Start Gesundheitstipps Gesunde Ernährung Art und Weise – Naturküche

Gesunde Ernährung Art und Weise – Naturküche

421
Eheringe und Verlobungsringe aus Platin und Gold!

Gesunde Ernährung Art und Weise – Naturküche
Naturküche
Schon mit einfachen Tricks kann man viel für die Gesundheit tun: Viel Obst und Gemüse essen,
Fleisch nur als Beilage genießen und dem Fisch mehr Beachtung schenken, tierische Fette vermeiden und pflanzliche Öle einsetzen.

Wer sich für die Naturküche entscheidet, hat bald weniger Gewichtsprobleme, fühlt sich wohl, hat mehr Lebensfreude und geht mit mehr Vitalität durchs Leben.

Naturküche
Vollwertkost als Medizin

Erfahrene Mediziner in aller Welt bestätigen es: Fast alle gefürchteten und hartnäckigen Zivilisationskrankheiten sind die Folge einer Jahre- und jahrzehntelangen falschen Ernährung. Das bedeutet: Wir essen uns krank.

Wer für seine Gesundheit etwas tun will, der muss rechtzeitig schlechte Essensgewohnheiten aufgeben und sich in seiner täglichen Ernährung umstellen. Dazu muss jeder wissen, wo die eigentlichen Gefahren bei der Nahrungsaufnahme liegen.

Wie kommt es also, dass wir uns krank essen?
Die zwei wesentlichen Hauptgründe dafür sind:

■ Wir bedenken zu wenig, dass wir überwiegend zu denaturierten Produkten greifen, die unserem Organismus zu wenig Wertstoffe zuführen.
■ Wir konsumieren in vermehrtem Maße Nahrungsmittel mit gesundheitsschädlichen Zusätzen, die zum Teil auf die fortschreitende Umweltverschmutzung, zum Teil auf landwirtschaftliche Praktiken zurückzuführen sind. Schließlich aber sind auch Konservierungsstoffe in Nahrungsmitteln dazuzuzählen.

Für beide Fälle gilt die Grundregel:
Wir müssen lernen bewusster zu essen. Die natürlichen Nahrungsmittel sollen uns wieder wichtiger werden. Außerdem müssen wir uns bemühen, zu Produkten zu greifen, die möglichst wenig Gifte und Schadstoffe enthalten.

Die Hälfte aller Erwachsenen und ein Fünftel der Kinder in Mitteleuropa sind, internationalen Statistiken zufolge, übergewichtig. Dieses Übergewicht ist der erste Schritt zu einer Kette von Krankheiten, und es ist die Folge unvernünftiger Ernährung. Man kann ganz ehrlich sagen: Möglichst natürliches Essen kann uns vor erhöhtem Blutdruck, Zuckerkrankheit, Gicht, Rheuma, Herz-Kreislauf-Störungen, Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen und Cholesterinerhöhung im Blut bewahren. Eine unbedachte Nahrungsaufnahme bringt vielen Menschen nicht nur Übergewicht, sondern verkürzt auch das Leben Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen treten meist nicht nur auf, weil wir grundsätzlich zu viel essen, sondern weil wir auch zu wenig Gesundes essen.

Man könnte fast sagen: Wir werden dick und krank, weil wir zu wenig essen, nämlich zu wenig von den wertvollen Produkten. Was wir alle wieder brauchen, ist eine sinnvolle Ernährung. Und das bedeutet: unverfälschte Frischkost aus der Natur, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fermente, unveränderte, biologisch angebaute Getreideprodukte aus Vollkorn, genügend Ballaststoffe zur besseren Verdauung.

Was aber tun wir? Wir essen zu lange gekochte und damit entwertete Speisen, zu viel tierisches Eiweiß, reichlich erhitzte Fette, Produkte aus weißem Mehl, zu viel weißen Zucker, zu viel konservierte Fertigspeisen. Wir wollen beginnen, unseren Organismus überwiegend mit wertvollen Produkten zu verwöhnen. Dazu müssen wir uns aber ganz mit dem Wert unserer Nahrungsmittel befassen. Sie werden schon sehen: Das ist einfacher, als man denkt.

Vollkornbrot macht schlank!
Das Brot ist seit frühester Geschichte eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel des Menschen. Doch nicht alles, was heutzutage als gesundes Brot angeboten wird, ist wirklich gesund. Die moderne Lebensmittelindustrie, die Chemie in der Landwirtschaft und die Versorgung der Bevölkerung mit Brot im großen Stil mit Haltbarkeitsansprüchen haben dazu geführt, dass sich mitunter die Qualität des Produktes wesentlich verändert hat.

Grundsätzlich aber muss einmal gesagt werden: In weiten Bevölkerungskreisen herrscht ein großer Irrtum. Viele Leute glauben nämlich, Vollkornbrot muss ein sehr dunkles Brot sein, in dem ganze Getreidekörner verbacken wurden. Das stimmt ganz und gar nicht.

Vollkornbrot ist immer ein Brot, das aus Vollkornmehl oder Vollkornschrot oder aber aus beidem hergestellt wurde. Wesentlich am Vollkornbrot ist, dass der Keim und all die wertvollen Randschichten des Getreidekorns enthalten sind, die im Brot aus weißem Mehl nicht mehr Vorkommen.

Doch es gibt für gesundheitsbewusste Menschen einen Weg, um an wertvolles Brot heranzukommen, wie es unser Organismus braucht. In der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich und in der Schweiz werden derzeit rund 200 Brotsorten angeboten. Der Anteil des weißen Brotes und des Kleingebäcks aus Weißmehl ist weitaus größer als jener des Vollkornbrotes.

Unser Tipp:
Schwarzbrot ist nicht immer gesünder als Weißbrot! Zum Käse ist Weißbrot bekömmlicher. Die Zusammensetzung des Weißbrotes macht es möglich, dass die dreifache Menge Kalzium aus dem Käse in den Organismus gelangt.

Von diesem wertvollen Brot, das uns optimal mit notwendigen Vitalstoffen – mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen – versorgen könnte, wird leider immer noch viel zu wenig gegessen. Dabei hat gerade das Vollkornbrot so viele hervorragende Eigenschaften, die alle anderen Brot- und Gebäcksorten nicht aufweisen:
■ Vollkornbrot enthält weniger Kalorien als Weißbrot. Was dick macht, ist alles, was aufs Brot draufkommt: Butter, Aufstrich, Wurst usw.
■ Vollkornbrot enthält keine belastenden Fett- und Zuckerzusätze, wie sie beispielsweise das Weißbrot aufweist.
■ Auch der wünschenswerte Wassergehalt des Vollkornbrotes ist bedeutend höher, weil es aus so vielen wasserverbindenden Quellstoffen besteht.
■ Das Innere des Vollkornbrotes ist fester als beim Normalbrot. Die Rinde ist dicker und härter. Das ist für die Kautätigkeit des Menschen ebenso wichtig wie für das Schlankbleiben und Schlankwerden.
■ Wer Vollkornbrot kaut, produziert dafür sechsmal so viel Speichel wie etwa bei Weißbrot. Mehr Kauen und mehr Speichel aber bedeuten: mehr Energieverbrauch. Und Energieverbrauch heißt Abbau von Fettdepots im Körper.
■ Wer Vollkornbrot isst, bleibt längere Zeit satt. Erstens füllt dieses Brot mit seinen reichlichen Ballaststoffen den Magen und Darm besser, und zweitens sinkt der Blutzuckerspiegel, der ja das Hungergefühl auslöst, nach dem Verzehr von Vollkornbrot viel langsamer als beim Konsum von Weißbrot.
■ Vollkornbrot entgiftet auf ideale Weise unseren Organismus. Die Ballaststoffe quellen im Magen- Darm-Kanal auf und füllen ihn vollkommen aus. Sie leiten damit einen ganz wichtigen Verdauungsvorgang ein, der wiederum zu einem erhöhten Energieverbrauch führt. Diese Ballaststoffe mit den anderen Vitalstoffen des Brotes regen die Darmtätigkeit an und beschleunigen sie.
■ Ernährungspsychologen konnten beobachten: Wir legen und streichen auf ein Vollkornbrot weit weniger als auf die weiche Masse des Normalbrotes, und zwar weil Vollkornbrot kerniger ist und einen volleren und ausgeprägteren Geschmack hat.
■ Ein gesunder Organismus muss regelmäßig entwässert werden. Dabei helfen die Mineralsalze Kalium und Magnesium. Sie sind im Vollkornbrot besonders stark vertreten. Wir finden darin viermal so viel Kalium und sechsmal so viel Magnesium wie in einem Brot aus weißem Mehl.
■ Vollkornbrot regelt den Verdauungsablauf. Wer täglich am Morgen ein oder zwei Schnitten davon isst, hat bald keine Probleme mehr mit Verstopfung und anderen Störungen des Darmkanals.

Durch den Verzehr von Normal- und Weißbrot wurden keine besonderen Ansprüche an den Verdauungstrakt gestellt. Jetzt müssen Zähne, Magen und Darm mehr arbeiten, wodurch mitunter anfangs Blähungen auftreten können. Man sollte daher mit kleinen und gut gekauten Mengen anfangen. Essen Sie als Übergang Brot aus Weizenvollkornmehl oder aus Feinstschrot. Später erst greifen Sie zum klassischen Vollkornbrot aus Roggen- und Weizenmehl. Achten Sie beim Kauf von Vollkornbrot darauf, dass das Korn aus biologischem Anbau kommt und dass es keine Fremdstoffe zur längeren Haltbarkeit enthält.

Mit Müsli frisch in den Tag
Wer sich fest vorgenommen hat, seine Ernährungsgewohnheiten zu überdenken und dabei gesündere Wege zu gehen, und wer vielleicht schon den ersten Schritt zum Vollkornbrot getan hat, der wird nach einer weiteren Alternative suchen.

Dafür bietet sich ideal – das Müsli an. Es ist problemlos anzuschaffen, anzurichten und zu verzehren, und es ist als Frühstück ein gesunder Tagesanfang. Wer ganz normale und nicht unbedingt gesunde Nahrung zu sich nimmt und täglich sein Müsli konsumiert, kann dennoch behaupten, dass er schon sehr viel für sich tut.

Selbstverständlich kann man Müsli den ganzen Tag über auf den Speiseplan setzen. Zumeist aber wird es als Frühstück propagiert. Das hat seinen besonderen Grund: Es hängt mit der natürlichen Leistungskurve des Menschen zusammen.

Die meisten von uns erzielen ihre größte geistige und körperliche Leistung am frühen Vormittag. Am späten Vormittag beginnt diese Leistungsbereitschaft bereits wieder abzusinken. Am Nachmittag geht sie spürbar nach unten. Am frühen Abend steigt sie noch einmal an, um dann auf einen Tiefpunkt zu sinken.

Das trifft mit wenigen Ausnahmen auf die meisten von uns zu. Damit diese natürliche Leistungsbereitschaft auch tatsächlich genutzt werden kann, ist eine ausreichende Energieversorgung Voraussetzung. Wenn wir beispielsweise das Frühstück ganz weglassen oder zu wenig wertvolle Nahrung zu uns nehmen, sind wir nicht in der Lage, die Höchstwerte unserer Leistungskurve zu erreichen. Wir werden geistig und körperlich schneller müde. Wenn wir aber besonders vitalstoffreich frühstücken, können wir unsere Leistungsspitze am Vormittag sogar noch verlängern und das Leistungstief der Mittagszeit abschwächen. Das bedeutet: Mit dem Müsli verbessern wir unsere gesamte Tagesform.

