicht am Schulsport teilnehmen.
• Nehmen Sie an einer Eltern-Kind-Schulung teil. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für Kurse, die auf dem Konzept der Arbeitsgemeinschaft „Asthmaschulung im Kindesalter“ (AGAS) basieren.

Stufenplan und die Therapie mit Medikamenten
Wie für Erwachsene gibt es auch für Kinder einen Stufenplan, mit dem sich der Schweregrad der Erkrankung einteilen lässt:
Stufe 1
Es treten weniger als fünf Asthmaanfälle pro Jahr auf.
Stufe 2
Es treten mehr als sechs Anfälle pro Jahr auf, aber nicht mehr als ein Anfall pro Woche.
Stufe 3
Die Anfälle treten mehr als einmal pro Woche, aber nicht täglich auf, und mehr als zweimal pro Monat in der Nacht.
Stufe 4
An den meisten Tagen und Nächten bestehen schwere Asthma-symptome.

Die Behandlung
Genau wie Erwachsene müssen auch asthmakranke Kinder unbedingt mit Medikamenten behandelt werden, damit sich die Krankheit nicht weiter verschlimmert. Die dabei eingesetzten Arzneimittel (Sprays, Pulver und Tabletten) richten sich nach dem jeweiligen Schweregrad des Asthmas und entsprechen denen von Erwachsenen.

Wesentliche Unterschiede bestehen nur in der Dosierung. Für kleinere Kinder, die noch nicht mit Sprays und Pulverinhalatoren umgehen können, gibt es Hilfsmittel, die ihnen die Inhalationstechnik erleichtern.

Der Einsatz von Kortisonsprays bei Kindern
Hat das Asthma einen bestimmten Schweregrad erreicht, ist oft auch bei Kindern das Inhalieren von Kortison erforderlich. Wenn dabei die geltenden Dosisgrenzen eingehalten werden, treten in aller Regel keine Probleme auf. Im Gegenteil: Die inhalierbaren Kortisone ermöglichen Kindern ein weitgehend normales Leben. Sie können an Sport und Spiel mit Gleichaltrigen teilnehmen, was für ihre körperliche und seelische Entwicklung sehr wichtig ist. Kortisonsprays dämpfen die Entzündung in den Bronchien und beugen einer Verschlimmerung der Krankheit vor. Und nicht nur das: Ungefähr die Hälfte aller Kinder, die an allergischem Asthma leiden, nimmt die Erkrankung mit ins Erwachsenenalter. Skandinavische Studien haben jedoch gezeigt, dass sich dieser Anteil um 50 Prozent reduzieren lässt, wenn die Kinder rechtzeitig mit Kortisonsprays behandelt werden.

Spezifische Immuntherapie (SIT)
Wenn Ihr Kind das Grundschulalter erreicht hat und auf höchstens sechs allergieauslösende Stoffe reagiert, kann eine Hyposensibilisierung sinnvoll sein. Dabei werden ihm zirka zwei Jahre lang in anfänglich sehr geringer und allmählich höherer Dosierung die jeweiligen Allergene gespritzt, um den Organismus „umzustimmen“, sodass das allergische Asthma nicht mehr auftritt. Hinweise zur Durchführung, zu Risiken und unerwünschten Wirkungen der Hyposensibilisierung finden Sie im Artikel „Allergischer Schnupfen“.

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