Warum nennt man nun das Müsli die klassische Vollwertnahrung? Ganz einfach: Es ist eine Vital- Bombe, die uns mit allem versorgt, was wir zum Funktionieren unseres Stoffwechsels brauchen. Mit dem Müsli bekommen wir zahlreiche Vitamine geliefert: E, B1, B2, B6 und Niacin; ferner die Mineralstoffe und Spurenelemente Eisen, Kupfer, Mangan, Magnesium und Kali-um; darüber hinaus die lebenswichtigen Ballaststoffe, die der Körper für einen reibungslosen Ablauf der Verdauung benötigt. Die im Müsli enthaltene Kombination von Vollkorngetreide, Trockenobst, Frischobst, Nüssen und Milch versorgt unseren Organismus mit lebenswichtigen Baustoffen. In der Jugend wie im Alter kann regelmäßiges Müsli-Essen das Allgemeinbefinden verbessern und gewisse Leiden mildern.
Und das sind die notwendigen Hauptbestandteile des Müslis:
■ Das ideale Müsli enthält fünf verschiedene Vollkornarten: Weizen, Gerste, Hafer, Hirse und Roggen. Das natürliche, keimfähige Korn muss aus biologischem Anbau stammen, da es im Rohzustand verzehrt wird.
■ Am besten ist, man besorgt sich aus dem Reformhaus oder aus der Reformabteilung eines Lebensmittelgeschäftes Kornflocken. Sie müssen allerdings nach dem so genannten Kollath-Verfahren bearbeitet sein. Das heißt, beim Auswalzen wurden die Keime nicht zerstört.
■ Das Müsli braucht Trockenfrüchte wie Datteln, Feigen, Rosinen.
■ Auch Nüsse oder Haselnüsse – ganz oder gehackt – gehören ins Müsli. Sie gelten als Gehirnnahrung und stärken die Konzentration.
■ Etwas Weizenkeimöl – ein Teelöffel pro Portion – unterstützt die Arbeit der Herzkranzgefäße.
■ Wer Phantasie hat, wird seinem Müsli jeweils frische Früchte – der Jahreszeit entsprechend – beimischen.
■ Ein gesundes Vollkornmüsli darf nicht mit weißem Zucker gesüßt werden. Zum Müsli gehört echter inländischer Bienenhonig.

Und nun zur Flüssigkeit, mit der das Müsli gemischt wird: Die meisten gießen erwärmte Milch dazu, andere wieder ziehen kalte Milch vor. Viele rühren es mit Jogurt, Bifidus oder Sanogurt, mit Kefir und Molke an. Manchen schmeckt es mit frischen Obstsäften oder gar nur mit Kräutertee oder Mineralwasser besser.

Hier ein paar wertvolle Tipps für Müsli-Anfänger:
■ Essen Sie das Müsli niemals hastig, schon gar nicht im Stehen. Kauen Sie gut.
■ Essen Sie zwei Stunden lang danach nichts Schweres, vor allem kein Fleisch.
■ Mischen Sie sich nicht Riesenmengen auf einem Teller ab. Sie bekommen sonst Magenbeschwerden. Es genügen für eine Mahlzeit drei, vier Esslöffel.
■ Wenn Sie sich das Getreide fürs Müsli selbst zu Hause schroten oder mahlen, dann weichen Sie das Mahlgut vorher über Nacht in etwas Wasser ein.
■ Wenn Sie sich Fertig-Müsli in der Packung kaufen, so veredeln Sie es mit Frischobst, und achten Sie beim Kauf genau auf die Inhaltsbezeichnung, damit Sie nur erstklassige Ware nach Hause bringen.

Nehmen Sie einmal an sich einen Ernährungstest vor: Essen Sie eine Woche lang ein normales Frühstück mit Kaffee, Semmel, Marmelade usw. und eine Woche Müsli. Und beobachten Sie genau, wann Sie sich wohler und aktiver fühlen.

Sie werden sehen: Das Müsli wird siegen. Obendrein sind Sie mit dem Müsli mitten in der gesunden Ernährung.

Lebenselixier Getreide
Das Getreide und seine Nutzung für die Ernährung des Menschen ist so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit. Das keimfähige Vollgetreide – also das Getreidekorn mit Randschicht und Keim als Ganzes – war gemeinsam mit den Hülsenfrüchten lange Zeit in allen Ländern der Erde die Ernährungsgrundlage für die Bevölkerung. Das Korn wurde als Ganzes gelagert, behielt seine Keimfähigkeit und lieferte Vitamine, Mineralien und die für die Verdauung so hochwertige Zellulose. Damit war das Getreidekorn der hochwertigste Vitalstoff und Energieträger. Das Getreidekorn wurde erst kurz vor der Verwendung frisch zerrieben oder gemahlen und zu einem Brei oder zu Brot verarbeitet.

Die Ernährungskatastrophe begann sich mit dem Industriezeitalter im 19. Jahrhundert anzubahnen. Das brachte für einen Großteil der Menschheit eine gefährliche und grundlegende Veränderung der Lebensmittelqualität: Man lagerte nicht mehr das ganze Korn, sondern das gemahlene Korn. Die Mehlvorräte aber verdarben in den Speichern. Durch Oxidation des Keimöls wurde das Getreide stickig und übel riechend.

Unser-Tipp:
Wertvolle, schonend zubereitete Naturprodukte schützen unsere Gesundheit. Wenn wir zu wenig Gesundes essen, werden wir krank! Man begann in den Mühlen, Randschichten und Keime auszusieben und zu entfernen. Der wertvolle Abfall wurde der Tierfutterverwertung zugeführt.

Der verbliebene Stärkekern war nun lange lagerfähig. Wir sprechen vom weißen Auszugsmehl. Ernährungswissenschaftler sagen nun: Die ständige Aufnahme eines derart vitalstoffarmen Mehls kann gesundheitsgefährdende Folgen haben. Die hohe Eiweißzufuhr und der reichliche Konsum von isolierten Kohlenhydraten fördern Gicht, Rheuma, Herz- und Kreislauferkrankungen. Damit ist auch für viele Experten das radikale Ansteigen der Zivilisationskrankheiten vom Beginn des 20. Jahrhunderts erklärt.

Namhafte Ärzte und Ernährungswissenschaftler wie Dr. Maximilian Bircher-Benner, Prof. Dr. Günter Werner Kollath und Dr. J. G. Schnitzer haben immer wieder gefordert: Nur das volle Korn ist ein Lebenselixier. Keim und Randschichten sind für unsere Gesundheit wichtig. Wir müssen uns im Klaren sein: Nur das volle Getreidekorn enthält alle lebenswichtigen Wertstoffe, die unser Organismus braucht, um vor Mangelerkrankungen geschützt zu sein. All die Vitamine, Mineralien und Spurenelemente geben uns nicht nur Kraft, sondern tragen auch dazu bei, dass die aufgenommene Nahrung problemlos zerlegt und sinnvoll dem Organismus zugeführt wird. Das Umsteigen auf Vollkornernährung geht fast immer einher mit einer natürlichen, sinnvollen und unproblematischen Gewichts-reduktion.

Die Erkenntnis, dass Vollkorn für unsere Gesundheit von entscheidender Wichtigkeit ist, spricht sich allmählich herum. Daher kann man sich heutzutage nicht nur im Reformgeschäft und in manchen Drogerien an einer Mühle das Korn frisch mahlen lassen. Sogar in Diskontläden werden in Regalen bereits Vollkornmehle angeboten. So wie unsere Vorfahren selbstverständlich alle Speisen, in denen Mehl vorkam, mit Vollkornmehl zubereiteten, so sollten wir heute einfach in all unseren Rezepten das weiße Mehl durch Vollkornmehl ersetzen. Es gibt Menschen, die inzwischen behaupten, dass sich das Vollkornmehl sogar viel besser verarbeiten lässt.

Die Wirkung der einzelnen Vollkornarten auf unseren Organismus:
■ Gerste ist reich an Vitamin B1 und B2, E, Niacin und Pantothensäure. Sie beeinflusst Darm, Lunge, Nerven, Bandscheiben, Bindegewebe und Wirbelsäule positiv.
■ Weizen hat besonders viele Mineralien in den Randschichten, weiters die Vitamine B1, B2, E und das Provitamin A. Vollweizen ist gut für Geist, Herz, Kreislauf und Vitalität.
■ Hafer hat reichlich alle Vitamin- B-Komplexe sowie Mineralien und Spurenelemente. Er belebt Geist, Muskeln, Herz und Kreislauf.
■ Roggen wirkt positiv auf Leber, Magen, Darm und Verdauung. Er enthält besonders viel Kieselsäure und Kalium.
■ Hirse enthält reichlich Eisen, Magnesium, Phosphor und alle B-Vitamine. Hirse hebt die Laune
und wirkt positiv auf Haut, Finger- und Zehennägel sowie auf unser Haar.
■ Buchweizen – in Österreich etwas in Vergessenheit geraten – kann erfolgreich bei Eisenmangel und Vitamin-B-Mangel eingesetzt werden.

Starke Nerven durch Naturreis
Umweltbelastungen, vor allem der ständig zunehmende Lärm, aber auch Stress, Hektik und Reizüberforderungen greifen unsere Nerven an. Viele Menschen – und zwar in allen Altersgruppen – leiden an Nervosität und Nervenschwäche. Sie sind dadurch vielen Problemen und Anforderungen des Alltags nicht gewachsen. Nur wenige wissen, dass man dagegen sehr erfolgreich mit vernünftiger, gesunder Ernährung ankämpfen kann.

Vielfach ist sogar die falsche Ernährung schuld an unserem Nervenzustand. Die vielen denaturierten und veränderten Lebensmittel verursachen im Organismus einen Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen. Für die Nervenkraft ist in erster Linie Vitamin B1 verantwortlich. Daher müssen wir zur Kräftigung unserer Nerven in unseren Speiseplan all jene Produkte einbauen, die uns den Nervensprit liefern.

Dazu gehört in erster Linie der Naturreis mit dem Silberhäutchen. Biologisch gehört der Reis zum Getreide. Die Ernährungsgewohnheiten haben ihn in die Kategorie der Beilagen wie etwa Kartoffeln eingereiht. Mit der Züchtung von Reis wurde bereits vor rund 3000 Jahren in Indien begonnen. In Europa kennt man ihn seit 800 vor Christi Geburt.

Von jeher wurde er nach der Ernte in eigenen Reismühlen von den Spelzen befreit. Im vorigen Jahrhundert aber begann man als Errungenschaft der Zivilisation, den Reis zu polieren, ihn in einem eigenen Verfahren von seinem silbernen Häutchen zu befreien. Bis etwa 1890 verzehrten die Bewohner Zentralasiens und Indiens den Naturreis mit dem Häutchen. Dann brachten die europäischen Kolonialherren den Eingeborenen die Methode des Reispolierens bei. Dadurch kam es zur Katastrophe.

Die Menschen, die sich fast ausschließlich von Reis ernährten, erkrankten an Beriberi, Herzversagen, Nervenstörungen und Verdauungsstörungen. Zuerst vermutete man eine geheimnisvolle Viruserkrankung. Dann wusste man, woran es lag. Als man nämlich der Bevölkerung wieder den vollwertigen Reis vorsetzte, wurden alle wieder gesund. Die Symptome verschwanden. Heute weiß man: In dem eher unansehnlichen und scheinbar nutzlosen Häutchen des Reises ist in erster Linie das kostbare Vitamin B1 enthalten. Dieses Vitamin wird vom menschlichen Organismus nicht nennenswert gespeichert und muss ihm daher ununterbrochen erneut zugeführt werden. Gerade das Vitamin B1 aber ist für die Kohlenhydratverwertung im Zentralnervensystem verantwortlich.

Wenn wir nun den angebotenen weißen, polierten Reis ohne Häutchen essen, erkranken wir zwar nicht gleich an Beriberi. Aber auf Grund eines Vitamin-B1-Defizits werden unsere Nerven schwächer. Mit dem Silberhäutchen wird der Reis auch des wertvollen Mineralstoffes Magnesium beraubt. Magnesiummangel verursacht ebenfalls Störungen im Nervenbereich, im Kreislauf, bei den Muskeln, am Herzen und an den Nieren. Wer zu wenig Vitamin B1 und zu wenig Magnesium hat, der zeigt sich öfter gereizt und unbeherrscht.

Ernährungswissenschaftlich ist interessant: In 200 Gramm Naturreis mit dem Häutchen ist genau die Menge Magnesium enthalten, die ein Mensch täglich für einen reibungslosen Ablauf im Organismus braucht. Wer sich vom polierten Reis die notwendige Menge holen wollte, müsste täglich zwei Kilo davon essen. Das zeigt den enormen Wert von Naturreis. Der so genannte Natur- oder Vollreis mit dem Häutchen ist überhaupt ein Wunderwerk der Natur.

Er enthält einen ungewöhnlich hohen Anteil an Kalium, viel Kalzium, Magnesium, Phosphor, Kupfer, Mangan, Zinn, Bor und Fluor sowie andere Spurenelemente, die Vitamine E, B1, B2 und B6 sowie Pantothensäure.
Für alle, die gesund leben und schlank werden oder bleiben wollen, ist sicher interessant, dass der Naturreis besonders viele Hauptnährstoffe enthält. Bereits mit einer kleinen Menge dieser Nahrung wird man schnell satt. Aus der Medizin wissen wir heute nach verschiedenen Testreihen: Auch der regelmäßige Alkoholkonsum und der hohe Konsum an weißem Zucker entziehen dem Körper viel Vitamin B1, weil es zur Verbrennung gebraucht wird.

Daher sollten gerade jene, die einem Gläschen Wein, Bier oder Schnaps nicht abgeneigt sind, viel Naturreis konsumieren. Der Vorteil für alle, die schrittweise eine gesunde Ernährung anstreben: Reis ist das am leichtesten verdauliehe Getreide, das es gibt. Während die Gewöhnung an Vollkorn eine starke Umstellung des Magen- und Darmtraktes erfordert, ist dies beim Naturreis nicht der Fall.
Wer also seinen Nerven Kraft und seinem Herzen Schutz geben will, der sollte regelmäßig den Naturreis in den Speiseplan einbauen. Falls Sie vorher nur geschälten, polierten Reis zu sich genommen haben, dann sind Sie geschmacklich beeinflusst und sollten anfangs den Naturreis für neue Rezepte und nicht für die gleichen Speisen einsetzen. So meistern Sie rasch die Umgewöhnung. Und vor allem: Beim Naturreis müssen Sie besser und intensiver kauen und beißen. Und das ist gut so.

Rezept-Tipp:
Ein Naturreisrezept zum Ausprobieren:
Naturreis mit Kräutern
Zutaten: 1 Tasse Naturreis, 2 Tassen Wasser, Kräutersalz, Hefeextrakt, frische Kräuter wie Petersilie, Dill, Schnittlauch, Butter, etwas Milch.

Zubereitung: Der Naturreis wird gedünstet und dann vor dem Servieren mit Butter und Milch verrührt und mit den klein gehackten Kräutern und dem Kräutersalz vermischt. Man kann auch grüne Erbsen und etwas fein gehackten Schinken dazu-mischen. Vor dem Servieren kann man geriebenen Käsedarüber geben. Man reicht grünen Salat dazu.

Gemüse weckt die Lebensgeister
Gemüse darf in unserer Nahrung nicht fehlen. Am gesündesten ist es im rohen Zustand, wenn es sich um biologisch angebautes Gemüse ohne schädigende chemische Zusätze handelt. Wer Gemüse in der Küche verarbeitet, muss es schonend behandeln. Jeder von uns sollte Gemüse so oft wie nur möglich in den Speiseplan einbauen. Rohgemüse steht in der höchsten Rangstufe der menschlichen Nahrungsmittel.

Schon vor Jahrzehnten hat der Schweizer Ernährungsfachmann Dr. Maximilian Bircher-Benner erklärt:
■ Das rohe Gemüse ist dem gekochten an Geschmacksreichtum weit überlegen.
■ Das rohe Gemüse weist eine Fülle von Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen auf, die im gekochten kaum mehr oder gar nicht mehr enthalten sind.
■ Das rohe Gemüse bietet die Grundlage für eine optimale Versorgung des Verdauungstraktes mit reichlich Ballaststoffen.
Die beste Möglichkeit, rohes Gemüse auf den Tisch zu bringen: Servieren Sie Rohkostteller und Salate.

Gewöhnen Sie sich aber auch an, fallweise oder regelmäßig – je nach Gusto und Durchhaltekraft – komplette Mahlzeiten nur aus Rohgemüse zusammenzustellen. Man braucht dafür verschiedene Gemüsesorten, die auch in der Farbe verschieden sein sollten. Arrangieren Sie diese Gemüsearten auf einer großen Platte hübsch und appetitanregend. Durch Beigabe von Zwiebeln, Lauch und Gewürzkräutern, von Oliven, Petersilie und Rahm (saure Sahne) kann man beispielsweise Gurken, Tomaten, Radieschen und grünen Kopfsalat besonders schmackhaft machen.

Wenn das rohe Gemüse als Beilage zu einer Mahlzeit gedacht ist, so nehmen Sie sich den Mut, und essen Sie es vorher. Das tut dem Organismus besonders gut. Es ist sehr vorteilhaft, im Restaurant den Salat, den der Kellner zum Fleischgericht bringt, ebenfalls genüsslich als gesunde Einleitung zu essen.

Ernährungswissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass in diesem Fall der Körper intensiv die Vitalstoffe aufnimmt und dann weit problemloser alles andere verarbeitet, das nachher kommt, auch wenn es nicht so ganz gesund ist.

Eines müssen wir uns immer vor Augen halten: Das Gemüse – und selbstverständlich auch das Obst – sind im Rahmen unserer Ernährung in der Lage, uns ausreichend mit Vitaminen verschiedenster Art, mit Mineralstoffen, Spurenelementen, ätherischen Ölen und Rohfasern zu versorgen. Das Angebot ist rund ums Jahr reichlich.

Und das ist der Gemüseknigge für den richtigen Umgang mit Gemüse:
■ Am gesündesten ist das rohe Gemüse.
■ Wer Gemüse zubereiten möchte, der soll es sorgsam tun. Kochen Sie Gemüse nicht zu Tode, sondern dünsten Sie es nur ganz kurz. Dann bleiben noch viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten.
■ In der schönen Jahreszeit – Frühjahr, Sommer und Herbst – ist frisches Gemüse vom Feld, aus dem eigenen Garten, vom Markt, aus der Gärtnerei oder aus dem Gemüsegeschäft vorzuziehen.
■ Im Winter kann das Gemüse aus der Tiefkühltruhe ein wesentlicher Gesundheitsfaktor in unserer Ernährung sein, weil beim Tieffrieren ein Großteil der Vitamine und Mineralstoffe erhalten bleibt.

Hier eine Wertskala der wichtigsten Gemüsearten für den Hausgebrauch:
■ Viel Karotin, Vitamin C, Kohlenhydrate und Rohfasern enthalten Karotten, Petersilwurzeln, Rettich, Schwarzwurzeln und weiße Rüben. Das sind die Wurzelgemüse.
■ Die Knollengewächse liefern uns viele Mineralstoffe: die Rote Rübe (Rote Bete), Radieschen, Sellerie, Kohlrabi und Kohlrüben.
■ Die Zwiebeln – Küchenzwiebeln und Lauch – sind reich an Mineralstoffen.
■ Genauso wertvoll ist Spargel, der auch viele Mineralstoffe enthält.
■ Zum Blattgemüse gehören Weißkohl, Rotkohl, Wirsing, Karfiol (Rosenkohl), Grünkohl, Chinakohl. Sie enthalten viel Vitamin C.
■ Der Blattsalat vom Feld liefert Mineralien, Spurenelemente und Sonnenenergie. Dazu gehören Kresse, Feldsalat, Löwenzahn, Chicoree, Endivie und Schnittsalat.
■ Zum Spinatgemüse zählen Spinat, Mangold, Sauerampfer und Brennnesseln. Sie vermitteln uns Vitamin C, Karotin und Mineralstoffe, vorwiegend Eisen und Magnesium.

Erbsen als Jungbrunnen
Die süßen grünen Erbsen sind als Beilage zu Fleisch und Reis eine beliebte Hülsenfrucht. Sie schmecken köstlich und stellen gleichzeitig eine wertvolle natürliche Nahrung für den Organismus dar.
■ Viele wissen gar nicht, dass der regelmäßige Genuss von jungen Erbsen die geistigen Aktivitäten enorm steigert. Die Ursache dafür liegt im hohen Anteil an Spurenelementen und Mineralstoffen: Phosphor, Eisen und Kupfer.
■ Erbsen sind reich an Vitamin E, das die Wände unserer Körperzellen vor feindlichen Angriffen schützt. Somit stellt der regelmäßige Verzehr in gewisser Weise auch einen inneren Umweltschutz dar. Indische Ernährungswissenschaftler behaupten sogar, dass regelmäßiger Erbsenkonsum ein besonderer Jungbrunnen ist.
■ Beachtlich ist auch der Gehalt am Mineralstoff Kalium in den
Erbsen, der wichtig für das Funktionieren von Muskeln, Nerven und Verdauung ist.
■ Nicht zu unterschätzen ist auch der Mineralstoff Magnesium in der Erbse, der stark gegen Verkrampfungen, Stress und Kopf-schmerzen macht.
■ Relativ wenig bekannt ist, dass Erbsen ein Alkaloid enthalten, das eng mit einer Anti-Fruchtbarkeits-Komponente verbunden ist. Das bedeutet: In gewisser Weise stellt die Erbse eine Pille aus dem Gemüsegarten dar. In Bengalen und Indien werden Erbsen in rohem Zustand und Erbsenhülsen in der Suppe als Empfängnisverhütungsmittel eingesetzt. Deutsche Ärzte allerdings warnen davor, sich allzu sehr darauf zu verlassen.
■ Tatsache aber ist: Frauen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen, werden von erfahrenen Gynäkologen immer wieder gewarnt, keine allzu großen Mengen Erbsen zu essen.
■ Erbsen werden sehr oft auch als Kräftigungsmittel bei älteren Menschen und bei Patienten nach schwerer Krankheit mit Erfolg eingesetzt.
Wichtig ist, dass die Erbsen für Gerichte schonend zubereitet werden. Ideal: sanft dünsten. Die Erbsen sollen so rasch wie möglich nach der Ernte gegessen werden. Vorsicht vor übermäßigem Erbsengenuss gilt für all jene, die leicht Blähungen bekommen und einen nervösen Magen haben. Auch bei Magengeschwüren und chronischem Durchfall sollte man Erbsen meiden.

Unser-Tipp:
Mit jungen Erbsen können Sie auch Kinder begeistern, die sonst kaum Gemüse essen.

Spinat – das Anti- Stress-Gemüse
Alle Jahre, wenn auf Märkten und in Gemüseläden der frisch geerntete Spinat angeboten wird, kommt dieses Gemüse bei vielen Familien auf den Speiseplan.

Die beste Motivation dafür kommt aus den USA. Die weltberühmte Harvard-Universität in Boston hat in einer Studie nachgewiesen: Spinat ist eine Superarznei. Jahrzehntelang galt dieses grüne Gemüse in erster Linie als wertvoller Lieferant für das Spurenelement Eisen. Millionen blasser Kinder wurden von ihren Eltern dazu angehalten, Spinat zu essen, obwohl sie ihn nicht mochten. Heute weiß man, dass der Spinat diese angeblich riesigen Mengen an Eisen gar nicht enthält.

Die Behauptung beruhte schlicht und einfach auf einem Kommafehler in einem wissenschaftlichen Labor. Heute ist es erwiesen:
Für Kinder ist Spinat gar nicht so wichtig. Im Gegenteil: Die darin enthaltenen Pflanzensäuren können bei den Kleinen mitunter allergische Reaktionen hervorrufen.

Hingegen ist Spinat ein wertvoller Bestandteil der Erwachsenenernährung. Und das sind die nachgewiesenen gesundheitlichen Vorteile des Spinats. Ernährungswissenschaftler nennen ihn neuerdings Anti-Stress- Gemüse, weil er reichlich vom Anti-Stress-Mineral Magnesium und vom Nervenvitamin B1 anliefert. Da Spinat beachtliche Mengen an Folsäure – auch Vitamin B4 genannt – enthält, ist er ein Jungmacher. Die Folsäure bremst die Adernverkalkung.

Was aber Spinat so interessant macht: Das Gemüse ist besonders wichtig für unsere Augen. Spinat enthält reichliche Mengen an Vitamin A und Betakarotin. Beide Substanzen sind sehr wichtig für die Sehkraft, und zwar für die Bildung des Sehpurpurs im Auge.

Außerdem hat man im Spinat große Mengen an Pflanzenfarbstoffen entdeckt, die so genannten Karotinoide. Sie schützen unsere Augen. Wer häufig und regelmäßig Spinat isst, der verringert damit nachweislich die Gefahr, im Laufe des Lebens an einem sehr verbreiteten Augenleiden zu erkranken. Es handelt sich dabei um die so genannte Makuladegeneration, bei der der zentrale Netzhautbereich des Auges zerfällt. Der Betroffene kann in der Folge erblinden. Die Karotinoide im Spinat machen die Netzhaut stark gegen die Angriffe von aggressiven Molekülen, die als freie Radikale bezeichnet werden. Sie entstehen in unserem Körper bei den eigenen Stoffwechselvorgängen, gelangen aber auch aus der belasteten Umwelt in unseren Organismus.

Die Zwiebel darf man nicht unterschätzen
Die Zwiebel zählt zu den bekanntesten Küchengewürzen. Sie wird von fast jeder Hausfrau ganz selbstverständlich Tag für Tag verwendet. Viele denken gar nicht daran, dass die Zwiebel aber gleichzeitig eine enorme Rolle für die Erhaltung unserer Gesundheit spielt.

Schon in der Antike schätzte man die Zwiebel als Heilmittel zum Stärken, Harntreiben und gegen Infektionen. Heute bestätigen Mediziner und Ernährungswissenschaftler: Der regelmäßige Genuss von Zwiebeln – am besten roh – ist ein wesentlicher Faktor für Wohlbefinden, Vitalität und fürs Jungbleiben.

Und das macht die Zwiebel so wertvoll:
■ Sie enthält Vitamin C, liefert dem Organismus aber auch die Vitamine der B-Gruppe und Vitamin A in interessanten Mengen.
■ In der Zwiebel sind der Mineralstoff Kalium und die Spurenelemente Eisen, Silizium, Phosphor und Schwefel enthalten.
■ Eine ganz besondere Rolle spielen die Enzyme und ätherischen Öle. Ihr Zusammenwirken macht das Gewürz zu einem Jugendelixier. Der russische Forscher Prof. Dr. Gurwitsch behauptete bereits vor einigen Jahren auf Grund von Messungen: Die Zwiebel sendet beim Verzehr geheimnisvolle Strahlen aus, welche die Teilung der Körperzellen fördern und daher verjüngend wirken.

Und das alles leistet die Zwiebel für unsere Gesundheit: Ihre Inhaltsstoffe sind herzstärkend. Sie wirken positiv auf Magen und Darm, stärken dort die Abwehrkräfte. Zwiebelkonsum kann zu hohen Blutdruck ein wenig senken, fördert die Durchblutung, regt den Stoffwechsel an, aktiviert die Leber und stellt eine wirksame Waffe gegen Erkältungskrankheiten dar.

Die Zwiebel hat einen positiven Einfluss auf zu hohe Blutfett- und Blutzuckerwerte. Außerdem bremsen die Inhaltsstoffe der Zwiebel – ähnlich wie es beim Knoblauch der Fall ist – die Arteriosklerose. Nachweislich werden auch die Atemwege gestärkt.

Zusätzlich aber gibt es auch wirkungsvolle Hausmittel mit Zwiebeln:
■ Gegen Hustenschleim: Eine kleine Zwiebel in Stücke hacken, in einem Gefäß fingerdick mit Honig bedecken, 24 Stunden verschlossen stehen lassen. Von dem süßen Zwiebelsaft mehrmals am Tag 1 Teelöffel einnehmen.
■ Bei Bronchitis und Husten: 2 große Zwiebeln in Stücke schneiden, in 1 Liter Wasser aufkochen, die
aufsteigenden Zwiebeldämpfe einatmen.
■ Bei Rheumabeschwerden: Einige Zwiebeln zerdrücken und zu einem Brei verrühren, als Umschlag auflegen.
■ Bei Schlafproblemen:1 große Zwiebel halbieren, mit den Schnittflächen nach unten in einen Topf mit 1/4 Liter Milch 15 Minuten ziehen lassen. Dann die Zwiebelmilch mit etwas Honig vor dem Zubettgehen trinken.

Karotten helfen nicht nur unseren Augen
Prinz Charles von England zum Beispiel hat einmal bei einer Pressekonferenz schmunzelnd verraten, woher er sich frischen Schwung holt, was ihn aktiv hält. Sein Fitmacher heißt auf Lateinisch: Daucus carota, zu Deutsch: die Karotte. Dass er tatsächlich auf die Kraft der Karotten schwört, stellt er auch unter Beweis. Er hat auf den königlichen Liegenschaften einen großen Gemüsegarten, auf dem streng kontrolliert angebaut wird. Der Brite ist ein eifriger Verfechter der Fruchtwechsel-wirtschaft:

Auf demselben Boden wird eine Gemüsesorte nur alle 4 Jahre angebaut, damit die Erde sich wieder erholen kann und nicht ausgelaugt wird. Übrigens: Er baut in seinem Gemüsegarten 23 Karottensorten an: von gelb bis rot, in allen Nuancen.

Die Karotte als Fitmacher ist im Grunde genommen nichts Neues. Schon in der Antike aßen Griechen und Römer die Carota, um Schwung und Kraft für den ganzen Tag zu haben. Das kann man den Schriften von Dioskurides und Plinius entnehmen.

Aus dem Mittelalter ist uns ein amüsantes Dokument über die kräftigende Wirkung der Karotte erhalten geblieben. Diese Schrift stammt von dem Arzt Matthiolus. Er berichtet: Die Karotte ist, wenn sie von zarter Beschaffenheit, eine sehr lebensfreundliche Speis.

Sie macht den Menschen fröhlich und arbeitsam, gibt ihm Kraft. Zudem kann sie leicht verdauet werden und gibt Anlass für einen erfreulichen Stuhlgang, wichtig für ein gesund Leben!

Man beobachtete also damals ganz genau, dass man mit Karotten in der täglichen Nahrung sehr viel Aktivität und Schwung tanken konnte.

Heute weiß man aus ernährungswissenschaftlichen Untersuchungen, warum das so ist.
■ Die Karotte liefert dem Organismus den Mineralstoff Magnesium sowie das Spurenelement Eisen, beides Substanzen, die uns vor Müdigkeit und Schlappheit bewahren können.
■ Die Karotte enthält interessante Mengen an Kalzium, das unseren Knochen Kraft gibt.
■ Vor allem aber ist die Karotte ein Spitzenlieferant für das Vitamin A und für seine Vorstufe, das Provitamin A – Betakarotin. Beide bilden im menschlichen Körper in sämtlichen Zellen so genannte Karotinoide, die inzwischen als Krebsschutzstoffe gelten. Sie bringen sogar Körperzellen wieder in Schwung, die durch Umweltgifte bereits bis zu einem gewissen Grad geschädigt sind.
■ Karotten versorgen unseren Verdauungstrakt aber auch mit reichlich Pektin, wie man es sonst nur in Äpfeln findet. Damit können wir uns länger jugendlich und fit halten.

All diese wertvollen Inhaltsstoffe machen die Karotte zu einem Gemüse für Fitness und Vitalität: Wenn Sie die Leistungskraft Ihres Kindes in der Schule verbessern wollen, dann setzen Sie ihm off Karotten vor. Es ist schon lange bekannt, dass Kinder in der Wachstumsphase mit Karotten mehr Vitalität bekommen. Interessant für Erwachsene und Kinder: Karotten sind ein Anti-Stress- Gemüse, und Stress führt zu vorzeitiger Müdigkeit und Erschöpfung.

Mehr Lebens- und Liebeskraft durch Sauerkraut
Der Biochemiker und Mediziner Prof. Dr. Felix Kindore von der Universität in Pittsburg, Pennsylvania, hat im Rahmen einer Studie nachgewiesen: Mit einem sehr bekannten, preiswerten und wohlschmeckenden sowie einfachen Gemüse kann man enorm Fitness, Lebens und Liebeskraft tanken. Und dieses Gemüse ist das Sauerkraut.

Es ist kaum zu glauben: Gerade die Amerikaner, die sich immer über die Deutschen als Sauerkrautesser lustig machen und sie lächelnd als Krauts bezeichnen, haben nun das Sauerkraut zum Lebenselixier ernannt.

Den Wert des Sauerkrauts haben bereits die Phönizier auf ihren Schiffen erkannt. Es war die Garantie für eine gesunde Mannschaft an Bord. Der griechische Arzt Hippokrates verordnete in der Antike vielen seiner Patienten Sauerkraut als Aufbaumittel. Bei den römischen Legionären war es ein Teil der Pflichtverpflegung. Später dann nannte Pfarrer Kneipp das Sauerkraut den Gesundheitsbesen für den Darm.

Nun hat Prof. Dr. Felix Kindore genau nachgewiesen: Der regelmäßige Genuss von Sauerkraut befreit den Darm von Giften und hilft, Krankheiten zu verhindern. 200 Gramm Sauerkraut – eine normale Portion – decken einen beachtlichen Teil der lebenswichtigen Ballaststoffe, die wir für das Funktionieren der Verdauung brauchen. Mit dieser Menge tanken wir auch reichlich Vitamin C. Und diese 200 Gramm Sauerkraut haben bloß 40 Kalorien – ideal zum Schlankwerden und Schlankbleiben.

Das spektakulärste Ergebnis von Prof. Dr. Kindores Untersuchungen an 441 Männern und Frauen: Der Genuss von Sauerkraut – mindestens zweimal die Woche – erhält jung, vital und verbessert die Liebeslust und Liebeskraft. Entscheidend für diese Eigenschaften ist zweifellos die Fülle an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, die im Sauerkraut enthalten sind.
■ Der hohe Anteil an Folsäure beugt dem Altern vor.
■ Die Liebeskraft und Liebeslust bei Mann und Frau werden durch die Spurenelemente Zink und Molybdän gestärkt.

Tomaten machen stark
Viele falsche Behauptungen sind schuld daran, dass manche Menschen eine gewisse Distanz zu Tomaten entwickeln. Vielleicht haben Sie auch schon einmal gehört: Die Tomate verursacht und fördert Arthritis, weil sie zur giftigen Nachtschattenfamilie gehört!
Oder: Die Tomate verursacht Krebs!

Oder: Die Tomate macht liebestoll!
Keiner weiß im Grunde genommen, woher diese Meldungen stammen. Wissenschaftler haben heute längst nachgewiesen, dass sie nicht stimmen.

Mehr noch: Sie haben herausgefunden, dass die Tomaten eine Reihe von beachtlichen gesundheitsfördernden Eigenschaften haben.

Daher: Freuen Sie sich, wenn die knallroten, saftigen und süßen Tomaten auf dem Markt angeboten werden.

Die wilde Tomate gab es erstmals in den Tropen der Anden. Heute ist sie auch bei uns heimisch und wird in vielen Kleingärten angebaut. Die reife Gemüsefrucht ist reich an den Mineralstoffen Kalium für die Verdauung, Kalzium für die Knochen, Phosphor fürs Gehirn und Eisen fürs Blut. Sie enthält viel Vitamin E, C und jene der Gruppe B. Sie liefert dem menschlichen Organismus auch die Spurenelemente Zink und Selen.

Tomaten haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften:
■ Tomaten regen die Speichelbildung und damit die Vorverdauung der Speisen im Mund an.
■ Sie fördern die Blutbildung und beugen einer Anämie vor.
■ Der hohe Gehalt an Kalium und Faserstoffen gibt der Verdauung und im Speziellen der Arbeit des Darms besonderen Schwung.
■ Nach Untersuchungen amerikanischer Ärzte kann die Tomate einer Blinddarmentzündung Vorbeugen.
■ Die Inhaltsstoffe der Tomate wirken auf den gesamten Magen- und Darmbereich entkrampfend. Dadurch wird auch die Verstopfung erfolgreich bekämpft.
■ Tomaten geben der Magen- und Darmschleimhaut Kraft und beugen in diesem Bereich Entzündungen vor.
■ Tomaten fördern außerdem den Gallenfluss und wirken unter-stützend positiv auf die Leber.
■ Ärzte haben in einer Studie herausgefunden, dass der regel-mäßige Genuss von Tomaten in gewisser Weise vor Magen-, Prostata-, vor allem aber vor Lungenkrebs schützen kann. Die Studie wurde an 14 000 Amerikanern und 3000 Norwegern durch-geführt. Die Erklärung für die Schutzwirkung dürfte am hohen Anteil an Betakarotin und des Karotinoids mit Namen Lykopin liegen.

Allerdings muss man mitunter auch vorsichtig im Umgang mit Tomaten sein. Essen Sie keine grünen Früchte. Sie enthalten große Mengen des Giftstoffes Solanin.

Unser-Tipp:
Wenn Sie Ihrem Immunsystem immer wieder neue Kraft geben wollen, dann nehmen Sie zwischendurch eine Spezial-Mahlzeit für die natürlichen Abwehrkräfte zu sich: eine Salzgurke,
3 Gabeln voll Sauerkraut, 1/4 Liter Rote-Bete-Saft. Diese milchsauer vergorene Gemüse-Nahrung ist ein wirkungsvolles Mittel zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Peperoni stärkt das Herz
Im Gegensatz zu den Gemüse-Paprikaschoten gibt es den so genannten kleinen, schmalen Gewürzpaprika, der unter den Bezeichnungen Peperoni, Chili oder Cayennepfeffer bekannt ist. Die meisten von uns setzen die Peperoni in der Küche ein, wenn es darum geht, Speisen besonders würzig und scharf zuzubereiten. Doch die Peperoni hat auch in der Naturheilkunde gegen verschiedene Befindlichkeitsstörungen und Alltagsbeschwerden eine beachtliche Bedeutung. Der Hauptbestandteil in der Peperoni ist das Alkaloid Capsaicin. Die Peperoni ist außerdem reich an Scharfstoffen, an Vitamin C und A, an Karotinoiden und ätherischen Ölen. All diese Wirkstoffe haben auf unseren Organismus einen ganz besonderen Einfluss:

Der Saft der Peperoni oder des Cayennepfeffers wird in der Medizin als Reizmittel in Form von Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden und Gelenkrheuma angewendet. Die weiße Milch, deren Wirkung auf den Substanzen Nonivamid und Infrotto ultra beruht, gibt’s in der Apotheke.
Wer Speisen mit Peperoni würzt, regt damit den Kreislauf an. Der amerikanische Kräuterheilkundige und Arzt Dr. T. J. Tyler schreibt dazu: Peperoni sind die kräftigsten Herzstimulantien mit dauerhafter Wirkung!

Und das haben Ernährungswissenschaftler über die Wirkung der Peperoni im menschlichen Organismus herausgefunden:
■ Das Essen und Verdauen von Nahrung kostet Kraft. Hat der Verdauungstrakt Nahrung bekommen, fordert er Blut an. Das Herz muss mit mehr Energie arbeiten und mehr Blut fördern. Daher kommt es zu einem Ansteigen des Herzschlagvolumens. Das Capsaicin in der Peperoni verstärkt die Herzleistung.
■ Die Wirkung geht aber noch weiter: Wer Peperoni in seiner Speise hat, der hilft damit, die Zahl jener Blutplättchen zu reduzieren, welche für Blutgerinnsel und Herzinfarkt verantwortlich sind. Dieser positive Einfluss hält bis zu 3 Stunden nach dem Essen an.
■ Wer mit Peperoni würzt, kann damit auch die körpereigenen Abwehrkräfte gegen Erkältungskrankheiten, vor allem gegen den ersten Schnupfen im Herbst, stärken. Das liegt zum Teil auch am hohen Anteil an Vitamin C.
■ In kleinen Mengen kann die Peperoni appetitanregend und verdauungsfördernd wirken.
Allerdings muss man wissen: Zu viele Peperoni können zu Magenproblemen sowie zu Leber- und Nierenschäden führen. Genießen Sie die positive Schärfe immer mit Maß und Ziel.

Mit Vitalstoffen soll man sorgsam umgehen
Wenn der Frühling ins Land gezogen ist, steht uns wieder frische, heimische Ware aus Gärten und von Feldern zur Verfügung. Gerade bei diesem Gemüse und Obst ist es so wichtig, dass wir richtig damit umgehen. Die frischen Gewächse sind besonders zart und verderblich, und ihr Gehalt an Vitaminen ist besonders instabil.

Daraus lernen wir:
■ Kaufen Sie heimischen Salat, der möglichst von nahen Feldern oder Gärten kommt.
■ Kaufen Sie nach Möglichkeit direkt beim Gärtner ein. Nur wenige haben die Möglichkeit, den Salat aus dem eigenen Garten zu ernten.
■ Verbrauchen Sie den Salat unmittelbar nach dem Kauf. Lassen Sie ihn nicht viele Stunden zu Hause liegen.
■ Bereiten Sie ihn unmittelbar vor dem Servieren zu. Langes Einwirken der Marinade tötet viele Wirkstoffe im Salat ab. Der äußerliche Beweis dafür: Er fällt zusammen.

Das erste Gemüse im Land ist alljährlich der Kopfsalat. Er ist besonders heikel. Eine Untersuchung des Institutes für medizinische Vitamin- und Mineralstoff-Forschung in Bad Soden hat ergeben: Wenn ein Kopfsalat mehr als 4 Tage von der Ernte weg bis zum Verbraucher unterwegs ist, dann enthält er kein Vitamin C mehr.

Für sämtliche Frühlingsgemüse, die besonders sanft behandelt werden müssen, damit alle Vital- Stoffe erhalten bleiben und in unseren Organismus gelangen, gelten einige wichtige Regeln:
■ Gemüse muss auf Grund unserer Umweltsituation gereinigt, am besten gewaschen werden. Das soll zwar gründlich geschehen, aber mit Vorsicht: Waschen Sie Obst und Gemüse nicht mit heißem oder warmem, sondern mit kaltem Wasser. Dann bleiben die Vitamine besser erhalten.
■ Lassen Sie die Naturprodukte aber nicht stundenlang unter fließendem Wasser liegen. Dabei waschen sich die Vitalstoffe aus.
■ Legen Sie Gemüse und Obst aber auch niemals für längere Zeit in ein Gefäß mit kaltem Wasser. Da passiert dann das Gleiche.
■ Kochen Sie Ihr Gemüse in Wasser nicht zu Tode. Dabei killen Sie nämlich sämtliche Vitamine und auch die meisten Mineralstoffe und Spurenelemente. Junges Frühjahrsgemüse in wallendem Wasser zu kochen ist ein Verbrechen gegenüber der gesunden Ernährung.
■ Die ideale Methode zum Garen von Gemüse ist und bleibt das schonende Dämpfen mit ganz wenig Wasser in einem dazu geeigneten Topf.
■ Doch auch in Bezug auf das Dämpfen muss man gerade im Frühjahr Acht geben. Während man in den Wintermonaten gelagertes Gemüse bis zu 10 oder gar 15 Minuten gar dämpfen muss, damit es weich ist, braucht das zarte Frühjahrsgemüse meist nur zwischen 3 und 6 Minuten. Wer länger garen lässt als notwendig, der ruiniert die wertvollen Inhaltsstoffe, und das Gemüse ist schließlich nur mehr der Lieferant für Ballaststoffe. Und das ist nicht gerade im Sinn der Sache.

Ein paar Beispiele für Garzeiten:
■ Wenn man Wurzelgemüse in reichlich Wasser kocht, verliert man bis zu 48 Prozent Vitamin C.
■ Wenn man Kartoffeln mit der Schale im Wasser kocht, so verlieren sie bis zu 30 Prozent Vitamin C.
■ Wenn man hingegen die Kartoffeln mit Schale in ganz wenig Wasser dämpft, beträgt der Verlust an Vitamin C nur 20 Prozent.
■ Kocht man die Kartoffeln hingegen ohne Schale in Wasser, gehen 40 Prozent Vitamin C verloren, bei der Herstellung von Kartoffelpüree bis zu 50 Prozent.
■ Wenn man Grüngemüse 15 bis 20 Minuten in reichlich Wasser kocht, gehen bis zu 75 Prozent Vitamin C verloren.
■ Wenn man hingegen das Gemüse 5 Minuten dämpft, beträgt der Verlust nur bis zu 25 Prozent.
■ Beim Dämpfen sind es nur bis zu 28 Prozent.

Zusätzlich ein wichtiger Hinweis:
Kaufen Sie lieber kein Frischgemüse, das stundenlang auf der Straße ungeschützt dem Autoverkehr und seinen Abgasen aus-gesetzt war. Es ist mit sehr vielen Schadstoffen angereichert. Kaufen Sie auch kein Gemüse, das stundenlang der prallen Sonne ausgesetzt war. Dadurch sind viele Inhaltsstoffe kaputtgegangen.

Kürbis und Knoblauch: eine gute Kombination
Ein uraltes Rezept für Gesundheit und Vitalität ist zu einem neuen Trend geworden: die Kombination von Kürbis und Knoblauch. In früheren Zeiten machten viele Menschen speziell auf dem Land eifrig davon Gebrauch. Wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten Jahre sowohl über den Knoblauch als auch über die Kürbiskerne bestätigen die Wirkung der alten Tradition. Und so nützt man heute wieder verstärkt die Vitalkraft aus dem Bauerngarten.

Wenn man Darstellungen aus dem 18. und 19. Jahrhundert in Büchern ansieht, so kann man deutlich erkennen: Viele Bauern bauten in ihrem Garten hinter dem Haus Knoblauch und Kürbis unmittelbar nebeneinander an. Die beiden Naturprodukte gehörten im Bewusstsein vieler Landwirte von damals einfach zusammen. Sie symbolisierten Lebenskraft, Vitalität und Gesundheit bis ins hohe Alter. Knoblauchzehen und Kürbiskerne galten auf vielen Bauernhöfen als Naturarznei. Die jungen Leute tankten Kraft für ihre harte Arbeit, indem sie einfach eine frische Knoblauchzehe und ein paar Kürbiskerne gemeinsam in den Mund nahmen und langsam und intensiv kauten. Die alten Leute drehten den Knoblauch und die Kürbiskerne durch die Fleischmaschine und aßen den gemischten Brei.

Unser-Tipp:
Wenn Sie einmal Zeit haben, inspizieren Sie Ihre Hausapotheke. Viele Naturarzneien und Medikamente haben ein Ablaufdatum. Aber auch Heilkräuter verlieren nach einem Jahr ihre Wirkung.

Knoblauch erhält die Gefäße jung
Der Knoblauch ist eine der ältesten Heilpflanzen. Er galt immer schon als Naturmedizin, die vor Krankheiten schützt und Herz sowie Kreislauf stärkt. Aber erst in den vergangenen 10 Jahren sind die ersten wissenschaftlichen Studien mit Knoblauch durchgeführt worden.

Sie haben ergeben:
■ Wer regelmäßig Knoblauch nimmt, hat eine bessere Durch-blutung.
■ Der regelmäßige Einsatz von Knoblauch kann zu hohen Blut-druck senken.
■ Aufsehen erregende Studien in Berlin haben bewiesen: Knoblauch kann der Adernverkalkung Vorbeugen. Er kann sie sogar stoppen und bis zu einem gewissen Grad rückgängig machen.
■ Knoblauch senkt erhöhte und zu hohe Cholesterinwerte: Er hebt das schützende HDL, senkt das LDL.
■ Eine Studie in Mainz hat den Beweis erbracht: Wer lange Zeit Knoblauch nimmt, der hat im Endeffekt um 10 bis 15 Jahre jüngere und elastischere Gefäße. Knoblauch ist ein Jungmacher.
■ Man weiß heute auch: Knoblauch schützt vor Erkältungen.
■ Knoblauch fördert die Potenz und die Liebeslust.
■ Für unsere moderne Zeit sehr wichtig: Knoblauch schützt den Organismus vor aggressiven Umweltschadstoffen, den so genannten freien Radikalen.
■ Knoblauch hat eine hohe antioxidative Wirkung.
■ Durch den Einfluss des Knoblauchs wird unser Blut flüssiger.
■ Ein hoher Gehalt am Spurenelement Selen macht den Knoblauch zu einem wichtigen Mithelfer am Aufbau der Immunkraft.

Man hat herausgefunden: Im Knoblauch wirkt nicht nur das Allicin, sondern auch Ajoene, Diallylsulfid und Vinyldithiine haben einen entscheidenden gesundheitsfördernden Einfluss auf unseren Organismus.

Kürbiskerne für Blase und Prostata
Der Kürbis ist reich an lebenswichtigen Substanzen: Er liefert reichlich Vitamin A, Vitamin E, C und B4, auch Folsäure genannt, weiters Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Zink und Selen. Die eigentliche Naturarznei aber sind die weichschaligen grünen Kerne einer speziellen Kürbisart, die man seit dem 16. Jahrhundert kennt. Das ist auf die wertvollen Inhaltsstoffe zurückzuführen:
■ Die Kürbiskerne sind reich an so genannten Delta-7-Sterolen. Das sind Wirksubstanzen, die der Prostatavergrößerung beim Mann Vorbeugen und eine bereits vorhandene gutartige Vergrößerung auch positiv beeinflussen.
■ Weiters findet man in den Kürbiskernen reichlich Vitamin E.
■ Kürbiskerne enthalten auch schützende Polyphenole und Katechine, die Herz und Kreislauf stärken.
■ Die Substanzen Cucurbitin und das Sitosterin stärken die Blase von Mann und Frau und wirken
damit vorbeugend gegen Blasenkatarrh und Harnwegsentzündungen.
■ Das Konsumieren von Kürbiskernen unterstützt aber auch die Immunkraft, denn auch die Kerne liefern – wie der Knoblauch – die Spurenelemente Selen, Mangan, Zink und Kupfer.
■ Eine besondere Bedeutung kommt den pflanzlichen Hormonstoffen und einer Reihe von Bioflavonoiden in den Kürbiskernen zu.
■ Außerdem fördern Kürbiskerne den Harnfluss und senken das Risiko für die Bildung von Kalzium- Oxalat-Nierensteinen sowie von Blasensteinen.

Obst statt Suppe
Frisches, rohes Obst schmeckt köstlich und ist für ein gesundes Leben von besonderer Bedeutung. Ideal ist es, wenn wir jede Mahlzeit mit Obst beginnen, wenn wir sozusagen Obst anstelle der Suppe oder noch vor der Suppe verzehren. Ernährungsphysiologen und Ärzte raten heute eindringlich dazu. Leider aber spielt Obst nach wie vor bei einem Großteil der Bevölkerung eine untergeordnete Rolle.
Reihenuntersuchungen und Labortests in der Schweiz sowie in Deutschland haben ergeben: Unsere übliche Nahrung – durchwegs gekochte Speisen – bringt die Leukozyten – die weißen Blutkörperchen – im Organismus derart in Aufruhr, dass diese im Blut in Abwehrbereitschaft geraten, als ob ein Angriff von Bakterien stattfinden würde.

Das sollte uns zu denken geben. Die Ernährungsmedizin spricht in einem solchen Fall von einer so genannten Verdauungsleukozytose. Wer nun jahraus jahrein nur denaturierte Nahrungsmittel zu sich nimmt, erzeugt im Körper eine immerwährende Abwehr, die nach Jahrzehnten zum Grundstock für Erkrankungen werden kann, weil der Körper ständig mit ungesunden Faktoren konfrontiert wird.
Man weiß heute, dass es zu diesem Aufmarsch von Abwehrstoffen nicht kommt, wenn der Körper genügend rohes Obst, aber auch rohes Gemüse zugeführt bekommt. Daher ist der Ruf nach dem täglichen frischen Obst vor jeder Mahlzeit mehr als berechtigt, weil es ein gesundes, harmonisches Funktionieren des gesamten Verdauungsapparates garantiert.

Allerdings gibt es eine Reihe von Dingen, die man für den täglichen Verzehr von frischem Obst wissen muss:
■ Kauen Sie das Obst gut und langsam. Nehmen Sie sich Zeit dafür. Essen Sie rohes Obst niemals hastig.
■ Am gesündesten ist es, wenn man das Obst der eigenen Landschaft zu der Jahreszeit konsumiert, in der es reif ist. Nur im Winter sollte man auch auf ausländische und exotische Obstsorten zurückgreifen.
■ Am besten ist es, wenn man die ganze Frucht genießt und nicht etwa nur den ausgepressten Fruchtsaft. Fruchtsäfte kann man zusätzlich trinken. Sie ersetzen aber niemals die ganze Frucht. Im Gegenteil: Obstsäfte im Übermaß getrunken, können manchmal zu Verstopfung und anderen Verdauungsstörungen führen.
■ Jeder muss selbst herausfinden, welche Mengen an rohem Obst er verträgt. Das ist oftmals sehr verschieden.
■ Vorsicht beim übermäßigen Verzehr von Zitrusfrüchten, wie Zitronen, Grapefruits, Orangen und Mandarinen. Sie führen dem Körper sehr viel Oxalsäure zu, was bei manchen Menschen zur rascheren Bildung von Oxalatsteinen in Nieren und Harnwegen führen kann. In unseren Gegenden sind die säurehaltigsten Obstsorten die schwarzen und roten Johannisbeeren.
■ In der kalten Jahreszeit muss man Obst essen, das gut gelagert wurde. Angefaulte Äpfel beinhalten natürliche Gifte. Verschimmelte Nüsse enthalten hochgradig Krebs erregende Aflatoxine, und unreife Mandarinen beinhalten Papein, welches Durchfall erzeugt.
Bei einer Rangordnung von empfehlenswerten Obstsorten muss man an erster Stelle den Apfel nennen. Ein altes britisches Sprichwort sagt: One apple a day keeps the doctor away! Das heißt so viel wie: Ein Apfel jeden Tag erspart den Arzt.

Äpfel können während des ganzen Jahres gegessen werden. Es stehen verschiedene Sorten für jeden Geschmack zur Verfügung. Der Apfel ist leicht verdaulich. Er kann von Gesunden und Kranken verzehrt werden. Die Kranken reiben ihn. Und er hat reichlich Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.

Nach dem Apfel kommt gleich die Weintraube. Sie zählt zu den ältesten und bekanntesten Obstsorten der Welt. Sie wirkt verdauungsfördernd und gibt dem Körper Kraft.

Die Birnen stärken durch ihren Gehalt an Phosphor unsere Konzentration und unser Gehirn. Kirschen fördern die Arbeit der Niere, Rhabarber hilft vielen Frauen, Wechselprobleme zu bewältigen, Erdbeeren machen fröhlich und bringen den Kreislauf in Schwung. Von den exotischen Früchten steht die Banane an erster Stelle. Sie beruhigt unsere Nerven, gibt Kraft und ist sehr leicht verdaulich.

Immer wieder ergibt sich die Frage: Soll man in unserer umweltgefährdeten Welt das Obst mit Schale essen? Die Antwort lautet: Wenn man weiß, dass das Obst aus biologischem Anbau kommt, genügt es, die Frucht lange und gut unter fließendem Wasser zu waschen. Dann kann und soll man sie mit der Schale verzehren, weil darin besonders wertvolle Vitalstoffe sitzen. Kommt das Obst aus nicht biologischem Anbau oder wurde es an einer Autostraße geerntet, so ist es besser, die Frucht geschält zu verzehren.

Jede Hausfrau sollte sich angewöhnen, möglichst oft rohes Obst auf den Tisch zu bringen.

Apfel
Aus Sicht der Vollwertkost lohnt es sich, den Apfel aus allen anderen Obstsorten hervorzuheben. Rund ums Jahr ist der Apfel in unseren Regionen die wertvollste heimische Frucht, weil man ihn auch lange lagern kann. Im Volksmund hat man immer den Apfel als Gesundheitsspender gepriesen. Nun haben einige wissenschaftliche Untersuchungen und Studien exakt nachgewiesen: Die Heilwirkung des Apfels ist auf einigen Gebieten unbestritten.

Die Wildform des Apfels stammt aus Asien. Unser Kulturapfel wird seit rund 3000 Jahren angebaut. Die Römer kannten 22 Apfelsorten. Heute gibt es Tausende. Sie alle wurden aus insgesamt 25 Arten gezüchtet.

Der Apfel wächst in allen Erdteilen, wo es humusreichen und feuchten Boden gibt. Der Apfel ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht reich am Mineralstoff Kalzium, an den Spurenelementen Phosphor und Eisen und an den Vitaminen C, A, B1, B2 und Niacin. Besonders zu erwähnen sind die zellschützenden organischen Säuren Apfel- und Zitronensäure sowie Pektin und Pottasche gegen Darmgifte. Ganz besonders wird für die Ernährung die harmonische Ausgewogenheit all dieser Inhaltsstoffe geschätzt.

Unser-Tipp:
Eine einseitige und extreme Diät ist sinnlos und kann den Organismus belasten. Die bessere Lösung: Machen Sie zwischendurch öfter mal einen Apfeltag. Trinken Sie über den Tag verteilt 2 bis 3 Liter naturtrüben Apfelsaft, und essen Sie – ebenfalls über den Tag verteilt – ein Kilo geraffelte Äpfel. Sonst nichts.

Die Ergebnisse von Studien, die über die gesundheitliche Bedeutung des Apfels in letzter Zeit durchgeführt wurden:
■ Der amerikanische Arzt Prof. Dr. Ancel Keys aus Minneapolis weist nach, dass ein Apfel vor dem Zubettgehen einen tiefen, festen Schlaf garantiert. Die Wirkung beruht auf der gleichmäßigen Verteilung des Blutzuckers während der Nacht. In diesem Zusammenhang ist interessant, dass der deutsche Arzt Dr. Christoph Hufeland bereits seinen Patienten Goethe, Schiller, Ludwig Uhland und Jean Paul einen Einschlafapfel verordnete.
■ Prof. Dr. Ancel Keys hat aber auch noch etwas anderes entdeckt. Er empfiehlt täglich zwei saftige Äpfel gegen Arterienverkalkung und Infarktgefährdung.
■ Äpfel beeinflussen aber auch positiv den Blutdruck. Die Inhaltsstoffe schwemmen übermäßige Mengen an Kochsalz und Wasser aus dem Organismus. Dadurch entsteht bei Bluthoch-druck eine regulierende Wirkung. Untersuchungen dazu gibt es von dem österreichischen Arzt Univ.- Prof. Dr. Josef Jagic. Sein Rat: Jeden Morgen auf nüchternen Magen einen Apfel gegen Bluthochdruck.
■ Der amerikanische Mediziner Dr. Jeffrey S. Hyams empfiehlt zur Förderung des Stuhlganges und zur Bekämpfung der verbreiteten Verstopfung den regelmäßigen Apfelkonsum. Denn der Apfel liefert Magen und Darm reichlich Ballaststoffe, reguliert das Wachstum der Darmflora und kurbelt damit insgesamt die Verdauung an.
■ Der Wiener Arzt Dr. Ewald Riegler rät: Wenn man die ersten Anzeichen einer Migräne spürt, kann man mit dem Genuss eines Apfels sehr oft dem Anfall Vorbeugen.
■ Auch ein zünftiger Alkoholkater ist mitunter schnell besiegt, wenn man drei knackige Äpfel auf nüchternen Magen verzehrt. Das stoppt oft die Kopfschmerzen.
■ Die wohl spektakulärste und aktuellste Studie über den gesundheitlichen Einfluss des Apfels auf den menschlichen Organismus stammt aus Wien und wurde im Herbst 1991 veröffentlicht. Univ.-Prof. Dr. Helmut Sinzinger, II. Medizinische Universitätsklinik in Wien, berichtet, dass bei den Probanden im Alter von 8 bis 73 Jahren, die erhöhte Cholesterinwerte aufwiesen, im Rahmen einer sechswöchigen Therapie mit der regelmäßigen Einnahme von Apfelquellpektin das gute, schützende HDL- Cholesterin etwas anstieg, das so genannte böse LDL-Cholesterin hingegen zwischen 9 und 30 (1) Prozent gesenkt wurde.

Fleisch als Beilage
Viele kritische Beobachter der alternativen, gesunden Ernährung fragen immer wieder: Muss das Fleisch vollkommen vom Speisezettel gestrichen werden? Schließlich ist der Mensch ein Mischkostesser… Die Antwort liegt klar auf der Hand: Vegetarismus ist ganz sicher nicht die Idealform einer Ernährung für die breite Bevölkerung. Der gesamte Verdauungsapparat des Menschen ist auch auf den Genuss von Fleisch eingestellt. Das tierische Eiweiß hat für unseren Organismus alle notwendigen 21 Aminosäuren, die er unbedingt braucht, um sein körpereigenes Eiweiß aufzubauen. Diese 21 Aminosäuren existieren auch in der Milch und in Milchprodukten, so dass ein Vegetarier keinen Mangel leiden muss.

Es ist jedoch nicht Sinn der Sache, wenn man jemandem im Zuge einer gesunden Ernährung das Fleischessen abgewöhnen möchte. Allerdings sollte man schon einige Grundregeln beachten:
■ Machen Sie das Fleisch nicht zum Mittelpunkt Ihrer Ernährung, wie das bei vielen von uns leider der Fall ist. Am gesündesten ist es, wenn das Fleisch zur köstlichen Beilage wird.
■ Sie haben mich ganz richtig verstanden: Essen Sie nur wenig Fleisch zu jeder Mahlzeit. Ein Beispiel am Huhn: Konsumieren Sie niemals ein ganzes Huhn zu einer Mahlzeit. Teilen Sie es sinnvoll ein. An einem Tag bereiten Sie Hühnersuppe zu und servieren nachher ein Vollwertgericht. Am zweiten Tag werden einige Stücke vom Huhn gekocht oder gebraten. Dazu gibt es Salat und Petersilienkartoffel. Am dritten Tag wird der Rest des Hühnerfleisches mit Reis als Hühnerrisotto oder als Hühnersalat angerichtet.
■ Essen Sie nicht täglich Fleisch. Machen Sie es wie unsere Vor-fahren, die aus wirtschaftlichen Gründen dazu gezwungen waren: Sie haben einmal, höchstens zweimal in der Woche Fleisch auf den Tisch gebracht, an anderen Tagen Gemüse mit Brot, Hülsen-früchte, Kartoffelgerichte.
■ Essen Sie nur ganz selten oder gar nicht Innereien, fettes Fleisch vom Grill, geräuchertes Fleisch.
■ Wegen der Salmonellengefahr muss das Auftauwasser bei Gefriergeflügel sofort weggegossen werden. Waschen Sie Hände und Küchengeräte nach der Zubereitung gründlich ab.
■ Versehen Sie jede Fleischspeise mit natürlichen Vitalstoffen. Essen Sie viel Salat oder rohes Gemüse dazu.

Es wird nun immer wieder die berechtigte Frage gestellt: Wenn man schon Fleisch isst, welche Fleischsorten sollte man dabei vorziehen, welche sollte man meiden? Auch darauf ist die Antwort ganz einfach und einleuchtend:
■ Heutzutage ist für den menschlichen Organismus das gesündeste Fleisch jenes vom Lamm.
■ Meiden Sie, wenn möglich, Fleisch von Masttieren.

So sollte man Fleisch zubereiten, damit es vom Standpunkt der gesunden Ernährung vertretbar ist:
■ Wir sollten uns auch beim Fleisch bemühen, alle positiven Stoffe zu bewahren, um sie dem Organismus zuzuführen.
■ Das ist nur dann möglich, wenn es nicht über 150 Grad Celsius erhitzt wird. Da betragen die Vitaminverluste nur 50 Prozent. Bei höheren Temperaturen gehen die Vitamine bis zu 80 Prozent verloren.
■ Verkohltes Fleisch enthält Krebs erregende Stoffe und muss weggegeben werden.
■ Am gesündesten ist es, Fleisch zu kochen. Der Grillvorgang ist dem Braten vorzuziehen.

Zu viel Fleisch macht depressiv
Ernährungswissenschaftler warnen seit Jahren vor einem übermäßigen Fleischgenuss. Demnach sollte man nicht mehr als 2- bis 3-mal die Woche Fleisch essen, weil sonst der Organismus die mit dem Fleisch angelieferte Harnsäure nicht restlos verarbeiten kann. Nun aber haben jüngste Forschungen eine zusätzliche Gefahr des Fleischüberkonsums an den Tag gebracht: Zu viel Fleisch macht depressiv.

Und das sind die sensationellen, neuen medizinischen Untersuchungsergebnisse einer Forschungsgruppe am Max- Planck-Institut für Psychiatrie in München:
■ Ausschließliche oder überwiegende Ernährung mit Fleisch liefert dem Körper zu viele Proteine, also zu viele Eiweißbausteine.
■ Proteine aber beeinflussen die Seele negativ, sobald sie in der Nahrung überwiegen.
■ Eiweißreiche Speisen haben keinen seelischen Nährwert.
■ Je weniger Kohlenhydrate jemand mit dem Essen zu sich nimmt, desto schlechter ist seine Stimmung. Der Anteil an Kohlenhydraten sollte bei jedem Menschen täglich mindestens 55 Prozent betragen. Gesunde Kohlenhydratträger sind Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Naturreis, Vollkornnudeln.
■ Der Mangel an Kohlenhydraten bewirkt ein so genanntes biochemisches Tief im Gehirn.

Diese Erkenntnis bedeutet aber nicht, dass wir auf jegliches Fleisch verzichten müssen, um nicht depressiv zu werden.

Aber es sollte eben nicht zu viel Fleisch sein. Sechs Wochen lang unterzogen sich junge Frauen freiwillig am Max-Planck-Institut in München unter strengster Kontrolle einer Diät, die überwiegend aus Fleisch bestand. Viele Diäten bieten fleischreiche Kost an, weil Fleisch relativ kalorienarm ist. Die Frauen bekamen täglich Nahrung für 1000 Kalorien, ausschließlich Fleisch. Die Folge: Bei allen Beteiligten waren deutlich depressive Stimmungen zu beobachten, die sogar bis zur Selbstmordstimmung führten.

Unser-Tipp:
Fleisch und vor allem Wurstwaren enthalten auch meist viel tierisches Fett, das den Cholesterinspiegel belastet. Also: Fleisch hin und wieder, Wurst eher selten.

Und das sind die genauen medizinischen Erklärungen für dieses interessante Phänomen:
■ Das Fleisch liefert Aminosäuren ins Blut. Als Eiweißbausteine helfen diese Aminosäuren, ganz bestimmte Stoffe im Körper aufzubauen, die Signale zwischen den Nervenzellen weitergeben.
■ Für eine gute, positive Gemütsverfassung brauchen bestimmte Nervenzellen die Hormonsubstanz Serotonin. Wer entsprechend mit Serotonin versorgt wird, ist optimistischer, fröhlicher, hat bessere Nerven, kann besser schlafen und ist ausgeglichener.
■ Dieses Serotonin kann aber im Körper nur aus der Aminosäure Tryptophan gebildet werden.
■ Und jetzt kommt das Verhängnisvolle im biochemischen Prozess des Menschen. Bei einem sehr hohen Konsum von Fleisch wird das Tryptophan zurückgedrängt. Der Grund: Andere Aminosäuren werden beschleunigt und drängen sich auf dem Weg zum Gehirn vor. Es ist im Gehirn zu wenig Tryptophan vorhanden. Daher kann nicht genug Serotonin fürs Gehirn gebildet werden.

Der Mensch verliert seinen Optimismus, seinen geistig-seelischen Schwung und wird depressiv. Mit reichlich Genuss von frischem Obst, rohem Gemüse und Vollkornprodukten kann das erfolgreich verhindert werden, wenn man gleichzeitig nicht so oft und nicht so große Portionen Fleisch isst.

Wenig Salz – viel Gewürz
Der berühmte Arzt, Magier und Philosoph Paracelsus schrieb im 15. Jahrhundert: Jedes Ding ist eigentlich Gift. Allein die Dosis entscheidet, dass es kein Gift ist…! – Das gilt im besonderen Maße für das Salz. Das Kochsalz, in der Chemie als Natriumchlorid bezeichnet, besteht aus unterschiedlichen Mengen von Natrium und Chlor, meist in einem Verhältnis 40 Prozent Natrium und 60 Prozent Chlor.

Dieses Salz ist für den menschlichen Organismus lebensnotwendig, weil es entscheidend für die Regulierung des Wasserhaushaltes im Körper ist. Dieser kann ohne Zufuhr von Kochsalz nicht funktionieren. Allerdings genügt dafür eine ganz kleine Menge, nämlich etwa 3 bis 5 Gramm Salz pro Tag. Der durchschnittliche Salzverbrauch eines Menschen in unseren Regionen liegt jedoch weit darüber, nämlich zwischen 13 bis 17 Gramm. Viele Mediziner behaupten, dass damit bereits eine schleichende Kochsalzvergiftung vor sich geht.

Sie sind der Ansicht, dass man nicht nur von Alkohol- und Nikotinmissbrauch, sondern auch von Salzmissbrauch sprechen muss, um den Menschen die Gefahr des Salzüberkonsums vor Augen zu führen. Das Alarmzeichen ist der Bluthochdruck, der dann in der Folge zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen führen kann.

Im Zuge einer gesunden Nahrungsaufnahme müssen daher speziell in Bezug auf den Salzkonsum ganz bestimmte Regeln beachtet werden:
■ Wenn Sie die Suppe salzen, so ist das nicht zu verurteilen. Kosten Sie die Suppe aber zuerst. Viele Menschen haben die Unart, grundsätzlich vorher zum Salzstreuer zu greifen und nachzusalzen, ohne die Speise vorher geprüft zu haben.
■ Salz sollte nur zur Verfeinerung verwendet werden, nicht aber, damit ein typischer Salzgeschmack geschaffen wird.
■ Besorgen Sie sich zwischendurch immer wieder salzarmes Brot. Durch Brot nimmt der Mensch viel Salz zu sich.
■ Ernähren Sie sich nicht allzu oft mit Fertiggerichten. Diese sind meist mit sehr hohen Mengen an Kochsalz versetzt.
■ Essen Sie nicht zu viele Nahrungsmittel, die einen besonders hohen Salzgehalt aufweisen: Salzstangen, Camembertkäse, Wurst, Heringe, roher Schinken, Speck, konservierter Fisch und konserviertes Fleisch, Salzknabbergebäck.
■ Wenn Sie Salz kaufen, achten Sie darauf, dass Sie jodiertes Salz nehmen.
Gewöhnen Sie sich an, anstelle von zu viel Salz vielfältige Gewürze in der Küche einzusetzen. Viele Hausfrauen sind da recht einfallslos geworden. Gewürze sind nämlich nicht, wie viele glauben, in erster Linie als geschmackliche Draufgabe anzusehen. Gewürze sind eine notwendige Verdauungshilfe, die uns manche Krankheit ersparen helfen.

Das sind die Hauptleistungen, die Gewürze in unserem Organismus bewirken:
■ Sie helfen, schwer verdauliche Speisen in ihre Einzelbestandteile zu zerlegen, die dann leichter verarbeitet und verwertet werden können.
■ Sie unterstützen den Organismus, die Fette abzubauen.
■ Sie halten den Verdauungsvorgang optimal in Schwung.
Wer daher Wert auf gesunde Kost, auf eine umweltbewusste, möglichst giftfreie und leicht verdauliche Nahrung legt, der sollte das Einmaleins der Gewürze in der Küche beherrschen. Denn es ist natürlich nicht so, dass man einfach wahllos Speisen mit irgendwelchen Gewürzen versieht. Es ist eine kleine Wissenschaft, welche Gewürze man bei welchen Gerichten verwenden soll.

Teigwaren würzen wir mit Petersilie, Curry, Edelhefe, Kräuter- oder Selleriesalz. Tomatensoße lässt sich ideal mit Paprika, Piment, Kräutersalz und Curry verbessern. Spinat schmeckt vorzüglich mit Knoblauch, Muskat, Thymian. Den Kartoffelsalat würzt man mit Basilikum, Zwiebel, Dill, Bohnenkraut, Selleriesalz. Erbsen verlangen nach Petersilie, Koriander und Kräutersalz. Bohnen würzt man mit Bohnenkraut, Muskat und Thymian, grüne Bohnen mit Petersilie, Bohnenkraut und Kräutersalz.
Und diese Gewürze gehören je nach Geschmack zu Fleisch und Fleischsoßen: Hefeextrakt, Knoblauchpulver, Kräutersalz, Curry, Lorbeerblätter, frischer Knoblauch, Zwiebelpulver, Salbei, Beifuß.

Ganz wichtig ist zu wissen: Anis löst Blähungen, Basilikum fördert die Nierentätigkeit. Beifuß verhindert Magenübersäuerung, Borretsch Entzündungen im Verdauungstrakt. Estragon regt die Speichelbildung an, Ingwer durchblutet den Magen besonders gut. Knoblauch entgiftet den Darm und regt die Galle an, verhindert Magenkrämpfe. Kümmel hilft bei der Fettverdauung. Liebstöckel fördert den Harnfluss. Petersilie regt die Nieren an. Thymian fördert die Arbeit der Drüsen.

Mit Unkraut kann man zaubern
Mitunter sind gerade die nützlichsten Kräuter jene, die der Mensch achtlos als Unkraut übersieht oder gar zertritt und ausrotten möchte. Unkraut ist die beste Medizin gegen manche Krankheiten, gegen Übergewicht und gegen die Schadstoffe in unserer Nahrung. Manches Unkraut als Nahrung garantiert eine sinnvolle Zufuhr von Vitalstoffen. Darum muss für das Unkraut eine Lanze gebrochen werden.

An erster Stelle steht da eine Pflanze, die Millionen Menschen in der zivilisierten Welt aus Unkenntnis mit den ärgsten chemischen Giften auf Wiesen und in Gärten verfolgen, für deren Vernichtung sie viel Geld ausgeben und die Umwelt gefährden. Es ist der Löwenzahn.

Jeder, der schlank bleiben oder schlank werden möchte, der seinen Körper entgiften will, sollte den Löwenzahn in den Speiseplan aufnehmen. Löwenzahn ist ein Superkraut für Ihre Fitness. Am wirkungsvollsten ist Löwenzahn im Frühjahr, was die Blätter betrifft. Die Wurzeln können das ganze Jahr über zur Teezubereitung verwendet werden.

Im Frühjahr enthält die Löwenzahnpflanze bis tief in die Wurzeln Cholin, Xantophylle, Gerb- und Bitterstoffe sowie viele Spurenelemente und Mineralien. Der Löwenzahn frischt den Stoffwechsel im menschlichen Organismus auf. Er bringt den Verdauungstrakt, die Lunge, die Leber, die Bauchspeicheldrüse und die Nieren in Schwung. Alle Organe arbeiten besser. Dadurch werden auch auf natürliche Weise Fettdepots abgebaut.

Das Angenehme ist, dass beim Pflücken des Löwenzahns niemand in Gefahr gerät, eine falsche Pflanze zu ernten. Der Löwenzahn hat ein so typisches und unverkennbares Aussehen, dass selbst für den Laien eine Verwechslung unmöglich ist.

Man findet die Pflanze auf Wiesen, im Garten und am Waldesrand. Niemals darf Löwenzahn zum Verzehr am Straßenrand, in der Nähe von Autobahnen oder Industrieanlagen geerntet werden. Der Schwefel- und Bleigehalt der Pflanze könnten nämlich gefährlich werden. Am besten schmecken das helle Herz, die jungen Blattstiele und die jungen, grünen Blätter.

Die Hausapotheke soll voll mit Gewürzen sein
Meist werden den Speisen nur deshalb Gewürze beigegeben, damit die betreffenden Gerichte einfach besser schmecken und bekömmlicher – also leichter verdaulich – sind. Nur wenige wissen heutzutage, dass Gewürze ganz gezielt Förderer der menschlichen Gesundheit sein können, wenn man sie richtig einsetzt. Mit bestimmten Gewürzen im Essen kann man Schmerzen lindern und beheben, kann bestimmte Krankheiten bekämpfen und positiv beeinflussen.

Wir sollten uns daher beim Betreten der Küche und beim Anblick des Gewürzregals immer vor Augen halten: Im Grunde genommen ist dieses Gewürzregal auch eine Art Hausapotheke. Wer kocht, der wird mit dem Würzen gleichzeitig auch zum Arzt für die ganze Familie.

Dazu ist es allerdings wichtig, dass man viele verschiedene Gewürze kennt und verwendet und sich nicht immer nur einfallslos mit Salz und Pfeffer begnügt, wie es in vielen Haushalten der Fall ist. Und ebenso wichtig ist es, dass man weiß, welche Gewürze man gegen welche Leiden und Beschwerden nützen kann. Dann hat man nämlich die Möglichkeit, sich und andere übers tägliche Essen auf schmackhafte Weise mit den Kräften der Natur zu versorgen. Gewürze unterstützen die Verdauung und bilden vermehrt Speichelferment, so dass die Nahrung bereits im Mund besser aufgeschlossen wird. Vieles, was nämlich im Mund nicht geschieht, kann dann im Magen nicht mehr nachgeholt werden.

Gewürze fördern aber auch den Fluss von Magen- und Gallensäften. Blutdruck und Durchblutung verbessern sich. Die Nieren scheiden besser aus. Nach langjährigen Forschungen und Beobachtungen auf dem Gebiet der Gewürztherapie stellt der Arzt Dr. Rainer Schroth fest: Wir finden in unseren Gewürzen ätherische Öle, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Harze, pflanzliche Hormone, Fermente, Vitamine, bakterientötende Substanzen sowie Spurenelemente, die der Gesundheit dienen.

Die verblüffende medizinische Wirkung von Gewürzen, die in keiner Küche fehlen sollten:
■ Rosmarin, Lavendel, Kümmel und Muskat wirken appetitanregend.
■ Die Arteriosklerose wird durch Knoblauch gebremst und sogar zum Teil abgebaut.
■ Schluckauf und Aufstoßen können durch Pfefferminze und Anis bekämpft werden.
■ Gegen Augenentzündung hilft reichlich Fenchel.
■ Nervöse Menschen sollten mit Melisse, Lavendel, Zimt, Safran und Kümmel würzen.
■ Gegen Bluthochdruck setzt man Knoblauch ein.
■ Ein zu hoher Cholesterinspiegel im Blut wird mit Knoblauch und Petersilie bekämpft.
■ Bei Problemen der Atemwege würzt man großzügig mit Thymian und Fenchel.
■ Bei Gallenproblemen helfen Beifuß, Oregano und Rosmarin.
■ Gicht- und Rheumapatienten tun gut daran, wenn sie in der Küche häufig Kren (Meerrettich), Sellerie und Wacholder verwenden.
■ Herzbeschwerden nach zu üppigem Essen kann man mit Paprikapulver vorbeugen. Der Paprika als Gewürz verstärkt die Leistung des Herzens und verringert gleichzeitig die Anzahl der kleinen Blutplättchen, die zu einem Blutgerinnsel führen können.
■ Bei Harnproblemen würzt man mit Liebstöckel, Petersilie und Sellerie.
■ Bei Magen- und Darmkatarrh verwendet man in den Speisen Majoran, Bohnenkraut und Koriander.
■ Als Gewürz gegen Migräne setzt man häufig Pfefferminze und Melisse ein.

Basilikum
Ganz sicher haben Sie auch schon in Ihrem Urlaub am Mittelmeer, vor allem in Italien, Mozzarella mit Tomaten und Basilikum oder Spagetti Pesto, ebenfalls mit Basilikum-Soße, gegessen. Vielleicht bauen Sie dieses würzige Kraut selbst in Ihrem Garten an und verwenden es oft in der Küche. Haben Sie aber auch gewusst, dass die Basilikumblätter mit ihrem kräftigen Geschmack und dem nelkenartigen Geruch auch für unsere Gesundheit viele Vorteile bieten? Ja, man könnte sogar sagen: Mitunter kann Basilikum die ganze Hausapotheke ersetzen. Das Basilikum stammt aus Indien, wird seit Jahrtausenden im Mittelmeerraum angebaut und ist in Westeuropa seit dem 16. Jahrhundert bekannt.

Schon damals galt das Kraut als hilfreich fürs Jungbleiben und für die Liebeskraft bis ins hohe Alter. Im vorigen Jahrhundert wurde es in Form von Tee gegen Augenbeschwerden, Nierenprobleme und Traurigkeit eingesetzt.

Heute gibt es exakte wissenschaftliche Untersuchungen von der Universität Benares, Indien, wo die speziellen Wirkungen von Basilikum zu finden sind:
■ Die Heilkraft des Basilikums ist auf die in den Blättern enthaltenen Mineralstoffe, Spurenelemente und Enzyme, in erster Linie aber auf das gelblich grüne ätherische Öl Methylchavicol sowie auf die übrigen ätherischen Öle Estragol, Eugenol, Lineol und Linalool zurückzuführen. Eine gewisse unterstützende Wirkung bringen auch spezielle Tannine.
■ Basilikumtee wirkt gegen Husten und leichte Erkältungen.

Die Zubereitung:
Einen Esslöffel getrocknete Basilikumblätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, 8 Minuten ziehen lassen. Durchseihen, mit etwas Honig süßen. 3-mal täglich eine Tasse trinken. Bei Rachenentzündung kann man damit auch spülen und gurgeln.
■ Die Enzyme im Basilikumtee fördern auch den Abbau von Fettdepots im Körper. Daher eignet sich der Tee unterstützend bei Diäten.
■ Arthritis-Patienten empfinden eine Schmerzerleichterung durch die 3-Wochen-Kur mit täglich 3 Tassen Basilikumtee.
■ Auch bei Verstopfung und Magenkatarrh hilft Basilikum.
■ Wer Basilikumblätter zerdrückt und nach einem Insektenstich auf die Haut legt, verspürt weder Schmerzen noch Brennen und Jucken.
■ Altersforscher haben herausgefunden, dass der regelmäßige Konsum von Basilikum in der Nahrung den gesamten Organismus kräftigt, die Vitalität von Körper und Geist fördert und depressive, traurige Gedanken bekämpft. Basilikum im Speiseplan ist daher ein richtiger Jungmacher.

Angenehme Nebenwirkung:
Eine Basilikum-Pflanze auf dem Balkon oder am Fenster verscheucht Insekten, vor allem Fliegen.

Petersilie
Das erste Küchenkraut nach dem langen Winter ist die Petersilie. Jeder kennt sie. Sie ist das am meisten verwendete Gewürzkraut beim Zubereiten von Speisen. Petersilie schmeckt nicht nur gut. Sie ist auch eine natürliche Arznei. Wir sollten daher reichlich Gebrauch davon machen, am besten in rohem Zustand.

Die Petersilie enthält bis zu 7 Prozent ätherische Öle, 20 Prozent pflanzliche Öle, den Hauptwirkstoff Apiin, viele Mineralstoffe, Schleimstoffe und geringe Mengen an natürlichem Zucker. Während man Blätter und Wurzel der Petersilie bedenkenlos essen kann, ist beim Petersiliensamen Vorsicht geboten. Er enthält Apiol, eine giftige Kampfer-Art.

Petersilie kann unsere Gesundheit in verschiedener Weise positiv beeinflussen:
■ Das Küchenkraut wirkt enorm entwässernd. Dadurch wird die Arbeit der Niere unterstützt. Wer ein Nierenleiden hat, sollte allerdings sparsam mit Petersilie umgehen und mit dem Arzt darüber sprechen.
■ Weil Petersilie harntreibend wirkt, hilft sie auch, den Körper regelmäßig zu entgiften.
■ Auch die Arbeit der Milz wird von der Petersilie gefördert und unterstützt.
■ Die Leber bekommt positive Impulse von der Petersilie.
■ Da die Petersilie die Schweißbildung fördert, werden durch den Konsum dieses Küchenkrautes auch über die Haut Gifte rascher ausgeschieden.
■ Chronische Hautprobleme werden durch Petersilie verbessert.
■ Petersilie in den Speisen unterbindet Blähungen, an denen viele Menschen leiden.
■ Unsere Verdauungssäfte werden in ihrer Qualität durch die Petersilie verbessert.
■ Petersilie stärkt den Körper gegen Infektionskrankheiten. Das Geheimnis: Petersilie ist eine ausgesprochene Vitamin-C-Bombe. Was wenige wissen: Ein Bund Petersilie hat 4-mal so viel Vitamin C wie ein halbes Kilo Orangen.
■ Durch das Glykosid Apiin ist Petersilie auch im fortgeschrittenen Alter ein anregendes Mittel für die Liebeskraft.

Unser-Tipp:
Bei unangenehmen, schmerzenden Blähungen nach dem Essen hilft es, frische Petersilien-Stängel zu kauen.

-15% auf alle Eheringe aus Platin und Carbon!